29. "Wieviel Sicherheit braucht ein mutiges Leben, Kerstin Stromberg?"
Shownotes
Kerstin Stromberg sitzt seit einer Woche im Bundesministerium, als das Schreiben kommt: eine Vorausschau auf ihr 25-jähriges Dienstjubiläum. Sie ist 31 Jahre alt. Und sie denkt: Ob das hier wirklich zu mir passt? Es dauert Jahre, bis sie geht. Dann geht sie wirklich. Ohne Businessplan, mit zwei Kindern und einer Entscheidung, die sie nicht bereut hat.
Heute ist Kerstin Geschäftsführerin der TalkingBridges GmbH und Leiterin der Deutschen Moderatorenakademie. Sie moderiert Kongresse, Panels und Fachdialoge mit hochkarätigem Publikum – und sie bringt anderen Menschen bei, wie man Räume öffnet, in denen echter Dialog entsteht.
In dieser Folge erzählt sie, was dieser Schritt sie gekostet hat und was sie dafür gewonnen hat. Warum der Wunsch nach einer Veränderung immer stärker wurde. Und was ihr damals zehnjähriger Sohn antwortete, als sie ihn fragte, wie es für ihn sei, dass Mama jetzt raus ist aus dem Ministerium.
Wir sprechen über Sicherheit – und darüber, ob es vielleicht eher um Verlässlichkeit und Kontinuität geht. Es geht um Improvisation auf der Bühne, um Kerstins schlimmsten Moderationsmoment, um Sprache als Brücke und als Waffe, um weibliche Sichtbarkeit und um die Frage, wie treu wir uns selbst bleiben.
Eine Folge über Haltung. Und über die Erkenntnis, dass die entscheidende Frage nicht lautet: Wie hoch ist mein Risiko? Sondern: Wie viel bin ich mir wert?
Darum geht's in dieser Episode:
- Warum Kerstin nicht wegen der Sicherheit ins Ministerium ging
- Wie aus einem Versprechen mit der Zeit ein Korsett wurde
- Warum das Publikum Pannen liebt – und wie eine einstürzende Bühne zum besten Moment des Abends wurde
- Wo die Grenze zwischen Kommunikation und Kriegsführung mit Worten verläuft
- Warum die Bezeichnung "Midlife Crisis" für sie völlig falsch geframed ist
Erwähnte Bücher:
- Paulo Coelho: Der Alchimist
- Michelle Obama: Das Licht in uns
- Tina Turner: Happiness. Mein spiritueller Weg
Work.Life.Stories. Instagram: @worklifestories Kontakt: worklifestories@t-online.de YouTube: https://www.youtube.com/@Work.Life.Stories
Mehr zu Kerstin Stromberg TalkingBridges: https://www.talking-bridges.de Deutsche Moderatorenakademie: https://deutsche-moderatorenakademie.de/ LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/kerstin-stromberg-mallmann-4b9b6b17a https://www.linkedin.com/company/deutschemoderatorenakademie/
Viel Freude beim Anhören oder Anschauen. Wenn Dir die Episode gefällt, freue ich mich sehr über ein paar Sterne in der Bewertung – vielen Dank!
Herzlichst, Deine Mona Rüßmann
Transkript anzeigen
00:00:00: Als ich die dann anmoderiert habe, ich moderiere gerne frei an und da war anscheinend auch viel los.
00:00:06: Ich sag mal in meinem Kopf ja du Momentimeter und noch ein iPad und Studio und Hybrid und haste nicht gesehen.
00:00:14: jedenfalls War viel los und ich hab die verheiratet.
00:00:18: Genau und mein inneres sagte oh Gott Du bist Profi-Modiatoren dir darf sowas nicht passieren.
00:00:25: Boden geh auf.
00:00:27: Also, das war ... Genau.
00:00:28: Nach außen hab ich gesagt, ups!
00:00:31: Kleine Versprecher.
00:00:35: Hallo und herzlich willkommen bei Work-Live-Stories.
00:00:39: Ich bin Mona Russmann und in diesem Podcast geht es um die Faszination des Neustarts.
00:00:44: Beruflich,
00:00:45: privat oder gleich beides zusammen?
00:00:48: Spannende Menschen erzählen hier von ungewöhnlichen Lebenswegen mit mutigen Entscheidungen.
00:00:54: Lass dich inspirieren.
00:00:57: Viel Freude beim Anhören dieser Episode.
00:01:00: Los geht's!
00:01:02: Ich habe heute mal wieder Besuch in meinem Oberhachinger Podcaststudio.
00:01:08: Heute ist Kerstin Stromberg bei mir zu Gast.
00:01:11: Ja, ich freu mich sehr.
00:01:12: Kerstine
00:01:12: ist Moderatorin, Firmengründerin und ist auf den Bühnen dieser Welt unterwegs kann man sagen?
00:01:20: Korrekt
00:01:21: Sie ist Geschäftsführerin der Talking Bridges und Leiterin der Deutschen Moderatorenakademie.
00:01:28: Bevor sie das alles geworden ist, war sie aber in Ministerien tätig als Diplom-Volkswirtin.
00:01:36: Mit allem was dazugehört.
00:01:37: Sicherheit, Planbarkeit... Ein Berufsleben, was festgelegt sein kann bis zur Rente!
00:01:45: Da hat sie aber einmal einen relativ großen Schwenkenglick und ein ganz anderen Weg eingeschlagen.
00:01:52: Heute moderiert sie nämlich Kongresse, Panels, Veranstaltungen – und vor allen Dingen zeigt sie Menschen wie mir und vielen anderen wie man so etwas macht, wie man Menschen begeistert oder wie man Räume öffnet in denen ein guter Dialog entstehen
00:02:06: kann.".
00:02:07: Das haben sich also heute sozusagen zwei Plaudertaschen gefunden.
00:02:11: Ja,
00:02:11: das stimmt!
00:02:13: Das werden wir natürlich ausnutzen.
00:02:14: Also liebes Mikrofon, du musst heute ganz stark sein.
00:02:18: Herzlich willkommen bei den Work-Life Stories Kerstin Sturmwerk.
00:02:22: Ja danke schön liebe Mona.
00:02:23: ich freue mich total hier zu sein und jetzt muss ich oder darf direkt mit einer Story starten weil als du nämlich sagtest... Ich war an dem Bundesministerium und da war Sicherheit und Planbarkeit Ohne Quatsch, eine der ersten Schreiben die ich bekam.
00:02:38: Ich weiß nicht vielleicht nach einer Woche war... Dann und dann ist ihr fünfundzwanzigjähriges Jubiläum Und also das war schon sozusagen der Ausblick was in fünfundzwanziger Jahren passiert und ich dachte so Das war irgendwie schon so ein bisschen eher genau Ui!
00:02:54: Da dachte ich so okay Leute ich bin auch jetzt gerade erst hier
00:02:56: angekommen.
00:02:57: Du bist ganz jung wahrscheinlich warst du?
00:02:58: Ja, ich überlege gerade.
00:02:59: Das war ja zwei tausend vier.
00:03:02: Da war ich dreißig.
00:03:05: Ja, dann war ja mal der Weg bis Ö-Fünfzig geebnet.
00:03:08: Genau!
00:03:08: Der war
00:03:08: richtig genau und ich dachte schon das war schon der erste Moment als ich so dachte oh la la.
00:03:13: ob das hier so zu dir passt ist mir gerade eingefallen als du mich anmoderiert hast.
00:03:18: Ja, ja.
00:03:18: Das sehen wir jetzt auch dass sich das alles ein bisschen anders entwickelt hat.
00:03:23: Kerstin Ich freue mich total, dass du noch München gekommen bist.
00:03:26: Wir müssen sagen unsere Stimmen sind tatsächlich so ein kleines bisschen angekratzt heute Morgen weil wir uns gestern Abend tatsächlich mit einem Kreis an moderationsbegeisterten Menschen hier in München getroffen haben was eine ganz besonders schöne und inspirierende Runde war.
00:03:41: und streng genommen sind wir ja alle Konkurrenten und Konkurrenzinnen, die wir da gestern zusammengesessen haben.
00:03:49: Es hat sich aber null so angefühlt!
00:03:51: Das war ein ganz wunderbarer Zusammenhalt, es war ein toller Austausch.
00:03:56: Wir haben uns gegenseitig so ein bisschen dargelegt wo wir gerade stehen.
00:04:01: Wie habt ihr der Abend gestern gefallen?
00:04:03: Ja also du hast jetzt grad schon gesagt das war inspirierend.
00:04:07: Und das andere was Du gesagt hast dass man könnte ja denken dass wir miteinander auch in Konkurrence sind Ich finde, das sind wir nicht.
00:04:14: jetzt darf man dazu sagen dass wir uns ja gestern getroffen haben mit ich sag mal Absolventen, Absolventinnen der Deutschen Moderatorenakademie und eine meiner Grundideen ist ja oder meine Grundphilosophien im Leben kann man wirklich sagen.
00:04:29: Gemeinsam sind wir stärker als allein!
00:04:32: Und da glaube ich ganz ganz fest daran und gerade für uns als Moderatorin und Moderaturen.
00:04:37: Wir sind einfach Einzig kämpfen ein Stück weit.
00:04:40: Wir gehen auf die Bühne, wir sprechen mit Kunden und danach gucken wir wie kommt der nächste Auftrag rein?
00:04:45: Wie bereite ich den vor?
00:04:47: Das machen wir hauptsächlich alleine haben dann natürlich immer so diese Teams, mit denen wir zusammenarbeiten auf der Kundenseite.
00:04:54: Ich finde es wichtig in der Moderation eben auch als Team zu denken Und das ist ja eine meiner Grundideen über die deutsche Moderatorenakademie weil wir die gleiche Sprache sprechen Die gleiche oder eine ähnliche innere Haltung haben zum Thema Moderation.
00:05:08: Wir wollen Mehrwert bringen, dass wir da einfach ein Team aufbauen.
00:05:12: Du bist Geschäftsführerin der Talking Bridges, eine Unternehmerin was sich mit ganz vielen Themen rund um das Thema Kommunikation beschäftigt und Leiterin der Deutschen Moderatorenakademie.
00:05:21: jetzt hast du es gerade schon angerissen.
00:05:23: streng genommen bildest du dir deine Konkurrenz aus?
00:05:26: Wir haben gerade gelernt ist gar nicht so.
00:05:27: Was treibt dich an?
00:05:30: Das ist ne gute Frage die du mir stellst.
00:05:32: was treibt mich am?
00:05:35: Es ist so Als ich, du hast ja eben schon gesagt.
00:05:37: Ich war nicht immer Moderatorin.
00:05:39: Kommt gleich noch dazu her.
00:05:40: Genau und ich war nicht mehr ModeratorIn.
00:05:42: Was sich aber gemerkt habe ist das in dem Moment als die Moderation in mein Leben reinkam... ...ich sie rein geholt habe, sich mein Leben so sehr positiv verändert hat.
00:05:54: Das war einfach unglaublich!
00:05:56: Ich hab mich lebendiger gefühlt.. ..Ich hab plötzlich gemerkt Bord dass es das wofür du auch stehst den Dialog zu schaffen.
00:06:05: Und weil es mein Leben so positiv verändert hat, wünsche ich mir, dass sich das auch anderen Menschen mitgeben kann ihr Leben positiv zu verändern.
00:06:15: Zumindest all die Menschen, die das Gefühl haben ach, Moderation und Bühne und Dialog Das ist was für mich.
00:06:23: Ja?
00:06:23: Also das ist das, was mich antreibt eben diese positive Erfahrung von mir auch anderen menschen mitzugeben.
00:06:29: Oh, das ist total schön!
00:06:31: Wir wollen ja heute über deinen Lebensweg sprechen und über deine Freude am Thema Moderation.
00:06:37: Du bist auf dem Weg schon sehr viel weiter als ich, ich möchte da noch ein bisschen was erreichen!
00:06:42: Aber du warst ja nicht immer die Frau mit dem Mikrofon in der Hand.
00:06:46: Was du aber schon immer warst, hast dich Sachen getraut.
00:06:51: Das hast du mir im Vorgespräch so ein bisschen berichtet?
00:06:54: Bevor wir jetzt auf die berufliche Seite kommen... Der liegt die Internationalität auch sehr.
00:06:59: Das ist ja auch immer etwas, wo man so einen kleinen Schritt aus der Komfortzone rausmacht und sagt ich gucke mir jetzt mal ein bisschen die Welt an.
00:07:06: Die ist auch nicht immer nice and shiny.
00:07:09: Magst du da mal was zu deinen internationalen Ausflügen erzählen?
00:07:14: Surprise surprise und gerne!
00:07:17: Ich habe das mal im Nachhinein reflektiert... Ich glaube, dass ich mir unheimlich gut Optionen immer schaffen konnte.
00:07:23: Und zwar auch für diese Internationalität!
00:07:26: Was meine ich damit?
00:07:26: Ich werde es nie vergessen... Wir waren mal im Urlaub mit meinen Eltern auf, ich glaub's war Gran Canaria und da habe ich ein ganz nettes Mädel aus ... Gott wie heißt das noch einmal?
00:07:39: Ach Gott, Valisien also England.
00:07:40: Ist
00:07:40: dem
00:07:41: Wolles?!
00:07:41: Nee, nee, nee.
00:07:42: Das musst du gleich rausschneiden.
00:07:43: Also England, Schottland und dann Wales entschuldige.
00:07:47: Oh Gott!
00:07:47: Also ich habe ein ganz nettes Mädel aus Wales kennengelernt.
00:07:52: Und ohne Quartier kann uns eine Stunde, sie musste dann nämlich losfliegen und wir haben Adressen ausgetauscht.
00:07:59: drei Monate später war ich bei ihr zu Gast.
00:08:01: Wir haben uns jahrelang gegenseitig besucht.
00:08:03: also es war einfach immer so'n Ding von mir.
00:08:06: Dann hab ich im Bus ne Französin kennengelernet und vier Monate später oder was auch immer vielleicht war's ein Jahr später, war ich dann plötzlich bei ihr zugast und sie hat mich besucht!
00:08:15: Das war einfach... Ich glaube tatsächlich, dass es ganz natürlich zu mir gehört.
00:08:21: Nach einem Abitur bin ich dann drei Monate nach Indien gegangen und ich weiß ja ob wir darüber noch mal sprechen wollen jedenfalls also England Frankreich Indian.
00:08:30: Dann habe ich in London studiert.
00:08:32: In USA habe ich studiert.
00:08:34: Also das mich interessiert einfach Das die Welt.
00:08:38: ich glaube auch so ein bisschen was abenteuerlustiges in mir wenn eine Abenteurerin ich mag das Unbekannte
00:08:47: Und ein bisschen Fernweh.
00:08:48: Ja, total!
00:08:52: Dann ist das eigentlich jetzt ein sehr schöner Übergang.
00:08:55: Dann sprechen wir doch mal von dem Fernweh und der Abenteuerlust über das Ministerie.
00:09:00: Du bist Diplom-Volkspirten und ich muss tatsächlich zugeben also wenn nicht so ministerialer Arbeit höre dann habe ich so ein bestimmtes Bild im Kopf.
00:09:10: Nämlich?
00:09:10: Das finde ich jetzt spannend.
00:09:12: Ich hätte jetzt an einem Schreibtisch gedacht, einen Aktenordner.
00:09:15: Vielleicht mal so ein Fachdialogen-Schreibtisch-Büroarbeit.
00:09:19: Und da hätte ich jetzt so dran gedacht.
00:09:22: Da taucht aber in meinen inneren Auge im ersten Schritt keine Bühne auf!
00:09:28: Wann ist denn die Bühnen das erste Mal in dein Leben getreten?
00:09:33: Auch das ist eine gute Frage und natürlich habe ich mir schon Gedanken darüber gemacht.
00:09:38: Tatsächlich ist die Büne... Also in meiner Traumwelt im Jugendlichen Zeitalter in mein Leben getreten.
00:09:47: Da werde ich mich nie vergessen, da habe ich im Wohnzimmer wilde Musik aufgelegt und hab dazu getanzt und dachte so cool wenn du irgendwann mal damit auf der Bühne stehst.
00:09:57: So das war in meinen Gedanken dann.
00:10:00: zu Studienzeiten hatten wir irgendeinmal eine große Diskussionsrunde.
00:10:04: Ich weiß gar nicht mehr worum es geht Und da will ich zum ersten Mal die Presse gesprungen hab gesagt ich moderiere das mit jemandem zusammen.
00:10:11: Das war eigentlich das allererste Mal.
00:10:14: Professioneller ist es dann geworden zu Ministeriumszeiten.
00:10:18: Da war's ja so, dass ich irgendwie gemerkt habe bis fünfein sechzig im Ministerium.
00:10:24: das funktioniert nicht wirklich und ich hab mir damals Unterstützung von außen geholt.
00:10:29: Ich hab mich coachen lassen.
00:10:31: Genau!
00:10:32: Ja ich hab mich coaching lassen weil ich gemerkt hab ich brauche noch irgendwas anderes und ich wusste sogar nicht was das sein könnte.
00:10:39: Und damals ist hier ein Satz gefallen Du weißt das, ich hab's auch schon mal erzählt.
00:10:44: Genau und ich find den so cool weil der hieß, Kerstin überall wo du bist wird diskutiert mach doch mal ein Diskussionsforum!
00:10:53: Und es war insofern so spannend und es hat so was in mir ausgelöst weil ich einfach aus einer diskussionsfreudigen Familie komme.
00:11:00: und da habe ich gedacht Das ist es, das mache ich.
00:11:03: Das waren noch keine Bühne und ich glaube dass es auch etwas...ja sie hab mich von anderen Moderatoren unterscheidet.
00:11:10: Es war nicht die Bühne, es war der Dialog sozusagen.
00:11:14: Zugegebenermaßen ist natürlich schon vor Publikum mehr der Dialoge und dann für andere Menschen das was mich irgendwie so begeistert hat an diesem Satz.
00:11:24: War's vielleicht auch das Gefühl da gehöre ich hin?
00:11:29: Vielleicht eher das Gefühl, es gehört zu mir oder... Ich kann da irgendwie ... Es passt einfach!
00:11:34: Es war einfach so dass ich dachte, es passt du diskutierst gerne.
00:11:38: ähm ja ich glaube Es passt.
00:11:41: Das passt zu mir und damit gehe ich jetzt mal ein Schritt weiter.
00:11:43: Richtig, richtig!
00:11:45: So, jetzt möchte ich dir mal kurz dabei bleiben.
00:11:47: was du aber ja schon aufgebaut hattest?
00:11:49: Du warst verbeamtet.
00:11:51: Du hattet sozusagen einen sicheren Job.
00:11:53: das ist in Deutschland nicht irgendetwas mehr als ein Job.
00:11:57: Das ist ein Versprechen, was ein ganzes Berufsleben lang gilt.
00:12:02: Das habe ich noch gar nicht gesehen.
00:12:04: Ist es doch eigentlich eine Verbeamtung in Deutschland?
00:12:06: Das ist durchaus mal etwas was mit sehr viel Sicherheit kommt.
00:12:10: Interessant ist, dass du sagst das ist ein Versprechen.
00:12:12: Ich glaube ich habe es fast irgendwann... also Beton ist zu viel.
00:12:16: Ja aber weißt Du?
00:12:17: Ich hab's
00:12:17: Korsett
00:12:18: als Korsette.
00:12:19: Genau!
00:12:19: Das ist der Punkt.
00:12:20: Das ist ganz interessant, dass Du sagst versprechen und ich habe's wahrscheinlich irgendwann eher als Kossett empfunden.
00:12:26: Was war Dir die Sicherheit wert, als Du die sozusagen noch hattest?
00:12:30: Also war das so Block wo Du gesagt hast, das wäre jetzt eigentlich meine Idee gewesen auf diesem Block der Sicherheit aufzubauen um meinen Weg weiterzugehen.
00:12:40: Also wenn wir jetzt so drüber sprechen, glaube ich fast dass es ja umgekehrt ist.
00:12:44: Wenn ich mir jetzt mal überlege und ich habe zu dir gesagt Ich bin eine Amteurerin Und dann hab' ich da diese Sicherheit.
00:12:50: Eigentlich ist das furchtbar für mich.
00:12:52: So gesehen.
00:12:53: Das habe ich mir wahrscheinlich im Vorhinein nie so überlegt Denn ich bin ja nicht ins Ministerium gegangen wegen der Sicherheit was glaube ich durchaus einige Menschen viele menschen Machen.
00:13:04: Sondern ich bin ins ministerium gegangen weil ich gesellschaftlich etwas positiv voranbringen wollte.
00:13:10: Ich bin nach voller intrinsischer Motivation ins Ministerium gegangen und habe gesagt, ich leiste dort meinen Beitrag, damit Deutschland ein Stück weit besser wird!
00:13:17: Das war meine Motivierung, das war nicht die Sicherheit.
00:13:20: Du hast Volkswirtschaft studiert?
00:13:22: Ja.
00:13:24: Das heißt eine ökonomische Denke prägt dich ja so ein Stück weiter.
00:13:29: Hat dir das bei der Entscheidung weiter zu gehen rauszugehen geholfen?
00:13:34: Oder war das dann eher was, was hinerlich ist.
00:13:36: Ich
00:13:36: glaub die hab ich einfach über Bord geworfen!
00:13:39: Also nee es waren wirklich...wenn ich das mal im Nachhinein erzähle, also da auch da wieder meine Abenteuer lustig hatte nie einen wirklichen Businessplan.
00:13:51: Das habe ich nicht gemacht obwohl ich ein absoluter Skandal.
00:13:57: Ich hatte nie ein Businessplan und deswegen war das für mich.
00:14:03: Also ich war einfach so davon überzeugt, dass es für mich ab einem bestimmten Punkt – zwar ein schwieriger Weg dahin.
00:14:10: können wir auch noch mal darüber sprechen.
00:14:12: Ein bestimmter Punkt war ich so davon überzeugt, das ist mein Weg und zu mir gehört, dass ich das Ökonomische gar nicht so durchdacht habe.
00:14:23: Wie gesagt, wohlwissend, dass sich von Anfang an Salopp gesprochen die Kohle nach Hause bringen musste.
00:14:30: Entschuldigung, allein erziehend.
00:14:32: Ja genau das wäre jetzt meine nächste Frage gewesen.
00:14:34: beschreibt doch mal die Lebenssituation in der du damals gesteckt bist als die Überlegung kam vielleicht wird es doch nicht vormundzwanzig Jahre.
00:14:44: Okay ja also das war natürlich ein Weg und ich habe gesagt dass sich eben dass dieser Satz gefallen ist.
00:14:50: ich hab dann ja selber Diskussionsforen organisiert also selber Veranstaltung gemacht habe gemerkt so das macht mir total Spaß.
00:15:00: Ja, wie gesagt diese Lebendigkeit dieser Spaß.
00:15:03: Das passt zu mir all das war gegeben.
00:15:06: und dann gleichzeitig das eine was so viel Spaß macht und das andere was für mich zunehmend schwieriger wurde die Arbeit im Ministerium in Sinne von dass da schon auch gewisse Werte von mir also ich sage mal kann man sagen mit Füßen getreten wurden.
00:15:22: so habe ich es teilweise empfunden ja naja dass die das im ministerium
00:15:28: nicht
00:15:29: unbedingt so viel darüber nachgedacht wird.
00:15:31: Wie ist es eigentlich für die Menschen draußen und für die Branche?
00:15:35: Sondern wie stehen wir gut
00:15:37: da?".
00:15:38: Und das ist etwas, was gar nicht zu mir passt, sage ich mal.
00:15:43: Dann übers Korsett haben wir schon gesprochen.
00:15:45: Es ging auch um Beförderung wo ich dachte okay also Leistungsprinzip ist jetzt hier auch nicht dass was so beherzigt wird ja auf der einen Seite das was mir so viel Spaß gemacht hat und auf der anderen Seite eben dieses immer kritische von mir beäugte oder analysierte System.
00:16:02: So, was war jetzt nochmal deine Frage?
00:16:05: Wir hatten einfach nur über den Lebenssituationen.
00:16:07: Achso
00:16:07: genau!
00:16:07: Die Lebenssituations.
00:16:08: Genau.
00:16:09: und dann war es so dass ich immer wieder darüber nachgedacht habe oder mir irgendwann mal vorstellen konnte aus dem Ministerium rauszugehen... Und ich hätte das am liebsten des ersten Mal im Jahr two-tausend elf gemacht, er hat mich aber doch nicht richtig getraut.
00:16:24: Zu zwölf haben wir uns getrennt.
00:16:27: Also habe ich mich mal mit dem Papa oder Bio uns von Getrennt als Ehepaar, sag' ich mal.
00:16:32: Das heißt, zu fünfzehn bin ich rausgegangen aus dem Ministerium.
00:16:36: Damals war ich in der Situation... Ich sage mal allein entziehen und so sage ich das bewusst in Anführungsstriche weil der Papa von den beiden Jungs hat immer Verantwortung übergedonnen.
00:16:44: Ich war da nicht alleine.
00:16:47: Und zu vierzehn hab ich auch meinen neuen Partner kennengelernt, der interessanterweise Unternehmer war!
00:16:55: Daher.
00:16:56: Genau, und natürlich war er ein Unterstützer.
00:16:59: Will heißen, Lebenssituation?
00:17:01: Ich musste die Kohle nach Hause bringen weil ich war da verantwortlich oder mitverantwortlich für die Kinder Und gleichzeitig interessanterweise schon ein neuer Impuls im Sinne Ein neuer Partner der das unternehmerische Denken Mitbringt, der viel unternehmerischer Erfahrung hat, der mich ermutigt hat.
00:17:19: Das ist toll wenn man solche Menschen auf dem Weg hat.
00:17:21: Das wäre jetzt auch noch eine Frage von mir gewesen ob es Menschen gegeben hat, die dir dazu geraten haben oder abgeraten haben.
00:17:28: Wobei ich mir sehr gut vorstellen kann, dass es sicherlich auch die Menschen gab, die sagen du kannst doch sowas auf gar keinen Fall aufgeben.
00:17:34: So eine Position und so ein Arbeitgeber und die Möglichkeiten, die du jetzt hast auf den nächsten Jahre.
00:17:41: Es wüsste man hat's doch sicherlich aufgegeben?
00:17:43: Absolut!
00:17:43: Und was ich gemacht habe das ich hier sehr sehr vorsichtig war diesen großen Schritt.
00:17:48: also mit wem bespreche ich?
00:17:49: diesen großen schritt?
00:17:50: weil mir völlig klar war wenn jemand zu früh kommt mit zu massiven Befürchtungen, dann gehe ich diesen Schritt nicht.
00:18:01: Das heißt, ich habe sehr genau geguckt, wem erzähle ich das?
00:18:04: Und an der Stelle darf ich wirklich sagen dass meine liebe Schwester Gabi immer eine fantastische Unterstützerin ist.
00:18:11: und warum ist es so?
00:18:12: weil sie mir eben nichts rät sondern weil sie mich zuhört und hört was ich möchte Ich sag mal, mich in die Richtung bringt.
00:18:24: Die ich möchte.
00:18:25: also das war auch damals bei Indian so.
00:18:27: Also meine Schwester habe ich früher eingeweiht und dann natürlich Matthias mein Partner Und meine Trainerin die damals eben auch schon gesagt hat Kerstin überall wo du bist wird moderiert wird diskutiert macht doch man Diskussionsform als.
00:18:41: ich hab sehr genau geguckt Wer sind die Unterstützer?
00:18:45: Und die nicht unterstützen Menschen oder die, die kritisch waren.
00:18:49: Die Befürchtung hatten den habe ich davon am Anfang einfach gar nichts erzählt.
00:18:53: und das kann ich nur jedem raten.
00:18:55: wenn ihr einen großen Schritt macht wo ihr wisst da sind viele menschen sage ich mal oder es gibt eben die Bedenkenträger erzählt ist ihnen nicht anfang weil sie können so massiv dagegen hauen dass vielleicht euer ganzer plan eure idee dass die einfach dass sie die fallen lassen und es wäre schlimm Weil wir wollen ja das machen, was zu uns passt und zu uns gehört.
00:19:19: Kerstin in der Ausbildung haben wir ganz viel über aktives Zuhörn gesprochen und haben da ganz viel drüber gelernt.
00:19:25: Da sehe ich jetzt gerade wie wichtig das auch ist und was man mit dem aktiven Zuhören auch bewirken kann.
00:19:32: weil wie du sagst ich kann natürlich immer jemandem versuchen eine kluge Meinung die aber meine Meinung ist aufzu... drücken oder mitzuteilen, aber eigentlich ist das ja viel schöner.
00:19:44: Oder wahrscheinlich für einen Gesprächspartner viel hilfreicher, weil man sagt ich höre von dir dein Wunsch ist es und du bist überzeugt davon dass genau und einem dann so Zweifel vielleicht auf eine andere Art begegnen zu können.
00:19:58: Wie meinst du was jetzt mit zweifeln?
00:20:00: Die
00:20:00: zweifel artest du ja sicher.
00:20:02: Ach so!
00:20:02: Ah
00:20:03: okay Ja natürlich
00:20:04: Geh doch schon wie du sagst.
00:20:05: also wenn du jetzt jemanden gehabt hättest der sagt Sag mal bitte vorsichtig, oder das macht man so.
00:20:09: Aber nicht!
00:20:10: Das ist einfach viel zu riskantisch.
00:20:12: Dann hättest du wahrscheinlich anders reagiert als wir in der Diskussion mit deiner Schwester die sagt ich höre von dir, es ist wichtig dass
00:20:20: genau also absolut absolut dieses wie wir können ja also das aktive zuhören führt hier dann wirklich auch dazu dass wir uns selber reden hören und uns in unserer eigenen Entscheidung die wir teilweise schon intuitiv getroffen haben uns aber, weil der Verstand sich einschaltet nicht trauen.
00:20:39: Dass wir das selber hören wie wir sprechen und daraufhin nochmal die Entscheidung festigen können.
00:20:46: Interessante Herangehensweise!
00:20:49: Jetzt ist meine nächste Frage.
00:20:50: ich sehe es gerade ökonomisch formuliert.
00:20:52: Das ist aber gar nicht so gemeint.
00:20:54: Die Frage wäre du bist ja diesen Schritt dann gegangen?
00:20:58: Und wenn man das so retrospectiv bespricht, dann ist das immer ganz viel Sonnenseite.
00:21:03: Aber das ist ja immer ein Weg dahin.
00:21:05: Ich hab noch keinen gehört oder mit keinem gesprochen, wo das irgendwie einfach war.
00:21:09: Diese etwas ökonomische Frage ist was hast du bezahlt für diesen Schritt?
00:21:14: Was von außen vielleicht niemand gesehen hat und ich meine es jetzt gar nicht ökologisch.
00:21:18: aber irgendwie ist mir diese Formulierung so eingefallen.
00:21:21: also im Sinne von was hat's bedeutet?
00:21:23: Du bist den Schritt irgendwann gegangen, du bist der Stimme auf der Schulter gefolgt die dir gesagt hat oder dem Zug der dir gesagt hat, das zieht mich jetzt in diese Richtung.
00:21:33: Die muss ich nachgeben?
00:21:35: Aber das ist ja sicherlich nicht ohne Schattenseite.
00:21:38: Absolut nicht!
00:21:39: Und ich sage mal so... Ich weiß nicht ob wir gestern drüber gesprochen haben oder heute morgen beim Frühstück mit meiner Freundin haben wir irgendwie auch noch einmal über Lebenswege gesprochen.
00:21:48: und da habe ich auch gesagt finanziell, ich werde es nie wissen und ich bin ja auch noch nicht am Ende meines Weges.
00:21:56: Für den Moment muss man wahrscheinlich festhalten, wenn man sich anguckt... Ich hab nicht schlecht verdient im Ministerium.
00:22:03: Dann natürlich die ganzen positiven Eigenschaften, die auch mitkommen durch eine Verbeamtung.
00:22:07: Also ich meine das fängt beim Kredit an, den ich total einfach bekomme.
00:22:13: Ja ja also so dann Krankenversicherung privat, total günstig zahle ich jetzt weiß ich nicht.
00:22:22: Also einfach viel mehr sind ja diese versteckten versteckten Vorteile oder die, die man erst mal nicht für sich so direkt bilanziert.
00:22:29: Ich meine, Pensionen... ich kann ein bisschen was mitnehmen.
00:22:32: kurzum also finanziell weiß man nicht wie es sich ausgeht weiß man nichts.
00:22:38: ich bin davon überzeugt weil das eben zu mir gehört dass es sich auch finanzielle in the long run absolut lohnt wird.
00:22:45: da bin ich noch nicht ganz so.
00:22:48: wie gesagt gerade mit diesen pensionszahlungen was hat es gekostet?
00:22:53: Naja, also ich sag mal so dass selbst ständig sein hat natürlich auch seine Schattenseiten.
00:22:59: Da brauchen wir jetzt nicht drüber zu sprechen.
00:23:01: Also gerade am Anfang als ich dann mit meiner Moderationskarriere gestartet bin... Ich hab erst... Ja, ich weiß nicht ob ich das erzählen soll.
00:23:10: Als ich rausgegangen bin war es so, dass ich einen befreundeten Unternehmer angerufen habe und gesagt habe Tim!
00:23:15: Ich mach' das jetzt!
00:23:17: Hast du ein Job für mich?
00:23:19: Das heißt, ich bin nochmal ganz kurz es angestellt in Verhältnis gegangen und habe dann so vier, fünf Monate auch moderiert bevor ich wirklich in die Selbstständigkeit gegangen bin.
00:23:28: Also
00:23:28: nochmal einen Zwischenschritt?
00:23:29: Richtig!
00:23:30: Den
00:23:30: ja relativ viele machen, weil irgendwo von muss die Butter- und das Brot bezahlt
00:23:35: werden.
00:23:35: Ich hatte die Entscheidung getroffen, ich hab noch mal diesen Zwischenschritt gemacht und bin dann relativ zügig nach einem halben Jahr in die selbstständigkeit gegangen.
00:23:44: Und naja, Moderation ist ein schon auch kurzfristiges Geschäft.
00:23:48: Immer wieder so kriege ich jetzt die Aufträge.
00:23:51: funktioniert das also das war sicherlich eine Schattenseite mit der ich auch erst mal lernen musste umzugehen.
00:23:57: dann eine zweite Schattenseite ist auch dass wenn wir nun mal bei Moderation bleiben es gibt ja so das Veranstaltungsjahr da was im Mai und Juni wahnsinnig viel Stress September, Oktober, November.
00:24:11: Wahnsinnig viel Stress und Veranstaltung und hast du nicht gesehen?
00:24:15: Aber dann im Januar und Februar war ich total unruhig und dachte so oh wie geht jetzt das ja weiter kommt da noch was und so.
00:24:23: also dass auszuhalten das ist natürlich nicht einfach.
00:24:27: umgang mit absagen furchtbar ist auch heute noch ein stück weit ruhig wobei ich da glaube ich gerade einen wahnsinnen schritt auch nochmal mache Ja.
00:24:36: Okay, super!
00:24:37: Jedenfalls... Also das sind so ein paar Schattenseiten und es war jetzt nur finanziell nicht.
00:24:41: Das geht ja auch darum?
00:24:43: Es war nur eine so formulierte Frage.
00:24:45: Es ging gar nicht so um das Finanzeichen
00:24:46: sondern eher
00:24:47: um was hat's dich auch an Anhaltung, an innerliche Einstellungen?
00:24:52: Was hat sich da gekostet?
00:24:54: An Überzeugungen die du vielleicht neu aufstellen musstest oder wo du sagen musstest okay ich Ich bin da jetzt als Unternehmerin natürlich ganz anders unterwegs.
00:25:03: Ja, da glaube ich tatsächlich das genau umgekehrt ist.
00:25:05: also da glaube dass es auf dieser ganzen nicht ökonomischen Seite mich ausschließlich gestärkt hat weil ich ja zunehmend mehr in Einklang mit meinen Werten leben konnte und kann.
00:25:21: Und was für mich wahnsinnig interessant war, ich bin ja dann aus dem Ministerium raus gegangen kriegen auch viele Kommunikationsmethoden von mir mit und müssen auch durch manches... Überraschung.
00:25:33: ...überraschungen, genau!
00:25:34: Also kurz um ich habe die dann wirklich gefragt, Jungs wie ist das eigentlich für euch?
00:25:39: Dass Mama jetzt aus dem Ministerium raus ist?
00:25:42: Und damals hat es, werde ich nicht vergessen der Yannick Der war ja, der war zehn Und dass mit des Erste was er gesagt hat ist, Mama ist glücklicher.
00:25:54: Also selbst wenn ich das jetzt noch erzähle, kriege ich richtig Gänsehaut.
00:25:59: Auf der ganzen Seite war es wirklich ausflüssig haben mehr mit meinen Werten in Verbindung sein die leben können.
00:26:06: Glücklicher sein auch mehr für meine Kinder da sein interessanterweise obwohl ich mehr gereist bin.
00:26:11: Das ist ja auch ein interessantes
00:26:12: Fall.
00:26:12: Ja also das auch nochmal als Appell an alle Frauen und Mütter vor allen Dingen.
00:26:17: wir haben ja finde ich eine Tendenz immer erst die Familie und denen geht's gut usw.. Bei mir war es tatsächlich so, je mehr ich die Dinge gemacht habe und das war einfach in dem Moment die Moderation und beruflich zufrieden zu sein.
00:26:32: Je mehr ich das gelebt habe, je besser war das auch für meinen Familiensystem weil ich flexibler geworden bin wie gesagt mehr Spaß hatte.
00:26:44: Ich war auch nicht mehr so oft krank.
00:26:46: Interessant also ich war einfach nicht mehr...ich war dann einfach gesund.
00:26:50: Und was ich auch total bemerkenswert finde, ist egal wie klein Kinder sind.
00:26:54: Sobald sie kommunizieren und sich artikulieren können, wenn man die fragt zu so eigentlich sehr ernsten und nicht kindgerechten Themen.
00:27:02: Was da oft für Weise und kluge und gut beobachtete Rückmeldungen kommen, das find ich ganz interessant.
00:27:09: Sondern ruhig machen!
00:27:09: Also man kann die ruhig mal nach ihrer Meinung fragen, die werden dann schon in ihrer altersgerechten Art uns etwas zurückspiegeln wo wir zuhören dürfen
00:27:19: Absolut!
00:27:20: Also ich glaube, Kinder sind da wahnsinnig spürig.
00:27:22: Ich habe ja einfach nur gefragt wie ist es für euch?
00:27:24: Ja also das war ja so gesehen was eine kindgerechte Frage.
00:27:28: die Art und Weise wie tief der Janik geantwortet hat und was er da eben beobachtet hat Das war ja für mich die Überraschung.
00:27:35: natürlich auch eine wahnsinnige Entlastung
00:27:37: Ja kann ich mir vorstellen
00:27:39: Weil ich hab ja schon gedacht naja du reißt jetzt mehr also schon so dieses Ding Du mutest deinen Kindern auch einiges zu.
00:27:47: Gleichwohl, meine Eltern sind halt gekommen.
00:27:49: Auch das war eigentlich noch mal fast ein zusätzlicher Mehrwert im Sinne von.
00:27:54: da sind einfach dann viele unterschiedliche Menschen die mein Jungs auch mit großgezogen haben.
00:27:58: Da halte ich es gerne mit diesem... Ich glaube ist ein indisches Sprichwort oder?
00:28:01: Es braucht ein ganzes Dorf um Kinder großzuziehen und das habe ich dann noch mehr gelebt!
00:28:09: Kerstin, ich kenne deine Jungs, sie sind toll geblieben.
00:28:12: Das Dorf hat funktioniert.
00:28:14: Super, eins-a funktioniert und wahrscheinlich auch besser als wenn ich das alleine gemacht hätte oder noch mehr.
00:28:22: Ja also ich glaube da fest daran dass viele Bezugspersonen mit einer Stabilität die es natürlich darunter liegend braucht, dass viele unterschiedliche Bezugspersonen genau, dass das für Kinder gut ist.
00:28:33: Hast du denn nochmal gedacht?
00:28:35: Ui!
00:28:36: Das war ein Fehler.
00:28:37: Tatsächlich nicht!
00:28:39: Nein, tatsächlich nicht.
00:28:40: Nein der war einfach nicht da.
00:28:42: ich überlege noch mal einen Moment nicht dass sich hier etwas erzähle was nicht stimmt.
00:28:53: Ich kann mich nicht erinnern.
00:28:54: Ich habe sicherlich manchmal gedacht oh Gott das ist ein Berg dass ich vielleicht überlegt habe, das war jetzt nicht unbedingt der einfache Weg.
00:29:05: Oder natürlich die Gedanken wie schaff' ich das?
00:29:09: Oder auch schaff', ich
00:29:11: das?".
00:29:12: Ja also diese Gedanken kamen durchaus und kommen hier unter...
00:29:19: Sind die wiederkehre?
00:29:20: Ja,
00:29:21: absolut!
00:29:22: Natürlich!
00:29:22: Nee, meine ich ja gerade.
00:29:23: Ich glaube,
00:29:24: du schaffst nicht.
00:29:25: Okay, ich schaff's doch.
00:29:27: Genau, genau.
00:29:28: Also die kommen... Ja und ich glaube das ist normal.
00:29:33: Das denkt aber möglicherweise auch jeder Angestellte der viel auf den Tisch hat.
00:29:39: Da hat es natürlich bei Selbstständigen noch mal eine andere Dimension da ist ein anderer Druck in der Pipeline.
00:29:44: Das ist einfach faktisch so.
00:29:46: Und insofern die Entscheidung habe ich tatsächlich nie hinterfragt.
00:29:51: mehr so.
00:29:52: okay.
00:29:53: also dass jetzt Anspruchsvoll, was du dir da überlegt hast oder den Weg, den du da für dich entschieden hast.
00:30:01: Du hast jetzt ja sozusagen zwei Mal das ein sicheres Teil verlassen einmal auf der beruflichen Ebene und dann auch auf einer privaten Ebene.
00:30:11: damit dass ihr euch da getrennt hattet hat sich dein Blick auf das Thema Sicherheit über die Zeit verändert.
00:30:19: Wie meinst du das?
00:30:20: Kannst du es noch mal...
00:30:23: Du hast ja eingangs gesagt, dass du eine Abenteuerliste
00:30:26: bist.
00:30:26: So meinst ihr das!
00:30:27: Und jetzt hast du ja abenteuerlustig.
00:30:29: aber du hattest zwei Settings die relativ sicher oder planbar waren und beide Settings hast du verlassen und das verändert den Blick zum Fläufig.
00:30:39: wie hat sich dieser Blick auf so eine Sicherheit, die ja manchmal vielleicht auch nur eine vermeintliche Sicherheit ist zu der wir ja manchmal streben wollen.
00:30:48: Wie hat sich das verändert?
00:30:50: Ein bisschen hast du schon angerissen, aber ich möchte dazu noch mal nachhaken.
00:30:53: Okay!
00:30:53: Da hast du wahrscheinlich schon mehr entdeckt als ich, als ich entdecke dass du sagst Ich habe da schon was angedeutet.
00:31:00: Ich frag mich ist es wirklich das Thema Sicherheit?
00:31:03: also steht dem ich verlasse ein System Sicherheit gegenüber.
00:31:09: Ist das das Pondant oder ist es das Thema Verlässlichkeit und Kontinuität.
00:31:17: Also was meine ich damit?
00:31:18: Wenn ich, sag mal aus einem System rausgehe, wenn ich das Ministerium verlasse ist einfach wahnsinnig viel neu!
00:31:24: Ich muss mich ja neu erfinden.
00:31:26: Alles ist neu.
00:31:28: Was ich mache wie ich es mache also alles ist neu.
00:31:31: wo?
00:31:33: wieviel Kontinuität und Stabilität braucht's auch in einem Leben wenn nicht mich salopp gesprochen immer wieder neu erfinde?
00:31:43: Und das ist etwas, wo ich mich... Also was ich mich im Moment einfach so frage.
00:31:49: Wie viel Basis?
00:31:50: Wie viel Kontinuität und Stabilität braucht es?
00:31:54: Ich kann sagen dass ich vielleicht nicht die Stabilität hatte wie andere Menschen im Sinne von über eine stabile Ehe oder das.
00:32:06: aber ich hatte eben wahnsinnig viel Stabilitäts auch wieder in dem größeren System, also im Sinne von... Ich habe eben schon meine Schwester genannt.
00:32:16: Meine Eltern, Kusine, Freunde ja?
00:32:20: Also ich bin jetzt wieder bei meiner Freundin die ich aus dem Kindergarten noch kenne.
00:32:24: Da ist einfach wahnsinnig viel Kontinuität.
00:32:29: und auf einer anderen Ebene, ich sag mal Menschen, die mich trage.
00:32:35: Ja
00:32:36: genau!
00:32:38: Ja, ich weiß.
00:32:38: Sie hat das auch was mit Sicherheit zu tun?
00:32:40: Hilf mir!
00:32:40: Ja, finde ich schon, weil sie mir Sicherheit um den
00:32:44: Breit aufgestellt sein und das Ganze kontinuierlich zu pflegen.
00:32:49: Du hast daran in unserem Vorgespräch auch noch etwas ganz Interessantes gesagt und das finde ich ist auch ein ganz wichtiger Aspekt.
00:32:57: du sagst wenn du feststellst dass dir ein System nicht
00:33:00: gut tut
00:33:02: dann bist du mutig genug, dieses
00:33:04: System zu
00:33:04: verlassen.
00:33:05: Und das finde ich einen ganz, ganz interessanten und wichtigen Punkt weil ich glaube, ganz oft stehen wir an so einem Punkt oder sind in so einer Situation aber dann braucht es ja nochmal total viel den nächsten Schritt zu gehen.
00:33:18: und das fand ich sehr, sehr spannend dass du das im Vorgespräch erwähnt hast Dass du darin gut bist oder dass du weißt Das ist wichtig und richtig
00:33:26: für
00:33:26: dich zu sagen bis hierher und dieses System ist jetzt nicht mehr das Richtige für mich finde ich mutig genug rauszugehen.
00:33:34: Das handelt sich selben bergstwärt.
00:33:36: Danke schön.
00:33:37: und ja, das ist möglicherweise etwas was mich auszeichnet.
00:33:42: die Frage ist ja auch wie kommen wir da hin?
00:33:45: Und ich glaube dass es erstmal auch mit einer wahnsinnigen Ehrlichkeit uns selber gegenüber beginnt Wie gesagt im Ministerium.
00:33:54: Also es war auch eine tolle Zeit, muss man sagen in den Ministerien das möchte ich jetzt nicht dass das irgendwie falsch rüber kommt.
00:34:00: Ich hatte wahnsinnig gute Phasen Tolle Kollegen und Kolleginnen.
00:34:05: also das ist überhaupt gar kein System sage ich mal was irgendwie an sich verwerflich ist.
00:34:10: Im Gegenteil als ich Mein Assessment-Center hatte im Ministium, hab ich gerade erzählt.
00:34:15: Das ist ja Wahnsinn!
00:34:17: Was hier für Topqualifizierte Leute sind?
00:34:19: Alle wahnsinnig viel internationale Erfahrungen, ja also toptoptop unglaublich intellektuell all das so dass mal vor der Klammer Und jetzt muss ich gucken, dass ich nicht den Faden verliere.
00:34:33: Du hattest Gefahr so genau mit diesem System!
00:34:34: So und gleichzeitig habe ich irgendwann gemerkt, dass... Ich sag mal so weißt du wenn ich eine Erkältung hatte oder sowas dann war ich halt nicht ne Woche krank sondern dann waren es drei Wochen.
00:34:46: Ja also das war einfach sehr viel länger als das normalerweise der Fall ist.
00:34:53: Da hab' ich gemerkt irgendetwas stimmt fundamental nicht.
00:34:58: Ich habe auch, obwohl ich viel gerne arbeite.
00:35:02: Gabs viele Kritikpunkte die ich hatte weil wie gesagt ich das Gefühl hatte da werden meine Werte nicht, die kann ich da einfach nicht so... Das passt nicht von den Werden her so will ich mal sagen.
00:35:13: Ich hab's eben gesagt dieses Leistungsprinzip und so weiter.
00:35:17: also es fängt ja erstmal an mit so einer Ehrlichkeit die man sich selbst gegenüber auch eingestehen muss.
00:35:23: und dann ist halt die Frage Wie weit bin ich bereit zu gehen?
00:35:27: Ja.
00:35:28: Wie viel Risiko, vielleicht auch ein Anführungszeichen-Risiko, nehme ich auf mich und wie weit gehe ich jetzt?
00:35:35: Oder besser finde ich die Frage, wie treu bleibe ich mir?
00:35:40: Ganz gut!
00:35:42: Und da bin ich sehr konsequent, darf ich inzwischen sagen.
00:35:47: Interessanterweise als ich hier zu dir gefahren bin habe ich mir natürlich noch mal so ein bisschen Gedanken gemacht.
00:35:51: umut und dies und das... Als ich in der vierten Klasse war Ich werde es nie vergessen, haben wir im Sportunterricht ... Sind wie über einen ... Wie hast du so ein Bock gesprungen?
00:36:03: Oder über so einen Kasten.
00:36:04: Und eine Freundin von mir hat damals sich verletzt und die Lehrerin hat keine Hilfestellung gegeben.
00:36:13: Ich hab mich da total darüber aufgeregt, weil ich's auch ungerecht fand.
00:36:16: Dann bin ich nach Hause und hab das meiner Mama erzählt, die auch Lehrerin ist!
00:36:20: Ohne hab ich gesagt, man muss die denn nicht Hilfestellung geben und so weiter.
00:36:23: Und dann hat meine Mama gesagt natürlich musst du Hilfestellen
00:36:26: geben.".
00:36:26: Ich also wieder gestärkt zur Lehrerin zurück und habe gesagt sie hätten Hilfesteller geben müssen und dann hätte meine Freundin sich nicht vernetzt!
00:36:34: Ja also da hatte er nein oder das musste überhaupt nicht kurz um.
00:36:37: Sie hat sich so darüber aufgeregt dass ich ihr widersprochen habe.
00:36:41: Ich weiß nicht ob es noch ein paar andere Dinge gab in der vierten Klasse.
00:36:44: alle durften Plättchen kleben draußen an der Wand und die Wand schön machen Und wer saß im Klassenraum?
00:36:50: Kerstin, weil ich den Mund aufgemacht
00:36:54: habe.
00:36:55: Ich habe widersprochen und ich hab auch ein Gymnasium widersprochen als eine Schulkameraat plötzlich Hausaufgaben an der Tafel anschreiten sollte wo ich wusste die haben wir überhaupt nicht auf.
00:37:07: Da sagte meine Frau Kerstine sagst du nicht.
00:37:08: und dann sage ich und ich sag's doch!
00:37:10: Und habe ich es gesagt, dann bin ich an die Tafel gekommen und habe mir Vier kassiert.
00:37:13: Es ging aber weil ich sonst einigermaßen gut in der Schule war.
00:37:17: Aber dieses Ding, ich glaube so einen Gerechtigkeitsempfinden... Ab einem bestimmten Punkt bin ich mein Wertenteuer.
00:37:22: Meine Frage ist nicht was ist mein Risiko?
00:37:24: Sondern meine Frage ist dann wie viel bin ich mir wert?
00:37:28: Wie viele sind mir meine Werte wert?
00:37:30: Ja!
00:37:31: Und wie sehr stehe ich dafür ein und verbiege mich
00:37:34: nicht?!
00:37:34: Das ist also meine Haltung.
00:37:36: Es ist eine Haltungsfrage und ich glaube, dass das für ganz viele Lebensthemen geht gilt.
00:37:43: Wir dürfen uns fragen ja was eigentlich unsere Haltung dazu?
00:37:49: Wie stehe ich zu diesem Thema?
00:37:50: Das
00:37:50: ist sehr schön zusammen.
00:37:52: Danke schön!
00:37:53: Also ein flammendes Plädoyen sozusagen für Haltung aber sicher natürlich weil Ich glaube, sonst werden wir einfach krank.
00:38:01: Wenn wir dauerhaft unsere Werte nedieren ... Das wird sich irgendwie zeigen und möglicherweise werden wir dann auch
00:38:09: krank?
00:38:09: Ja, Krankheit und Unwohlsein und lange Phasen wo man nicht so leistungsfähig ist wie man weiß dass man sein könnte sollten eigentlich schon so ein Zeichen sein.
00:38:18: Absolut!
00:38:20: Das ist jetzt eigentlich also Haltung, ein ganz gutes Thema oder ein ganz gutes Stichwort für meine nächsten Fragen.
00:38:27: Die uns jetzt wieder ein Stück weit zurückführen auf die Bühne!
00:38:29: Okay, ah ja, endlich!
00:38:32: Es sind ja super spannende Fragen, die du bisher schon gestellt hast – ganz toll!
00:38:37: Genau, wie du es ja schon gesagt hast, das ist oft nicht so planbar was so passiert.
00:38:43: Situationen sind auch nicht vorhersehbar und ich habe in der Ausbildung bei dir Ganz viel gelernt, dass das Thema Moderation auch ganz viel mit Improvisationen zu tun hat.
00:38:54: Absolut!
00:38:55: Sogar mit Improvisationstheatern.
00:38:58: Total!
00:38:59: Wahnsinnig spannend und das hatte ich mir am Anfang tatsächlich gar nicht so klar gemacht.
00:39:03: aber moderieren bedeutet natürlich auch ganz viele eine Situation verändert sich in einer Richtung wie man sie nicht vorgesehen hat.
00:39:10: Man muss diese Situation annehmen und dann einfach weitermachen.
00:39:14: Richtig
00:39:15: Warum ist Improvision so erfrischend?
00:39:18: Warum ist das für so ein Publikum so erfrischend anzuschauen oder anzuhören?
00:39:23: Also weil man einfach merkt, es ist nicht geskriptet.
00:39:25: Und wir wollen ja etwas haben was ... Man sagt immer so schön authentisch Ja aber wo wir spüren da ist... Das ist einfach echt und bei Improvisationen merken wir halt dass is echt Echt und unverstellt.
00:39:42: Genau, also ich mein du merkst ja auch möglicherweise reagiere ich an der einen oder anderen Stelle anders als du gedacht hast und so und ich glaube es macht uns doch beide wach oder?
00:39:51: Es macht
00:39:51: auch Spaß!
00:39:52: Genau eben, es macht auch spaß weil wie gesagt diese ganze Planbarkeit ist ja irgendwie auch langweilig und ich weiß nicht ob ich mal ein paar Beispiele nennen soll oder deine Frage war eher warum mag das Publikum das so sehr... Du kannst
00:40:05: vielleicht sagen, welcher Moment auf der Bühne dich am meisten überrascht hat.
00:40:09: Das ist etwas was das ganz gut überleitet.
00:40:12: Sag mal so... Ja ich hab total also nicht tausend aber auf jeden Fall viele Beispiele.
00:40:18: Ich glaube eine Sache die ich... Also wirklich!
00:40:22: Ich muss jetzt schon lachen.
00:40:23: Da war es so, da waren wir auf einer Bühne und dann ist der Gast runtergegangen.
00:40:28: Und hat ein Stück von der Bühnen sozusagen mitgenommen.
00:40:31: das war halt da vorne.
00:40:32: so ja genau
00:40:33: genau!
00:40:34: Das war vorsichtig gesagt überraschend weil absolut ungeplant was dann ziemlich... Cool war, wie ich finde.
00:40:42: Das war also eine Veranstaltung mit Ingenieuren.
00:40:45: Ich moderiere auch ganz viel für den VDI, den Verband Deutscher Ingeniöre – ganz tolle Kunde und tolle Menschen!
00:40:51: Und jedenfalls habe ich dann gesagt ... Also der hat dann gesagt, ah ja Moment, ich mach's wieder dran sozusagen, also hab direkt die Lösung!
00:40:58: Und da habe ich so gedacht, naja das ist ja Wahnsinn jetzt hier in die Bühne bricht ein Stück weit zusammen aber natürlich der Ingenieur, dem is nix zu schwer... Nichts zu schwer.
00:41:07: Und der bringt es direkt wieder in Ordnung, ja?
00:41:10: Und er hat natürlich alle gelacht!
00:41:11: Es war einfach cool was sich daraus entwickelt hat und deswegen liebt das Publikum Überraschungen weil da können sich viele witzige Sachen draus ergeben und wir bergen einfach... Das ist echt!
00:41:23: Das merkt man sich
00:41:25: noch?
00:41:26: Ja, weil wie gesagt das Abgelesene.
00:41:29: Ich überlege gerade auch so ein bisschen, ob das Publikum so denkt.
00:41:34: Gucken wir jetzt mal... Wie
00:41:37: lässt es jetzt auf?
00:41:38: Richtig!
00:41:39: Richtig nicht im Voyerismus, aber dass man gucken will wie die mit der Situation umgehen.
00:41:46: Kerstin was war dein schlimmster Bühnenmoment?
00:41:49: Den gab's bestimmt auch.
00:41:52: Den gab´s absolut auch.
00:41:53: Mein schönster Buhnenmomend sich auf etwas Positives entwickelt hat oder verwandelt hat, war... Ich glaube ich hab's auch schon bei einer Ausbildung erzählt.
00:42:04: Da habe ich zwei, ich sag mal so schön, Diskussionsgäste verheiratet im Sinne von genau!
00:42:13: Genau, ich habe eine Staatssekretär von der FDP, muss ich selber auch schon machen.
00:42:20: und dann die Dame von der SPD, die hatten ähnliche Namen aber nicht die gleiche.
00:42:27: Als ich sie dann anmoderiert habe, ich moderiere gerne frei an und da war anscheinend auch viel los, ich sag mal in meinem Kopf.
00:42:35: Ich hatte Momentimeter und noch ein iPad und Studio und Hybrid.
00:42:39: und hast du nicht gesehen jedenfalls?
00:42:42: War viel los und ich hab' die verheiratet.
00:42:45: Genau!
00:42:45: Und mein Inneres sagte Oh Gott, du bist Profi-Moderatorin.
00:42:50: Dir darf sowas nicht passieren.
00:42:52: Boden geh auf!
00:42:53: Also das war... Genau?
00:42:55: Nach außen habe ich gesagt Ops, kleinen Versprecher und was dann für mich total spannend war, war was sich daraus ergeben hat nämlich dass es Also danach waren irgendwie allen locker.
00:43:07: Alle haben aufgeatmet und das war auch was, also es war ja hybrid.
00:43:10: aber ein paar Leute haben natürlich da auch gestanden und uns zugeguckt und haben einfach gesagt Das war insofern cool weil plötzlich durften alle mensch sein Man durfte Fehler machen
00:43:19: Es ist ja auch eine stückwärtige Spannung Total!
00:43:22: Total Wahrscheinlich war meine Spannungen dann auf weg, weil ich glaube jetzt ist sowieso alles zu spät Und äh Ja, das ist nachher eines meiner besten Kunden geworden dass wir souverän sind und das was können, das können wir an anderer Stelle dann.
00:43:35: Ja
00:43:35: es kann einfach passieren.
00:43:36: Richtig!
00:43:37: Wir sind alle Menschen, wir sind alle menschen... Und insofern ja also das war schon ein richtiger, richtiger Schreckmoment da habe ich mich echt schlecht gefühlt.
00:43:47: Hat sich denn auf der Bühne mal jemand komplett anders verhalten als du
00:43:52: es erwartet hattest?
00:43:53: Auf jeden Fall, auf jeden Fall!
00:43:56: Teil doch auch!
00:43:57: Also Klassiker im Vorgespräch super.
00:44:01: Ich sag mal eloquent und denkst in den Top-Gast, der bringt Schwung rein.
00:44:07: Und wie er sich ausdrückt und alles super!
00:44:10: Der ist dann erstaunlicherweise auf der Bühne doch auch plötzlich ein bisschen eingeschüchtert.
00:44:16: Und ich sag mal krieg kaum Wort raus.
00:44:19: Das habe ich häufiger mal dass die Menschen obwohl so einen Vorgesprecher gewinnbringend ist im Sinne von ich kann den anderen schon etwas einschätzen aber das Menschen sich dann auf der bühne noch anders verhalten als Vorgespräch.
00:44:31: Das finde ich immer wieder erstaunlich.
00:44:32: und umgekehrt habe ich es auch schon erlebt, dass ich so dachte... Okay also ich sag mal... Schauen
00:44:38: wir mal!
00:44:38: Du hast den Merkant da schon sagen und dann hatte
00:44:39: die auf zu reden?
00:44:40: Genau, genau.
00:44:41: Also ich meine wenn wir in der Ausbildung natürlich über innere Haltung und so weiter gesprochen, natürlich bin ich allen Gästen positiv gesonnen das ist klar.
00:44:47: aber man hat ja doch eine gewisse Einschätzung wie jemanden wie der Beitrag ist, wie sich dann noch die Moderation anpasst.
00:44:53: Also das ist so ein Klassiker, dass Ich da immer wieder überrascht bin Menschen auf der Bühne dann anders sind als im Vorfeld.
00:45:01: Das
00:45:02: ist schon interessant, was denn auch so ein Publikum mit einem macht?
00:45:06: Total!
00:45:06: Was die
00:45:07: Tatsache eines vollen Raumes oder die Tatzache einer Kamera und hellem Licht und Technik, was das mit Menschen macht.
00:45:16: Total.
00:45:17: also bei mir war es auch so dass möchte ich an der Stelle auch noch mal sagen dass ich natürlich wirklich inzwischen souverän, ich bin souveräne etc.
00:45:25: Aber das war nicht immer so als ich noch junger Referentin war und irgendwann mal aus dem Publikum heraus eine Frage gestellt habe.
00:45:33: Das waren vielleicht hundert Leute im Raum Und dann war es klar... Ich komme sagen wir mal als Übernächste dran.
00:45:38: Es hatten sich mehrere Leute gemeldet.
00:45:39: Da hab' ich richtig gemerkt.
00:45:42: Bo-Boom!
00:45:43: Bo-Boom!
00:45:43: Mein Herz war also hier oben und ich dachte so Kerstin warum?
00:45:48: Einmal in deinem Leben deine Klappe halten.
00:45:50: Aber
00:45:50: das geht ja nicht!
00:45:51: Das haben wir schon gelernt, genau.
00:45:53: also kurz um super super aufgeregt.
00:45:56: ich habe dann trotzdem die Frage gestellt und insofern man kann diese Souveränität auch lernen und das war vielleicht nochmal an der Stelle weil ich immer oft gefragt werde Menschenmoderationen kann man das eigentlich lernen?
00:46:08: Und da sage ich ganz klar Ja und nur weil ich aufgeregbt bin vor Publikum zu sprechen oder nicht?
00:46:13: die Bühne Von Anfang an Liebe?
00:46:16: heißt es nicht, dass man kein Bühnenmensch ist oder auf der Bühne eben nicht gut
00:46:20: und
00:46:21: ich wollte unerfolgreich sein kann.
00:46:22: Guck
00:46:22: mal das passt perfekt!
00:46:26: Du hast das vorher nicht gewusst?
00:46:28: Aber wir sprechen jetzt über Sprache als im Zeug.
00:46:31: Und dann wollte ich noch einmal nachfragen... Das passt ja das Überleitung sehr gut.
00:46:36: Meinst du, dass es einen Einfluss hat oder dass jemand, Konflikte und Brüche gegangen ist, vielleicht anders mit Sprache und Aufmerksamkeit umgeht.
00:46:51: Ist man vielleicht ein bisschen geduldiger oder ein bisschen aufmerksam?
00:46:54: Oder ein besserer Zuhörer zuhören da?
00:46:57: Also ich glaube das Menschen die Brüchen hatten haben für mich natürlicherweise auch häufiger einen Perspektivwechsel nicht ja nur durch.
00:47:08: Also wir haben ja eine neue, wie soll ich sagen, ein Perspektivwechsel durchlebt sozusagen und ich glaube dass dieser Perspektivechsel hilft eher den anderen auch zu verstehen und nicht mehr so sehr auf andere Menschen zuzugehen und zu sagen also ich habe einfach recht und ich finde dieses Rechthaben das ist auch ein großes Problem was Einfach das sehen wir in der jetzigen gesellschaftlichen Situation auch.
00:47:39: Menschen haben einfach das Gefühl, sie haben Recht und da gibt es auch keine andere Meinung dazu und ich finde dass das etwas sehr Konfrontatives hat wenn nicht aber mit der Einstellung und also deswegen hat für mich Kommunikation auch wieder wahnsinnig viel mithaltung zu tun.
00:47:54: Wenn ich auf dich zugehe und sage es könnte auch sein was die monatrecht hat einfach mal so als Arbeitshypothese, dann gehe ich ja mit dem was du sagst ganz anders um.
00:48:06: Ich höre dir zu, ich lasse das rein, ich gucke, was könnte denn jetzt da dran sein?
00:48:11: Also Menschen die Brücher
00:48:13: hatten,
00:48:14: die sind von der inneren Haltung etwas offener.
00:48:20: also alles ist nur eine Tendenz.
00:48:22: außerhalb kann man auch nicht verallgemeinen, aber es ist so meine Erfahrung.
00:48:24: Schon!
00:48:25: Es könnte ich mir gut vorstellen dass das in diese Richtung geht.
00:48:29: Du nennst dich ja auch Brückenbauerin über das Thema Sprache.
00:48:33: Das ist natürlich ein ganz schöner Anspruch, aber irgendwie auch ein großer.
00:48:38: Und du hast es jetzt gerade schon so ein bisschen angesprochen.
00:48:41: also Kann Kommunikation Konflikte vielleicht nicht verhindern?
00:48:45: Aber positiv beeinflussen und diese Frage kann ich direkt... Ich habe bei dir gelernt zwei Fragen nebeneinander macht man nicht, aber es ist praktisch eine große Frage.
00:48:53: Wo verläuft denn die Grenze zwischen Kommunikations- und Kriegsführung mit Worten?
00:48:59: Oh, eine anspruchsvolle Frage.
00:49:01: Wo verläuft die?
00:49:02: Ja das sind immer die besten Fragen.
00:49:05: Ich glaube also ist so ein bisschen die Frage wo fängt Kriegsführung an verbal?
00:49:11: Das geht ja schon manchmal... Es muss gar nicht verbal sein!
00:49:13: Es geht ja non-verbal los, dass man sich hinsetzt mit verschränkten Armen und irgendwie runtergezummtenen Nondwinkeln und den Kopf schüttelt und sagt ne, also die Kerstin, das geht jetzt alles gar nicht was sie da hinzieht oder was sie dann irgendwie ran bringt.
00:49:27: Ja, wo verläuft die Grenze?
00:49:29: Also wie gesagt ich habe eben schon mal also zu einer brückenbauenden Funktion finde ich gehört einfach die innere Haltung.
00:49:38: Gehört das Zuhören, gehört die Offenheit dass der andere auch recht haben könnte und gehört natürlich auch der Wille ein Kompromiss schließen zu wollen Und sich so zu einigen sage ich mal das für idealerweise das für beide das Wesentliche erfüllt ist.
00:49:59: Und umgekehrt, ist natürlich die Kriegsführung genau dann die Abkehr davon.
00:50:04: also ich weiß von Anfang an dir lasse ich keine Chance.
00:50:09: das habe ich innerlich entschieden für mich ich gehe einfach mit der Einstellung rein.
00:50:14: ich habe recht ich gehe mit der einstellung rein Ich werde gewinnen vielleicht geh ich sogar mit der Anstellung rein.
00:50:23: Das sind ja alles Dinge der Kriegsführung.
00:50:25: Und ich habe auch tatsächlich mal angefangen, eine Mediationsausbildung zu machen und ich fand das hoch interessant dass bei der Kriegssführung... Also es gibt so verschiedene Eskalationsstufen was für mich absolut erschreckend war Zu verstehen da gibt's ein Modell Ich kann jetzt nicht mehr auswendig das in der Stufe also du kannst einen Punkt überschreiten Da ist es so die ist eigentlich egal ob du auch mituntergehst, der Wunsch deinen Kontrahenten kaputt zu machen.
00:50:59: Der ist so stark dass du den eigenen Untergang damit auch in Kauf nimmst und das ist ja.
00:51:07: also es ist absolut absurd.
00:51:10: anscheinend sind wir Menschen dazu fähig und das is natürlich dann das Extrem und Sprache hat da natürlich ein Riesenbeitrag.
00:51:21: Ich kann eben öffnende, einladende Worte sagen oder ich kann die ganze Zeit kleinmachende, vernichtende Wurte gebrauchen.
00:51:30: Wo ... Ich sage mal, du?
00:51:32: Wo wir uns einfach richtig schlecht fühlen!
00:51:35: Absolut!
00:51:36: Und da bin ich halt und setze mich dafür ein dass eben wir eher einladenden Worte gebrauchten das wir den anderen respektieren weil auch das, was wir aus der Ausbildung meiner Grund überzeugend ist.
00:51:52: Wir Menschen wollen gehört verstanden akzeptiert werden respektiert werden und wenn das nicht gegeben ist dann fangen wir an kämpferisch zu werden.
00:52:04: Dann kommt die Axt weil wir wollen gehört werden!
00:52:06: Und wenn du mich nicht hörst dann sage ich es halt nochmal und lauter genau.
00:52:10: und wenn du dich dann nicht verstehst dann fange ich an wozu entwickeln?
00:52:14: möglicherweise Irgendwann dann auf anderen Ebenen mich zu verteidigen,
00:52:23: was
00:52:23: mir wichtig ist.
00:52:24: Weil du hörst es ja einfach nicht und dann kann es sein dass ich auch zur anderen Mitteln greife.
00:52:28: Und deswegen glaube ich das Sprache absolut entscheidend ist.
00:52:32: und was mir gerade einfällt interessanterweise... Ich glaub' es war der dreißigjährige Krieg!
00:52:37: Der ist durch ein Mediationsverfahren also Durchsprache ist er beendet worden.
00:52:44: War ja auch lang genug
00:52:46: Genau, weil lang genug... Aber da sehen wir auch noch mal was Sprache für Fähigkeiten hat.
00:52:50: Für einen Impact hat und ich erinnere mich an ein Training wo nachher oder indem wir hatten so mehrere Module Und nach dem Einmodul Ich habe die Motivergründung gemacht Was ist dir wichtig?
00:53:03: etc.,
00:53:04: kurzum der kam wieder und hat gesagt Weil ich diese Frage gestellt habe Habe ich einen Rechtsstreit verhindert.
00:53:12: Überlegt ihr das mal.
00:53:13: Der war mit dem Kunden kurz davor oder der Kunde auch kurz auf einen Rechtsstreit zu initiieren und weil er eine gute Frage gestellt hat, weil er mit einer anderen inneren Haltung in das Gespräch gegangen ist?
00:53:23: Weil er zugehört hat – all das hat dazu geschwürt, dass der Rechtsstreil verhindert wurde!
00:53:27: Ja da sieht man mal was Sprache vor Macht hat.
00:53:29: Eben genau absolut!
00:53:31: Das hast du sehr positiv unschön jetzt erläutert, was das Brücken bauen für dich und dein Unternehmen bedeutet
00:53:38: dass man
00:53:38: damit auslösen kann.
00:53:39: Ja, vor allem warum es so wichtig ist!
00:53:41: Danke schön, das freut mich sehr.
00:53:45: Wenn man Brücken baut möchte man ja sichtbar werden und wird auch sichtbares.
00:53:50: Und da möchte ich jetzt mal ein bisschen mit dir darüber sprechen.
00:53:53: Das ist ein ganz anderes Thema aber es geht schlussendlich um Wirkung.
00:53:58: Also wer Brückenbaut muss gesehen werden... Da ist mir an dir etwas aufgefallen
00:54:03: was sich sehr
00:54:04: positiv fand.
00:54:07: In deiner Sichtbarkeit und dem, was wir sehen können bist du sehr durchgängig in deiner Farbgestaltung, voll dir persönlich von deiner ganzen Kommunikation.
00:54:17: Von deinem ganzen Auftritt.
00:54:19: Strategie oder Persönlichkeit?
00:54:22: Ganz klar Persönlichkeit!
00:54:24: Ich kann gar nicht anders.
00:54:26: Du kannst gleich noch mal sagen wie du mich empfindest oder diejenigen, die uns zuhören dürfen das auch gerne für sich entscheiden ob ich zum Beispiel den Eindruck mache, nahbar zu sein.
00:54:36: Das ist
00:54:37: z.B.,
00:54:37: etwas was mir gesagt wird, dass ich einfach nahbar bin.
00:54:40: Ist es Strategie?
00:54:42: Weil ich denke, ja dann kommst du besser an!
00:54:44: Nein, das ist absolut meine Persönlichkeit.
00:54:47: Ich sage mal so, ich kann gar nicht anders.
00:54:51: Ja, ich glaube, das beantwortet die Frage.
00:54:52: Das
00:54:52: verantwortet sie und ich würde auch sagen, dass du nahbar bist.
00:54:56: Beeinflussen Farben den Ausdruck unserer Persönlichkeit?
00:54:59: Absolut.
00:55:00: Also vor Moderation, du hast ja gesagt wir wollen auch über Moderation sprechen.
00:55:04: Stehe ich morgens immer vom Kleiderschrank das egal ob in Berlin oder wo auch wenn ich nehme immer mehrere Outfits mit weil ich morgens gucke was gibt mir die beste Energie?
00:55:15: denn wir wollen als Moderator und Moderatoren eine gute Energie auf die Bühne bringen und das kann nicht Nur dann oder ich kann es besser, wenn ich auch eine gute Energie habe und da helfen mir Klamotten und Farben.
00:55:28: Du siehst das jetzt?
00:55:30: Ich liebe Farben die sind einfach auch Teil von mir total und deswegen finde ich das Outfit auf jeden Fall uns unseren Auftritt Präsenz, Souveränität.
00:55:42: Beeinflusst absolut!
00:55:43: Und
00:55:43: das kann an einem Tag was anderes sein als am anderen Tag?
00:55:45: Genau!
00:55:46: Dass die einfach irgendwelche Parameter verändert verschoben haben
00:55:48: und
00:55:49: etwas anders ist als am Tag zuvor... Genau!
00:55:52: ...und da reagieren wir dann einfach spontan auch.
00:55:54: Ganz genau!
00:55:56: Stichwort weibliche Sichtbarkeit.
00:55:59: Du hast mal gesagt dass die Frage oder du hast beantwortet wie viele Frauen auf der Bühne stehen sehr stark von der Branche abhängt.
00:56:09: So im Bildungsbereich sind es Tendenziell.
00:56:13: Jetzt sagst du selbst, VDI, Digitalisierung, KI, Infrastruktur, Wirtschaftspolitik ist eher Männerdominiert?
00:56:22: Das sind Themen die ja unter anderem Steckenpferde von dir sind!
00:56:25: Wie ist es für dich wenn du in so einem Fachdialog vorne stehst und du bist die einzige Frau in der Runde?
00:56:32: Also das hat sich gewandelt.
00:56:34: Früher ist es, ich glaube tatsächlich mir ist es gar nicht so aufgefallen.
00:56:37: Es hört sich jetzt vielleicht ein bisschen merkwürdig an... weil ich habe noch nie so dieses Ding, auch werde ich jetzt von den Männern respektiert und ich hab das einfach nicht.
00:56:45: Ich denke da nicht drüber nach, ich mach' einfach!
00:56:47: So... heutzutage finde ich das, weil ich ja auch überhaupt über das ganze Thema Sichtbarkeit von Frauen wie zeigen wir uns Einkommen, Frauenmänner
00:57:00: usw.,
00:57:01: mehr darüber nachdenke?
00:57:02: Finde ich es zunehmend kritisch.
00:57:04: Das heißt, ich finde dass wir auf jeden Fall in dem Panels auch Frau mit dabei haben sollten.
00:57:11: Und ich sehe auch zu, dass ich mich als Moderatorin dafür einsetze.
00:57:15: Ich sag ehrlich, der Stichwort, wie treu sind wir uns?
00:57:18: Ich bin nicht so weit und Fans auch glaube ich übergriffig dem Kunden gegenüber zu sagen ... Also wenn da jetzt... Ich habe es immer wieder das ich da die einzige Frau bin.
00:57:29: Zu sagen also wenn das der Fall ist dann moderiere ich nicht für sie.
00:57:32: Ich weiß, da gibt es Kolleginnen und Kollegen, die machen das.
00:57:35: Das finde ich toll!
00:57:38: Mein Weg ist es nicht.
00:57:39: Also das dann abzulehnen?
00:57:41: Genau, ich sage dann, ich fände's besser und sind sie nicht auch bereit in einer anderen Hierarchiestufe
00:57:46: usw.,
00:57:47: also ich mache diese Angebote.
00:57:48: Das ist dann eben eher mein Stil und lehne es nicht ab.
00:57:52: Ja deswegen, mein klares Play-Doh je wir brauchen mehr Frauen auf der Bühne.
00:57:57: Da sind auch wieder viele Akteure die dazu beitragen müssen Auch wir Frauen!
00:58:00: Wir dürfen uns auch mehr trauen.
00:58:05: Es sind die Veranstalter.
00:58:08: Ja, auch da ist es nicht wieder der oder die einer.
00:58:11: Aber es ist dringend notwendig, dass wir mehr Frauen auf der Bühne haben.
00:58:15: Es ist ja auch ein Anliegenfrauen in Ihres Herz.
00:58:17: Total!
00:58:18: Absolut!
00:58:19: Gab's
00:58:19: da mal einen Auslöser?
00:58:20: Oder ist das einfach auch Teil von dem, wo du sagst, das ist meine innere Haltung?
00:58:25: Ist auch eine gute Frage.
00:58:28: Das kam wahrscheinlich durch meine Trainings.
00:58:31: Ich gebe auch Trainings und Coachings Auf jeden Fall immer wieder Frauen, die halt erstmal von schwierigen Erlebnissen erzählen.
00:58:41: Dass sie eben von Männern nicht respektiert wurden.
00:58:44: Ich hab mal ein Training gegeben, habe ich auch gestern erzählt.
00:58:46: Fünf-achtzig Frauen, wo es auch um das Thema Female Empowerment ging und da sind einfach viele, viele Geschichten gewesen, wo ich gesagt habe äh also das geht jetzt gar nicht dass Frauen so behandelt werden und dass das passiert.
00:59:00: Ich will's mal neutraler ausdrücken.
00:59:03: Ich glaube tatsächlich, dass es durch die Trainings- und Coachings kam ein Stück weit.
00:59:08: Natürlich auch durch die Beobachtungen.
00:59:10: Ups!
00:59:10: Wer ist denn da oben?
00:59:12: Irgendwann ist es mir dann schon gedämmert, dass ich so dachte ...
00:59:14: Hä?!
00:59:15: Also du moderierst jetzt hier den ganzen Tag und da ist noch eine Frau aber sonst sind's nur Männer, die sprechen.
00:59:22: Wie kann das sein?
00:59:23: Das reflektiert ja nicht unseren Bevölkerungsanteil... Und es fühlt sich nicht.
00:59:31: Fühlt sich
00:59:31: komisch an.
00:59:33: Aber
00:59:34: es sollte Frauen ermutigen zu sagen, ich trau mich einfach auch wenn der Kloß im Hals hochsteigt erst mal und man sich vielleicht nicht traut das Mikro in die Hand zu nehmen.
00:59:42: Man kann nur eben mutigen und sagen probier's einfach, weil es wird im Regelfall nichts Schlimmes passieren.
00:59:47: Genau und meine Beobachtung ist auch dass wir Frauen... selbst kritischer miteinander sind.
00:59:53: Und warum das so ist und wie wir das mehr ablegen, ich weiß es nicht!
00:59:58: Ich kann mich nur erinnern...ich habe lange lange ja auch Führungskräfte Coachings gegeben und da waren Frauen dabei und Männer mit dabei und ich hab am Anfang immer eine Bestandsanalyse gemacht.
01:00:07: Da sollte man sagen was hast du den Eindruck wo stehst du beim Thema?
01:00:10: Motivation, Ziele, was auch immer.
01:00:15: Es war
01:00:15: immer so
01:00:17: dass die Männer In der Intendenz gesagt, oh da kannst du den Strich relativ weit oben
01:00:22: machen.
01:00:23: Ich glaube nicht!
01:00:24: Also doch wenn ich so tun wir nachdenke obere Drittel auf jeden Fall oder noch halt und dann die Frauen die haben gesagt ah ich glaub da kann ich noch viel lernen.
01:00:35: So also es war einfach durchgängig und das war auch so ein Auslöser.
01:00:39: wo?
01:00:40: Also es hat jetzt nicht direkt was mit Bühne zu tun, da geht's mehr um die Mechanismen dahinter.
01:00:44: Das ist mir nochmal so bewusst geworden.
01:00:46: ist das wir sind alles Tendenzaussagen?
01:00:48: aber meine Beobachtung in der Tendenz sind wir kritischer mit uns und das führt natürlich auch dazu dass Zutrauen auch auf der Bühne, ich sag mal unsere Frau zu stehen.
01:01:03: Das ist schade.
01:01:03: oder möchte ich Frauen ermutigen?
01:01:04: Zu sagen Mensch baue ich kann das und es ist eine tolle Erfahrung.
01:01:08: da können andere Frauen wieder von profitieren weil sie ne Frau auf der bühne sehen absolut
01:01:13: genau.
01:01:14: Wie erlebst du Frauen oder Veränderungswünsche von Frauen in der Lebensmitte?
01:01:19: Siehst du da auch viele?
01:01:21: Absolut ja Ich.
01:01:23: also damit kommen ja auch viele auf mich zu.
01:01:27: Tatsächlich wollen auch viele mit vor dem Hintergrund die Ausbildung machen, weil sie spüren.
01:01:33: Da schlummert noch was anderes in mir.
01:01:35: ich möchte auf die Bühne Ich möchte noch etwas anderes machen.
01:01:38: mein Leben darf noch wundern werden.
01:01:41: also Sie haben einen Wunsch einer neue Orientierung sich neu aufzustellen und ich glaube dass das In der Lebensmitte manche sagen ab vierzig Fünfzig geht es auch noch mal los, das wir einfach nochmal hinkucken.
01:01:58: Das ist
01:01:58: eine coole Zeit eigentlich
01:01:59: ne?
01:01:59: Es ist eine total coole zeit!
01:02:00: Deswegen ich sehe das Thema Midlife Crisis.
01:02:03: Ich finde das wird völlig falsch geframed weil ich immer finde so eine Midlife crisis ist doch super denn Wir gucken noch mal hin wo stehe ich jetzt eigentlich?
01:02:12: habe ich schon das erreicht was ich wollte?
01:02:15: oder wie fühlt sich das alles an?
01:02:17: und dann wenn wir merken das ist jetzt irgendwie nicht so oder fühlt sie nicht so gut an Dann machen wir vielleicht etwas Neues.
01:02:24: Cool ist ja auch Wechseljahre.
01:02:26: Auch das!
01:02:27: Stimmt, stimmt, stimmt der Wechsel absolut.
01:02:33: Kerstin es gibt etwas das ist mir relativ früh an dir aufgefallen.
01:02:38: du schaust in einen Raum und weißt relativ schnell welche Menschen gut miteinander harmonieren aber gar nicht so im Sinne von die verstehen sich sondern dass sind Menschen die können sich gegenseitig voranbringen.
01:02:53: Woran erkennst du das, dass Menschen einander gut tun?
01:02:56: Doch.
01:02:56: Das ist ein Talent für
01:02:57: mich!
01:02:57: Ehrlich?!
01:02:57: Ach warte
01:02:58: auch danke schön.
01:02:59: ich weiß gar nicht ob mir das schon so bewusst war also... Ich kann mich dran erinnern, dass sich immer wieder Menschen zusammenbringe wo irgendwas Cooles draus entsteht.
01:03:08: Ich kann es dir nicht sagen, das ist einfach Intuition.
01:03:11: Das is anscheinend eine Gabel von mir, eine Gabe, eine Fähigkeit die ich einfach habe Vielleicht auch spürig wahrscheinlich bin.
01:03:22: Ich fühle und hab vielleicht in Kombination mit, ich habe Visionen also wo es auch hingehen kann weil das brauchst du ja auch dafür wenn du sagst Es ist auch das Talent Menschen zusammenzubringen die sich dann eben weiter bringen können.
01:03:38: dazu gehört natürlich dann auch die Fähigkeit Potenziale zu erkennen Stück weiter Richtung Zukunft denken zu können, also das sind alles Dinge die da mit rein spielen.
01:03:47: Ja ist schön!
01:03:48: Es ist schön dass du dieses Talent entdeckt hast und auch so gut einsetzt.
01:03:52: Jetzt sprechen wir darüber was Menschen zusammenbringt.
01:03:55: aber ich möchte auch noch mal ganz kurz über... Ich weiß nicht ob es das Gegenteil ist vielleicht ist das gar nicht?
01:04:01: Aber praktisch über die andere Betrachtung und da haben wir vorhin auch schon ganz kurz darüber gesprochen Gibt es etwas, wo du nach dieser vielen Erfahrung und den vielen Jahren leichter Nein sagst als früher?
01:04:13: Du hast das vorhin durch einen Ankel gelassen.
01:04:15: Dass du da einfach für dich konsequenter bist und da gehört doch richtig das Nein sagen und das Grenzen ziehen auch dazu.
01:04:21: Absolut!
01:04:23: Ja genau also absolut.
01:04:27: ich weiß nicht ob ich schneller Nein sage, konsequenter... Doch wenn du mich so fragst ja weil ich wie gesagt mir ja viel Gedanken über meine Werte mache Ich auch Grenzensätze, vor allen Dingen wenn ich den Eindruck habe hier werden meine Werte verletzt.
01:04:46: Was ist das zum Beispiel?
01:04:48: Gehen wir nochmal auf die Ausbildung.
01:04:50: Wenn ich Menschen habe da glaube ich die passen nicht so rein weil sie etwas verurteilen das beispielsweise haben vom Einzelten nicht reinpassen dann nehme ich die auch nicht an.
01:05:04: Ich hatte mal ein Beratungsgespräch mit jemand aus der Rüstungsindustrie.
01:05:08: Da habe ich für mich entschieden, das möchte ich nicht.
01:05:11: Das ist für mich... Ja also insofern, ich setze auf jeden Fall diese Grenzen.
01:05:17: Ob ich sie jetzt schneller setze?
01:05:19: Ja wahrscheinlich werde ich zunehmend besser!
01:05:21: Und
01:05:22: mit der anderen Seite, da haben wir vorhin auch schon ganz kurz drüber gesprochen wie gehst du damit um wenn du einen Nein bekommst von Interessenten oder vom Auftrag
01:05:31: hierher?
01:05:33: nach wie vor schwierig, ich versuche es und das tut mir wirklich gut ist einfach ein Stück weit als Spiel zu sehen.
01:05:40: Also es sind die Spielregeln und je mehr ich mit Agenturen spreche verstehe auch dass es überhaupt nicht persönlich gemeint ist.
01:05:49: Es ist hoffentlich auch noch mal eine schöne Botschaft für alle die sich für Moderation interessieren vielleicht auch für dich.
01:05:57: Ich bin viel in dem Bereich unterwegs wo's um Ausschreibung geht öffentlicher Dienst etc.
01:06:03: Und da ist es einfach so, sie dürfen auch gar nicht immer den gleichen Moderator-Moderatoren nehmen.
01:06:09: Denn man möchte das ja auflösen, sonst gäbe es ja diese Ausschreibung nicht, diese Seilschaften und so weiter und sofort.
01:06:17: Das heißt selbst wenn ich die allerbeste Moderatorin ever wäre würde ich nicht immer genommen werden.
01:06:26: wenn zu viel auf dem Zettel steht oder zuviel auf der Agenda ist.
01:06:33: So gehört ja auch, was mit Grenzen setzen und mit Nein-Sagen zu tun.
01:06:37: Auch da wieder so ein absolut... Du triffst es halt immer so schön!
01:06:42: Auch nicht einfach?
01:06:43: Auch nicht
01:06:44: Einfach?!
01:06:45: Und ich habe mich in letzter Zeit gefragt, warum ist das eigentlich so?
01:06:51: Natürlich, es geht vielen so leistig.
01:06:53: Es kann noch nicht sein.
01:06:55: Häufig ist das Gefühl, dass es so viel ... Und meine Erkenntnis, die ich habe ist... ...dass ich viel natürlich auch einfach Kleinigkeit mache und dass es hilfreich ist.
01:07:10: Ich mich mehr aufs Wesentliche fokussiere!
01:07:13: Also da auch einfach nochmal hin zu gucken wie gesagt warum ist das so?
01:07:18: Wie gehe ich damit um?
01:07:19: also ich meine ich ziehe dann durch Das ist schon das eine natürlich und arbeite dann ab Gleichzeitig gucke dass ich immer wieder, ich sage mal so Energieinseln mir auch aufbaue.
01:07:32: Das ist auch total wichtig.
01:07:33: also morgens sehe ich zu das ich kurz joggen gehe beispielsweise in Ruhe eine Tasse Tee trinke ja ich schreibe in einem Dankbarkeitstagebuch genau weil es auch ein bisschen so ein Hype hier im Moment ist.
01:07:46: Ich mache's tatsächlich schon lange und ich merke es tut mir gut
01:07:49: Dann ist das absolut richtig.
01:07:50: Ja Also du hast gefragt was mach' ich dann?
01:07:56: arbeite einerseits ab und versuche besser darin zu werden, mir dann mehr Energienseln zu schenken.
01:08:03: Und vor allen Dingen – das finde ich auch interessant – auch das hat wieder was mit Vertrauen zu tun.
01:08:08: Nämlich das innere Vertrauenzuhaben, dass auch wenn viel auf ein Zettel ist und ich das Gefühl habe, ey, es geht eigentlich gar nicht!
01:08:14: Das kannst du eigentlich gar nie schaffen, dass ich das vertrauen habe.
01:08:17: Ich schaffe's!
01:08:19: Und da kann ich natürlich von dem schöpfen...ich bin jetzt auch über fünfzig, dreifünfzig dass es, wie der Kölner so schön sagt, hätte noch immer Jotje gegangen.
01:08:29: Also das ist noch immer gutgegangen!
01:08:31: Das heißt ich hab's ja immer hinbekommen
01:08:34: und die prioritiert fließt dann in die richtigen Dinge, die gerade anstehen, die gelöst werden müssen.
01:08:39: Ja und ja ich schaffe es aber auch mal.
01:08:42: einmal mit vier Stunden Schlaf auszukommen oder auch mal mit fünf ist nicht optimal.
01:08:48: wichtig finde ich halt immer, dass es nicht so ein Dauerzustand wird weil bringt's wieder nichts, Thema krank werden und so weiter.
01:08:54: Also das ist dann auch keine Herangehensweise.
01:08:56: Das ist eine gute Balance,
01:08:57: den man dann findet.
01:08:58: Exakt.
01:08:59: Sehr schön!
01:09:00: So jetzt machen wir nochmal einen kleinen Ausblick.
01:09:02: Es ist ja heute ein wunderbarer Sommertag.
01:09:04: Wir sind hier in der schönen Sommerzeit.
01:09:06: Hoffentlich steht für dich auch bald mal Urlaub
01:09:08: an.
01:09:09: Ja da bin ich immer ganz strikt wenn ich das sagen darf.
01:09:13: Gott sei Dank.
01:09:13: also das habe ich relativ zügig geschafft zu sagen.
01:09:18: drei Wochen im Sommer Bin ich raus aus der Tagesarbeit.
01:09:24: Am Anfang meiner Selbstständigkeit habe ich dann... Aus dem Urlaub heraus noch Angebote fertig gemacht und so interessanterweise sind die, glaube ich nie angenommen worden.
01:09:31: wahrscheinlich weil ich schon... Aber
01:09:33: sie vielleicht nicht in der Energie warst?
01:09:35: Möglicherweise!
01:09:36: Ich war eigentlich im Chill-Modus.
01:09:39: Also drei Wochen sehe ich zu das ich rauskomme einfach um Abstand zu bekommen, mit neuer Kreativität und Power dann wieder anzugehen.
01:09:47: Also Urlaub steht
01:09:48: an?
01:09:50: Die Zeit ist geblockt!
01:09:51: Und wohin schauen wir da noch mal?
01:09:57: Gibt es ein Buch, was dir vielleicht in schwierigen Situationen mal geholfen hat?
01:10:02: Absolut.
01:10:04: Also das freut mich so, dass du diese Frage stellst!
01:10:06: Weil...
01:10:07: Sondern nicht
01:10:07: abgeschlafen ist.
01:10:08: Auch das auch nicht, weil ich noch einmal gemerkt habe wie viel mir Bücher gegeben haben immer um mich weiterzuentwickeln.
01:10:17: Schwierige Zeiten also genau in verschiedensten Situationen.
01:10:23: und also welches Buch absolut empfehlen kann, wahrscheinlich hast du schon gelesen ist ein Klassiker der Alchemist.
01:10:31: Ich liebe dieses Buch weil es halt auch ja darum geht bei dem Alchemisten das er einfach herausfindet was gehört zu ihm.
01:10:39: und wenn wir das finden ich kriege jetzt richtig Gänsehaut dass sich dann eben das Universum auch ein Stück weit fügt uns die Dinge gibt die wir brauchen.
01:10:51: Ich kenne das Buch noch nicht, aber wurde es mir so schön beschreibt.
01:10:54: Es kommt sofort auf die Liste!
01:10:55: Ja bitte, dann ich habe von Tina Turner gelesen mein Weg zur ... Ich weiß gar nicht wie ich es heiße.
01:11:00: Er hat dir die Biografie geschrieben.
01:11:02: Mein Weg zu Spiritualität super, super, also das ist ja auch eine wahnsinnige Frau.
01:11:06: Interessanterweise als ich das Buch gelesen habe, hab' ich mich fast verbunden gefühlt mit ihr.
01:11:11: Michelle Obama – Das Licht in uns.
01:11:13: ein tolles Buch.
01:11:16: In der schwierigen Zeit, aber es hat mich so wahnsinnig inspiriert.
01:11:19: und jetzt... dass zum Thema mutig sein, lese ich ein Buch von einem Unternehmer der ganz klar sagt wie Spiritualität erfolgreiches Business wie das zusammenhängt.
01:11:31: Und das ist
01:11:31: z.B.,
01:11:32: Thema Ausblick etwas was ich mir von mir wünsche, dass ich noch mutiger werde auch zu sagen Ich bin ein spiritueller Mensch und diese Spiritualität die prägt auch mein Business, mein Unternehmen Genau, dass ich da noch mutiger werde das auch zu sagen.
01:11:50: Weil naja wenn wir das Wort spirituell nutzen dann nennen wir ja auch mal schnell in eine Ecke gestellt Ich bin gläubig Das gibt mir ganz viel Kraft.
01:12:00: und Ja das vielleicht schon an der Stelle.
01:12:02: zum Thema Ausblick weiß nicht ob ich jetzt vorgegriffen habe
01:12:04: Kommt schon nochmal
01:12:06: Sehr gut okay ich bin beruhigt.
01:12:07: Aber
01:12:08: zum Thema Spiritualität oder was du sagst man wird schnell in so einer Ecke gestellt.
01:12:13: Wir können es ja auch so sehen Dass viele Dinge im Leben so eine Art Buffet sind.
01:12:17: Es ist halt ein Angegrotscher, es liegt etwas da und Spiritualität würde ich auf genau dieses Befehl legen.
01:12:26: Und sagen, ich kann mir doch nehmen was ich möchte.
01:12:29: Wenn mich wie am richtigen Befeh auch etwas nicht mag oder es mich da nicht hinzieht oder es sich für mich nicht richtig anfühlt ja dann nehme ich's halt nicht.
01:12:37: aber für jemand anderem ist das vielleicht genau das Richtige weil wenn man sich ein abgeräumtes Befeel anschaut sehr gleichmäßig abgeräumt.
01:12:45: Das heißt, die Menschen finden unterschiedliche Dinge zu denen sie sich hingezogen fühlen.
01:12:49: also darf doch alles man darf doch ganz vieles mal ausprobieren und halt drauf gucken genau und sagen ich nehme mir von dem Befehl des Lebens was jetzt für mich
01:12:58: passt ja finde ich eine schöne Sichtweise.
01:13:01: Du weißt, dass ich das Thema Spiritualität auch ein Stück weit in der Ausbildung angesprochen habe und ich ziehe hier auch Maxim Mankiewicz, der ja da auch sehr stark unterwegs ist.
01:13:10: Und ich hab's genau so formuliert, dass es eben ein Angebot ist – und ich finde immer hat man auch gestern wenns zu doktrien wird egal welches Thema dann natürlich ist schwierig und insofern ist es ein Stückweit mein Weg und damit möchte ich noch mehr rausgehen weil ich glaube, dass er eben das ist eben mein Weg ist.
01:13:28: Jetzt ist dieser Weg des Jahres, im Urlaubszeit, zur Hälfte
01:13:32: schon fast beschritten.
01:13:35: Das heißt, wir haben noch eine Hälfte vor uns.
01:13:36: Was muss bis Dezember passieren?
01:13:39: Dass du sagst, dass ... ja, im Jahr zum Jahr ist es ein richtig gutes Jahr!
01:13:44: Oh, weißt Du jetzt ganz
01:13:45: ehrlich?!
01:13:45: Da krieg ich richtig Herzklopfen!
01:13:47: Sehr gut!
01:13:48: Dann kriege ich richtig ... Wenn man nicht
01:13:49: mehr in Podcasts Herzen klopft, dann kriegt das auch
01:13:51: gar nichts.
01:13:51: Weiß ich länger so... oh Gott!
01:13:54: Krieg ich das hin.
01:13:55: soll ich das hier wirklich öffentlich sagen?
01:14:00: Okay, ich fasse mir einen Herz und sage Das Jahr zwanzig sechs ... Also noch mal meine Nachfrage.
01:14:06: Hauptsache, ich bin sächlich vom Business her oder generell?
01:14:09: Das darfst
01:14:09: du dir überwiesen.
01:14:10: Kann mir aussuchen!
01:14:11: Okay.
01:14:12: Es geht
01:14:13: ja um dich und dein Leben...
01:14:14: Ja, genau also für mich ist es dann ein gutes Jahr zwanteig sechsenzwanzig wenn ich Tatsächlich erstmal rein, businessmäßig schaffe meinen Herbstkurs auch voll zu bekommen.
01:14:26: Ja also wir hatten bei unserem Kurs haben wir vierzehn Teilnehmer, wir hatten noch einen zweiten Trainer mit dabei.
01:14:31: das war einfach toll es waren tolle Gruppengröße alles wunderbar und das wünsche ich mir.
01:14:36: idealerweise wünschte mir sogar eine Überbuchung auf sechzehn und Es kommen dann sechs die mit den Kurzen.
01:14:41: also dass ist das eine zehn was ich mir gesetzt habe.
01:14:44: Dann möchte ich auch mein nächsten Schritt in meine Freiheit gehen.
01:14:49: Und zwar in dem Sinne, das ist auch ein lang lang gehickter Traum von mir, dass ich Menschen die Bühne gebe und zwar Menschen, die ich spannend und die ich interessant bin.
01:14:59: Also so wie du es bei den Podcast machst möchte ich das sehr gerne live machen und weil wir Bücher so viel geben möchte ich gerne Lesungen mit spannenden Menschen machen.
01:15:10: Ich habe Frau Broer-Hilke persönlich kennenlernen dürfen sie Oberstaatsanwältchen gewesen bei den Cum-Ex-Skandalen.
01:15:20: Genau, ich war bei ihr.
01:15:22: Das war eine tolle bewundernswerte, merkenswerte Frau.
01:15:26: Ich habe viele Podcasts von ihr gehört und auf dem Vortrag.
01:15:30: Und ich hab sie todesmutig angesprochen, ob sie Lust hat mit mir eine Veranstaltung zu machen.
01:15:35: Oh Gott, dass ich das jetzt hier sage!
01:15:37: Sie hat ja gesagt ... Und jetzt geht es darum, das in die Realität zu holen.
01:15:42: Ich hatte mir vorgenommen, dass ich das bis zum Jahr zwanzig sechsundzwanzig mache.
01:15:46: Jetzt habe ich mit Friederike schon gesprochen, dass wir da möglicherweise was gemeinsam organisieren wenn es dann nächstes Jahr ist.
01:15:52: okay?
01:15:53: Dass der Termin feststeht für die Veranstaltung mit Frau Brorhilka!
01:15:57: Das wäre für mich mega und dann wär's auch ein ganz ganz tolles Jahr.
01:16:04: So, das ist jetzt im Universum mal ausgesprochen.
01:16:09: Ich bin ja auch passionierte Tennis-Spielerin.
01:16:13: Da fände ich es einfach toll, man hat ja so LKs und so weiter.
01:16:16: also wenn ich nochmal das eine oder andere LK Turnier spiele und da ein paar Pünktchen hole, das finde ich auch super cool!
01:16:23: Ja und ansonsten dass mit meinen Jungs alles gut ist und privat, partnerschaftlich, dass da alles fein läuft und ich weiter zu den Menschen die ich schätze eine richtig gute Verbindung habe, die auch leben kann.
01:16:41: Ausleben kann und das eigentlich die Verbindung... Das ist wirklich so ein Wunsch für mich.
01:16:44: einfach nochmal tiefer werden.
01:16:46: Ich merke dass ich Thema Grenzen setzen auf Oberflächlichkeit immer weniger Lust habe.
01:16:52: Man kann einen Smalltalk machen natürlich.
01:16:54: Alles gut!
01:16:55: Weißt du für das, was mich trägt?
01:16:57: Was mich inspiriert.
01:16:58: Wo ich so sage hier fühle ich mich zu Hause da gehört für mich auch eine gewisse Tiefe mit dazu dass wir uns ehrlich austauschen.
01:17:06: wie geht's dir?
01:17:08: was beschäftigt dich?
01:17:09: was auch immer ist vieles Thema Inspiration.
01:17:11: Das ist etwas was sich mir auch wünscht dass ich noch tiefer verbindungen eingehen kann.
01:17:16: also du hast noch ein bisschen was vor für dieses
01:17:18: Jahr.
01:17:18: absolut immer
01:17:21: schön.
01:17:22: jetzt habe ich noch eine Abschlussfrage oder eine Kleine Aufgabe.
01:17:26: Sie ist nur ganz kurz und sie hat auch nur zwei Sätze, aber du kannst jetzt der jungen Kerstin aus dem Ministerium eine ganz kurze E-Mail schreiben
01:17:36: –
01:17:37: aus deiner Situation im Jahr zum Jahr zwölfundsechsundzwanzig.
01:17:42: Was wären denn diese Zwei Sätze an die junge Kerstinnen im Ministerium?
01:17:46: Die sich so ihre Gedanken macht bis weitergeht.
01:17:52: Cool, dass du es machst.
01:17:55: Go for it und traue deiner Intuition.
01:18:00: Du weißt sehr gut was für dich richtig
01:18:01: ist.".
01:18:03: Das ist eine schöne Botschaft.
01:18:05: Fertig!
01:18:06: Punkt.
01:18:08: Kerstin ein ganz großartiges Gespräch.
01:18:11: ich danke dir sehr.
01:18:11: Ich danke
01:18:12: dir.
01:18:13: Danke dir für deine Offenheit auch für Stellen wo du vielleicht einmal eine Sekunde nachdenken musstest.
01:18:20: Ich danke fürs Teilen, alle Tipps die du gegeben hast verlinken wir gerne in den Show notes.
01:18:26: ich bin dankbar dafür dass du heute rausgekommen bist zu mir im mein Oberhachinger Podcaststudio.
01:18:31: es hat mir sehr viel Freude gemacht.
01:18:33: ich wünsch dir alles Gute auf deinem Weg und ich bin sehr gespannt was ich von dir noch hören und sehen werde.
01:18:38: vielen herzlichen Dank
01:18:40: Danke!
01:18:40: Also das Dank möchte ich sehr, sehr gerne zurückgeben.
01:18:43: Es war mir wirklich eine Freude einfach hier zu sein und ich habe so sehr dein echtes Interesse an mir gespürt.
01:18:50: Interessanterweise... Das bekommt ihr jetzt... Ich weiß nicht ob man es sieht dass du ja einen ganz tollen herzlichen und warmen Blickkontakt hast.
01:19:00: Also noch ein ganz warmen Blick, das geht sozusagen direkt in mein Herz!
01:19:04: Und
01:19:05: ja, in so einem Basile wirklich eine ganz, ganz tolle Freude hier zu sein.
01:19:08: Das war eine tolle Podcastaufnahme.
01:19:11: Ich danke dir auch von Herzen.
01:19:12: Danke dir.
01:19:13: Jetzt genießen wir den Sommertag.
01:19:15: So
01:19:15: machen wir es!
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01:19:26: Wenn du
01:19:26: noch mehr wissen möchtest Folge den Work-Life Stories gerne auf Instagram.
01:19:31: Ich freue mich, wenn du bei der nächsten Folge wieder einschaltest!
01:19:34: Bis dahin bleibe gesund und optimistisch deine Monarismen.
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