27. 'Warum tanzen Tausende Menschen in München mit dir im Morgengrauen, Katharina Mayer?'

Shownotes

Katharina Mayer bringt Menschen in Bewegung – miteinander, auf der Tanzfläche. Als Tanzmeisterin für das Kulturreferat München leitet sie unter anderem den legendären Kocherlball am Chinesischen Turm an, bei dem im Morgengrauen Tausende Menschen bayerische Volkstänze tanzen. Mit Wurzeln in einer tanzbegeisterten Familie, einer Vergangenheit auf dem Weltranglisten-Parkett und einem Alltag zwischen Persönlichkeitsentwicklung und Tanzboden lebt sie das, was sie selbst „die Sprache des Lebendigseins" nennt. Wir treffen uns bei ihr in Bad Tölz und sprechen über Volkstanz als gelebte Gegenwart, über Tradition als Erdung in einer technisierten Welt – und darüber, wie Tanzen Menschen verbindet. ✨ Darum geht's in dieser Episode: • Wie aus Tradition lebendige, bewegte Volkskultur werden kann • Wie Katharinas Vater als Volksmusikforscher zu Fuß auf den Dörfern Lieder und Tänze bewahrte • Katharinas Weg vom Weltranglisten-Parkett zur Tanzmeisterin • Was es bedeutet, Tausende Tanzende gleichzeitig anzuleiten • Warum Volkstanz auch ein junges Publikum begeistert 🎧 Eine Folge über Bewegung, Verbindung und das, was bleibt, wenn die Welt immer schneller wird. Ich wünsche Dir gute Erkenntnisse beim Anhören oder Anschauen.

Du findest die Episode bei diesen Podcastanbietern: https://linktr.ee/monaruessmann

Work.Life.Stories auf YouTube: https://youtube.com/@work.life.stories

Wenn Dir diese Folge gefällt, freue ich mich, wenn Du mir ein paar Sterne als Bewertung schenkst und den Podcast teilst. Vielen Dank! Du möchtest mich persönlich kontaktieren? Ich freue mich auf Deine Nachricht unter worklifestories@t-online.de

Mehr zum Kocherlball am 19. Juli 2026: https://kocherlball.de

Mehr über Katharina findest Du hier: • www.tanzart.eu • Insta: katharina.mayer.tanzart

Transkript anzeigen

00:00:04: Hallo und herzlich willkommen bei Work-Life Stories.

00:00:08: Ich bin Mona Rüßmann, in diesem Podcast geht es um die Faszination des Neustarts – beruflich, privat oder gleich beides zusammen!

00:00:17: Spannende Menschen erzählen hier von ungewöhnlichen Lebenswegen und mutigen Entscheidungen.

00:00:23: Lasst dich inspirieren!

00:00:25: Ich wünsche dir viel Freude beim Anhören dieser Episode.

00:00:29: Los geht's!

00:00:36: Mein heutiger Podcastgast ist Katharina Meyer.

00:00:40: Wir sind heute hier live in Bad Tölz bei ihr zu Hause.

00:00:44: Katharina bringt Menschen in Bewegung, miteinander auf der Tanzfläche!

00:00:50: Du sagst Tanzen ist die Sprache des Lebendigseins.

00:00:55: Deine Wurzeln sind Tanz-, Musik- und Volkskultur also gelebte und überlieferter bayerische Traditionen.

00:01:05: Für dich bedeutet Tradition aber nicht das Festhalten an Vergangenem, sondern eine lebendige bewegte und begeistert weitergegebene Volkskultur.

00:01:16: Wie sie was gelingen haben darüber wollen wir heute sprechen.

00:01:19: Herzlich willkommen bei den Work-Life Stories Katharina Meyer!

00:01:21: Ja vielen Dank hallo.

00:01:24: Ich freue mich total dass ich hier

00:01:26: eben

00:01:27: sein darf.

00:01:28: es ist ein total schöner Tag Und ja ich freu mich sehr dass wir Zeit voneinander gefunden haben.

00:01:34: Katharina, heute ist so ein typischer Bayerische Apriltag.

00:01:38: Eigentlich schon so bisschen milder Sonnig, ein paar Wolken aber später ist auch noch mal Regen angesagt.

00:01:45: wenn der heutige Tag einen Tanz wäre was wäre es dann für einen Tanz?

00:01:55: Es wär ein Zwiefacher

00:01:57: Okay.

00:01:59: Es wäre ein Süßer, aber weil beim Zufachen es ist so dass sich unterschiedliche Rhythmusarten Taktarten die Hand geben und somit irgendwie eine spannende manchmal unvorhersehbare Aber sehr reizvolle Mischung ergeben.

00:02:15: und das finde ich, empfinde ich also heute an diesem Tag definitiv

00:02:20: auch.

00:02:22: Im Tag ist heute Dynamik!

00:02:23: Ja ja die Mischungen sind reiz

00:02:24: voll und wir wissen nur nicht so genau was kommt.

00:02:29: Das mögen

00:02:29: wir.

00:02:30: Also der

00:02:30: Zwieffache wird.

00:02:31: Da werden wir gleich mal ein bisschen mehr darüber lernen.

00:02:33: Du bist Tanzmeisterin?

00:02:35: Ja du arbeitest unter anderem für das Münchner Kulturreferat.

00:02:42: Für den oder diejenigen, die jetzt nicht so genau wissen was eine große Tanzveranstaltung ist.

00:02:47: Unter anderem ist sowas der Münchner Kochalball Eine Veranstaltung im englischen Garten am chinesischen Turm findet jährlich im Sommer statt und dort tanzen morgens ab sechs Uhr so ungefähr zwölf tausend Menschen oder auch mehr Nach deiner Anleitung, alte bayerische Volkstänze.

00:03:09: Magst du uns den Kocherlbann mal so ein bisschen näher bringen?

00:03:12: Ja!

00:03:13: Also das ist natürlich eine von diesen Traditionsveranstaltungen die ne Zeit lang mal... nicht mehr lebendig waren und dann auch wieder reaktiviert wurden.

00:03:21: Aber früher, zu Zeiten als der Kochal bei sozusagen traditionell viel getanzt wurde, ging es darum dass die Hausangestellten also da gings nicht um die Herrschaft oder für die Menschen im feinen Zwirren sondern eher im angestellte Ausdruck.

00:03:39: Die hatten immer wenn die Herrschaff sozusagen in der Kirche war am Sonntag, hatten die Haus Angestellt.

00:03:45: das war die einzige Zeit wo sie frei hatten Und dort haben sie sich dann im Englischen Garten getroffen, natürlich unter freiem Himmel und haben zu live gespielter Musik einfach wilde ausschweifende Feste veranstaltet.

00:03:58: Die war natürlich sowohl musikalisch als auch tänzerisch aber auch sonst ausschwaifend weswegen der Koch-Halbal auch aus Sütlichkeitsgründen eine Zeit lang verboten wurde und dann eben wieder reaktiviert wurde.

00:04:15: Schon lang, also ich weiß die genaue Jahreszahl nicht ganz klar.

00:04:20: Ich mache es alleine schon fast zwanzig Jahre jetzt den Kochalball als Anleiterin und dort haben dann einfach die Menschen das so ausgegriffen weil es unglaublich spannend ist in der Früh.

00:04:31: Die kommen ja nicht erst um sechs Uhr geht da Tanz los aber die kommen ja schon um vier teilweise und dann dürfen sie dort ihre mitgesprachten, brachten Speisen essen.

00:04:40: Ja weil das ist ja im Biergarten bei uns in Bayern so üblich dass du mitgebrachte Speisen Essen darfst.

00:04:45: getränke musst du aber auch von der Schenke dir besorgen und dann bringen die da ihre Tischdecken mit und auch teilweise Kerzenleuchter und treffen sich dort schon um einfach gemütlich zusammen zu kommen oder es halt noch dunkel.

00:04:59: Fünf, halb sechs geht dann die Sonne auf und dann beginnt um sechs Uhr die Livemusik.

00:05:04: Und die ganzen Menschen sind halt dort schon an den Tischen mit ihren Kerzen leuchtern... ...und dann wird vier Stunden Vollgas getanzt!

00:05:12: Es ist ein wunderschönes Ambiente.

00:05:14: ich war im letzten Jahr das erste Mal dabei.

00:05:17: Das muss man mal gesehen haben, es ist wirklich toll.

00:05:22: Was glaubst du?

00:05:22: Warum?

00:05:23: Ich sag jetzt mal Quellen.

00:05:25: Quellen sind so viele Menschen, so früh aus dem Bett... Also ich musste um viertel nach vier aufstehen!

00:05:30: Ich hatte ein bisschen Wege getan und dann im Sonntagmorgen... Warum quälen sich so viele?

00:05:34: ...Menschen an einem Sommermorgen aus den Bett- und bayerische Volkstänzen mit dir zu

00:05:39: tanzen?!

00:05:41: Also ich glaube einmal ist es weiß... etwas so spezielles ist und ich glaube, dass wir das schon sehr genießen.

00:05:49: Also wenn es jetzt jedes Wochenende wäre, ich weiß nicht ob wir es dann hätten aber es ist halt jetzt früher also früher ganz früher war das jeden Sonntag.

00:05:56: Aber jetzt ist ja so dieses ganz besondere.

00:05:59: wann habe ich jemals die Gelegenheit zu live gespielter Musik bei Sonnenaufgang zu tanzen voll die Freude zu haben Menschen zu begegnen?

00:06:09: Das glaube ich ist einfach so was Besonderes, das allein dadurch extrem wertvoll ist und auch es ist einfach draußen.

00:06:17: Es ist sowas, sowas was du in der Natur erlebst.

00:06:20: Du bist auch ein bisschen der Witterung ausgesetzt ist hat auch etwas Spannendes ja.

00:06:25: und dann ist natürlich auch dieses diese Kultur dieser Volkskultur hier auch mittlerweile wieder ein Anker für viele Menschen.

00:06:35: Also einfach so dieses wahnsinnig globalisierten Welt, ein bisschen zurück zu dem, wo ich mich halt so ein bisschen zu Hause und sicher und eingebettet fühle... Und ich glaube das ist der Kochalpall einfach ein

00:06:48: städtisches

00:06:49: eine Urbane Weil.

00:06:51: in München gibt es ja auch nicht so viel, was wirklich so traditionell auch noch angehaucht ist.

00:06:58: Und ich glaube das ist wirklich etwas ganz Besonderes, was die Menschen sehr anzieht.

00:07:01: Es hat eine absolute Renaissance erlebt!

00:07:06: Wenn tausende Menschen deiner Choreografie folgen und du dort auf dem Tanzboden etwas erhöht stehst, dann siehst alle Tanzen und Schummeln können so nach deiner Anleitung.

00:07:16: Was macht das mit dir, Katharina?

00:07:18: Ach ich finde es Wahnsinn!

00:07:19: Also es ist einmal... Ich bin gar nicht die, die so gerne auf der Bühne oben steht.

00:07:23: Ich bin eigentlich immer eher diese, die sie so gern mitten drin ist also mitten in der Menge wäre's mir am liebsten.

00:07:28: Aber natürlich ist es ja wenn so viele Menschen tanzen Und es ist dafür gedacht dass wirklich die Menschen von Null mit tanzen können.

00:07:37: Also du brauchst für diesen Kocher überhaupt keinerlei Vorkenntnisse, du kannst welche haben aber du brauchste nicht unbedingt!

00:07:43: Dafür bin ich einfach da weil ich stehe ja nicht nur oben und moderiere irgendwas sondern ich erleite jeden Tanz mit Worten aber auch mit meinen Bewegungen an.

00:07:51: also ich habe dann meinen Kollegen in Magnus Keindl damit mir zusammen die Tänze vortanzt Und wir tanzen die wirklich so vor, dass sie nachvollziehbar sind und dann begleite ich sie mit Worten, Mitstimme.

00:08:02: Dann gibt es Tanztexte dazu, die man total lustig und fröhlich einfach mitsingen kann!

00:08:07: Das ist für mich ein unglaublicher Genuss wenn ich sehe das die Menschen das einfach mitmachen können.

00:08:13: Also es ist nicht so.

00:08:14: diese Berührung ist eigentlich so Gott dich kannst nicht und dann stehen alle nur rum und jeder schaut Sondern es ist halt null null eine... Präsentationsvorstellung, sondern es ist einzig und allein bin ich Dienstleisterin.

00:08:27: Und Einladung und quasi roter Teppich, dafür dass all die Menschen sich problemlos aufschwingen können und jeden Tanz mitmachen kann.

00:08:36: Die

00:08:36: Menschen machen das mit!

00:08:37: Also Berührungsängste habe ich da keine gesehen, die trauen sich dann irgendwann alle raus und egal ob man es kann oder nicht, ob jung oder alt... ...die sind dann alle da gemeinsam auf dem Wasser.

00:08:46: Total!

00:08:46: Du musst ja nicht die ganze Zeit tanzen weil ganz viele sitzen auch einfach und gucken und tanzen dann auch mal wieder mit.

00:08:50: also es ist einfach eine unglaubliche Menge an Menschen und dann ist vor der Bühne eben dieser ganzen Tanzplatz immer gesteckt, voll mit tanzenden Mengen.

00:08:59: Und irgendwann

00:09:00: wird es auch richtig, richtig warm.

00:09:06: Es gibt den Zwiefachern haben wir schon gehört das gibt die Polka es gibt die Münchner Francaise also Tänze die jetzt nicht so unbedingt in der Disco oder anderen Tanzveranstaltungen gespielt werden.

00:09:18: welches ist dein Lieblingstanz Katarina?

00:09:21: Also da muss ich vielleicht noch mal kurz ausholen vorher Es einfach Tänze gibt, die sind sowohl in der Bayerischen Volkskultur als auch in anderen Kulturen.

00:09:33: Einfach diese Volkstänze weil sie ganz einfach sind.

00:09:35: also das gehört der Walzer den gibt es bei uns und den gibt's auch in vielen anderen Kulturen.

00:09:39: dazu gehört auch Polka.

00:09:40: Das ist so ein einfacher Schritt der auf unterschiedliche Melodien halt unendlich wiederholt wird genau wie der Walzerschritt auch.

00:09:47: Und dann haben wir noch diese Figuren als Formen.

00:09:51: Das sind einfach Tanzforme, die Figurntanzformen Bewegungselemente verbinden und einbeziehen.

00:10:00: Also zum Beispiel einmal dreht dann einer von beiden oder man hackelt sich ein, oder man klatscht sich gegenseitig in die Hände oder man stampft oder man hat so Geh- und Schrittfolgen, die so'n bisschen komplexer sind Und die haben dann ebenso lustige Namen zB wie Krebspolka Oder wie Kikariki oder Che Mare also das heißt Die Schöne Marie oder was gibt's auch Sblermal?

00:10:23: Oder alle möglichen Witzigen Namen des Blümchen, genau.

00:10:28: Die so Figurenfolgen implizieren.

00:10:31: und dann gibt es eben was du gerade genannt hast ist noch Münchner Frosät zum Beispiel.

00:10:35: das ist eben eine Großtanzform in Gassenaufstellung.

00:10:39: Das heißt da hat man nicht nur seinen eigenen Partner sondern wir hatten auch ein Gegenüberpaar Und mit diesem Paar agiert man dann in so einer großen Gasse, das heißt es gibt viele Gassen auf diesen Tanzboden und die interagieren miteinander.

00:10:52: Das ist natürlich was ganz anderes als ein kleiner Tanz den du mit deinem Partner einfach auf der Stelle tanzt.

00:10:58: Deswegen ist diese Frage nach dem Lieblingsstands wirklich unglaublich schwierig weil die Tänze so unterschiedlich sind Und wir haben ja auch den Zwiefachen vorher genannt.

00:11:07: Das ist zum Beispiel wirklich eine meiner Lieblings-Tanzformen, aber es gibt nicht nur einen Zwiefachern sondern es gibt viele tausende Zwieffache die auf unterschiedliche Art und Weise Walzer und Polkerrhythmus oder Dreharhythmus also dreiviertel und zweivierteltakt verknüpfen.

00:11:25: Da hast du halt noch diese, ich würde mal sagen improvisatorische Komponente weil da spielt die Musik Das Stück nicht unbedingt und muss deinen Rhythmus an den Rhythmuss der Musik anpassen.

00:11:37: Insofern ist diese Lieblingstanz Frage wirklich schwer, weil ich mag es einfach.

00:11:41: Das ist so wie das Blair-Malz zum Beispiel, würde ich mal sagen, dass einer einmal die Lieblingstenze ganz einfach dann viele von den Zwiefachen, die sind wahnsinnig toll!

00:11:52: Und ich mag Münchner Frosse auch sehr gerne, weil der so raussticht.

00:11:55: Weil das ist ein ganz anderer Tanz und eigentlich auch aus der französisch überlieferten Kultur kommt.

00:12:02: Auch was Historisches?

00:12:03: Genau!

00:12:03: Ein historischer Tanz eigentlich ist also... Also

00:12:06: man kommt eigentlich gar nicht aus, auch Menschen kennenzulernen.

00:12:11: Wie du sagst, man hat nicht nur seinen Partner, sondern man hat einen Gegenüber.

00:12:14: Man kommt durchaus ins Gespräch und es ist schon etwas sehr Schönes.

00:12:19: Wir haben schon gesprochen, das sind Tänze oder Volkstänze mit langer Tradition.

00:12:22: Jetzt könnte man ja so ein bisschen die Idee bekommen dass das nicht unbedingt junge Leute anspricht sondern ist es eher sowas traditionellere oder vielleicht sogar etwas ältere Menschen ansprecht.

00:12:34: Das stimmt aber gar nicht!

00:12:36: Ein Publikum ist total bunt gemischt und es sind auch unglaublich viele junge Leute dabei was natürlich total klasse ist.

00:12:43: wie schaffst du's auch das junge Publikums zu begeistern?

00:12:47: Das ist natürlich so, dass... Also tendenziell stimmt das natürlich.

00:12:52: Also alles was so Tradition den Stempel von Tradition hat oder auch Volkskultur oder Volksmusik oder Volkstanz hat ein bisschen einen konservativen Stempeln und manche Menschen nutzen es ja auch sehr konservativ.

00:13:07: aber für mich war das nie Thema.

00:13:09: also weil ich bin einfach ganz anders aufgewachsen für mich alle Menschen bewegen darf und ich bin halt jemand, also ich mag die Menschen einfach.

00:13:22: Und für mich ist es am wichtigsten dass sie da sind und Lust haben auch niemals das Gefühl haben Sie dürften oder könnten da nicht mitmachen?

00:13:31: Oder es ist nur was?

00:13:31: wenn man so und so schon kann oder wenn man dessen das anhat oder wenn mal so sich schon gebärdet auf der Tanzfläche dann darf man mit machen.

00:13:39: das ist natürlich extrem ausschließend Weil dann ist es wie so ein elitärer Kreis, der das eh schon kann.

00:13:44: Und die Schaunen meistens auch recht streng und machen das dann irgendwie so... Ja!

00:13:48: Die haben bis zu einen Dünkel.

00:13:50: Also manchmal einfach.

00:13:52: Das mag ich gar nicht.

00:13:54: Ich mag lieber den, der irgendwie nur so bisschen Wild rumhüpft aber Freude dabei hat und ganz sicher damit was nach Hause nimmt also innerlich als denen, der jetzt eh schon zum Tausendmal abtanzst und sich damit einfach nur so ein bisschen darstellen möchte.

00:14:08: Und das ist nicht so mein Ding.

00:14:10: Deswegen lade ich immer alle ein und mache das extrem lebendig, sodass es irgendwie mehr eine Zugangsmöglichkeit ist.

00:14:20: Und du kennst da ja auch nix?

00:14:21: Ich hab' das ja schon paar Mal beobachten dürfen bei dir Tanzen!

00:14:24: Da finden sich dann Leute auf der Tanzbühne wieder... ...dann tanzt man auf einmal mit einer Frau die man gar nicht kennt oder er ist tanzt in zwei Männern miteinander oder man hat sein Partner verloren.

00:14:32: Der ist dann irgendwie um ganz anderen Ende gelandet.

00:14:34: Er kommt aber wieder!

00:14:38: Und ich glaube, das ist auch etwas was den Leuten so ein bisschen die Scheu nimmt und am Ende haben alle lachende Gesichter.

00:14:44: Total!

00:14:44: Ist

00:14:44: wahnsinnig schön zu beobachten.

00:14:46: Ja und ich habe mich da schon auch durchkämpfen müssen.

00:14:49: auf eine Weise natürlich ja weil ich komme schon aus der Tradition auch und die älteren Herrschaften die mir schon von früher kannten... Ich glaub' ich hatte auch Glück.

00:14:58: Ja, weil die kannten mich einfach schon so ein bisschen und dann haben die mir auch manches durchgehen lassen.

00:15:06: Weil ich glaube sie kannten sich als Kind und irgendwie konnten Sie damit irgendwie gut klarkommen dass ich etwas anders mache als der alte Stiefel?

00:15:16: Und irgendwie hatte ich da wie so'n bisschen eine Wildcard.

00:15:22: Es muss einen geben, der sich traut.

00:15:25: Das Ganze hat ja auch eine gewisse Geschichte.

00:15:28: Du kommst ja schon aus einer absolutanz begeisterten Familie und gerade die Volksmusik hat bei euch in der Familie eine ganz, ganz wichtige Rolle gespielt.

00:15:37: Dein Papa Wolfgang war Volks-Musikforscher und Volks- Musikpfleger.

00:15:41: am Institut für Volkskunde an der Akademie der Wissenschaften habe ich nachgelesen Und er war zu Fuß auf den Dörfern unterwegs, um Lieder und Tänze zu finden und zu bewahren.

00:15:58: Ich finde das hört sich total an wie eine moderne Version der Gebrüder Grimm.

00:16:03: Magst du mal ein bisschen erzählen von dem Papap?

00:16:05: Ja!

00:16:06: Mein Papap ist ein totaler Leidenschaftsmanager.

00:16:09: also wenn dem das anfickst... dann hat er das entdecken.

00:16:16: Er war der einzig bezahlte Volksmusikforscher in Bayern und hatte da wirklich so eine Monopolstellung auf eine Weise, aber hat es nicht als Wissenschaft verkauft, sondern er ist wirklich zu Fuß oder mit dem Fahrrad, ist der in die Dörfer gefahren zur nächsten Zughaltestelle halt und von dort aus dann zu Fuß ins Dorf reingewandert.

00:16:41: Und sein Vorteil war einfach, er hatte immer so ein uraltes transportables Tonbandgerät dabei wirklich noch mit diesen Tonbändern in seinem Rucksack mit Hurt auf und so.

00:16:49: Kniebundhose war natürlich sein Vorteil, er wurde oft schon gesehen.

00:16:54: Also wenn er da gegangen ist hat irgendeiner Bauer mit dem Traktor ist schon vorbeigefahren und dann hat er sich so durchgefragt auch was machst du?

00:17:02: Wo kommst du im Regen zu beobachten wo kommst denn du her?

00:17:05: Und dann hat der gesagt ja erst auf der Suche nach alten Liedern und Tänzen die noch die Menschen die hier leben noch von ihren Vorfahren haben.

00:17:13: ob der dann irgendwas weiß kennst du jemanden dem Dorf.

00:17:17: Und so wurde er halt dann weiter gereicht, bis er bei den richtigen Menschen angekommen ist.

00:17:22: Und der hat nie irgendwie weiß so wie das heute ist.

00:17:24: Da fahren die mit einem großen Auto vor, laden ihr komplettes Equipment aus und dann sind die Menschen okay müssen in die Kamera schauen.

00:17:32: Das war der Papa überhaupt nicht.

00:17:33: Der ist halt so...der wurde dann eingeladen, hat ein Glas Milch getrunken.

00:17:36: also das war ja auch schon exotisch weil er hat immer nur ein Glas und sich dann mit ihnen an den Tisch gesetzt, unseren uraltes Turmantgerät ein so nebenher erst mal Geschichten ausgetauscht nachgefragt.

00:17:50: Und dann aufgenommen und teilweise wirklich so komplett unperfekt einfach so wie es den Leuten noch in Erinnerung war.

00:17:59: Das war eine absolute Fähigkeit, das aus diesen Leuten mit so einer Liebe rauszukitzeln.

00:18:05: Da muss man ja erst mal hinkommen und das Vertrauen aufbauen, denke ich mir.

00:18:09: Dass sich so eine bayerische Familie dann öffnet und sagt Ich tanze jetzt hier mal was vor!

00:18:14: Weil das kenne ich noch von meiner Oma oder das kenn' ich noch Von unseren Familienveranstaltungen von früher Und... Ja, das finde ich eine total faszinierende Geschichte.

00:18:24: So hat er die Tänzer- und Erinnerungen dann mitgenommen verarbeitet Wahrscheinlich irgendwie notiert oder?

00:18:32: Ja, also er hat es auf jeden Fall aufgeschrieben und notiert später.

00:18:36: Also jetzt sind sie immer noch dran das irgendwann mal zu digitalisieren.

00:18:39: Das ist auch alles wirklich noch... Also die Tonwände

00:18:42: gibt's noch?

00:18:42: Genau!

00:18:43: Und was halt das Tolle auch ist, da glaube ich komme ich so ein bisschen ins Spiel weil er hat's halt einfach auch begnadet weitergegeben.

00:18:51: Er war nicht nur der Forscher sondern er war begnaderter Pädagoge-und Vermittler und er konnte halt die Forschungsergebnisse dann wieder an Menschen aus den Regionen weitergegeben.

00:19:01: Da wurden dann zusammen mit dem Landesvereinverheimabpflege Seminare veranstaltet, wo Menschen hinkommen konnten aus der Region und diese Tänze sozusagen wieder lernen.

00:19:11: Und auf diesen Tänzen waren halt wir als Familie meine Schwestern ich und meine Mutter auch immer als Mit-und Vortänzerin von meinem Vater immer dabei und so bin ich quasi in dieser Welt schon hineingeboren eigentlich.

00:19:25: Also die kleine Katharina war immer dabei und die Welt hat dich so begeistert, dass du sagst diese Tradition führst du fort?

00:19:32: Mhm

00:19:33: also sie habe mich einfach genommen.

00:19:35: ich würde gar nicht sagen das war für mich wie Muttersprache einfach und und und das löst halt glaube ich innerlich einfach eine Zugehörigkeit aus und eine Emotion.

00:19:48: Tanz und Musik tun das ja sowieso.

00:19:50: Und dann, wenn es noch quasi zur eigenen Identität gehört umso mehr.

00:19:54: Ja

00:19:55: genau.

00:19:56: Aber was musste ich auch berühren können?

00:19:57: Du hättest dir auch sagen können, dieser Stil ist überhaupt nicht das, was ich möchte.

00:20:02: Also es hat dich ja schon auf einer Ebene berührt wo du sagst, das kann ich mir jetzt vorstellen für mein Leben mitzunehmen.

00:20:08: Ja total,

00:20:09: sehr schön!

00:20:12: Und es ist dann ein Weg entstanden, bei dir der immer sozusagen auf dem Tanzpaket stattgefunden.

00:20:19: Du bist dann ausgebildete Tanzpädagogin geworden und hast das Tanzen auch für dich sehr professionellisiert im Standard- und Lateinbereich, hast in der Weltspitze getanzt also absolut höchstes Tanzniveau.

00:20:33: kannst du uns mal mitnehmen in die Zeit?

00:20:36: Ja ich glaube was mich so immer schon gezogen hat war der Tanz mit dem Partner.

00:20:44: Also weil klar, die Volkskulturelle-Tanz ist ja auch Maßgebi mit den Partnern, auch mit der Gruppe aber sehr mit dem partner.

00:20:50: und dann in der Schule irgendwann in der siebten Achtungsklasse oder was ich war auf eine Mädchenschule war sozusagen dieser erste Tanzkurs Dieser Gesellschafts-Tanzenkurs am Programm gestanden.

00:21:00: Und wir kamen dort als gesammelte Mädchenmannschaft in diese Tanzschule rein und dann hatte dieser Tanzschuler der Gefühl gesorgt, dass genügend Partner da zur Verfügung stehen und wir hatten einfach einen riesen Spaß in dieser Klassenverbundskruppe mit diesen externen Menschen die einfach mit uns getanzt haben Jungs halt aus anderen Schulen und das hat mich so gepackt dieses Auch wieder dieses mit einem anderen Menschen in so einem Gleichklang zu einem bestimmten Rhythmus, mich zu bewegen.

00:21:31: Das hat für mich gar nicht viel Unterschied gemacht!

00:21:34: Es war halt einfach eine andere Musikform die mir genauso auch gefallen hat und daraus entstand dann auch einfach ist es mir alles so leicht gefallen.

00:21:44: Und die Chefin von der Tanzschule, selbst hatte sie mal Europa Cup-Zintenzel getanzt.

00:21:50: Die hat uns zufällig mal in der Kamera aus dem Büro beobachtet wie ich mit meinem Tanzpartner damals ein bisschen getanzt habe auf der Tanzfläche.

00:21:57: Dann kamen sie irgendwann und hat gesagt, man möchte dir das nicht irgendwie billweitermachen also mehr als Tanzschulniveau.

00:22:02: So sind wir einfach mit Vollkaracho reingeschlittert in eine quasi leistungssportliche Gesellschaftstanz Szene.

00:22:12: Und genau, da haben wir auch mit ziemlich viel Training.

00:22:16: Aber wenig Berührungsängsten sind wir da einfach durchgerauscht.

00:22:20: Wir hatten einfach wahnsinnig viel Erfolg und wahnsinnige Freude.

00:22:26: Das

00:22:26: ist aber irgendwann auch zwölf Stunden halb für dich bedeutet hat?

00:22:29: Naja total!

00:22:30: Natürlich total.

00:22:30: Also es war wirklich... Ich war von einem Tim zum nächsten eigentlich schon zu spät.

00:22:35: Die Fahrtzeit war quasi gar nicht mehr eingerechnet.

00:22:38: Also es war wahnsinnig anstrengend, weil das war auch mit täglichem Training natürlich verbunden und dann wird das ja nicht bezahlt.

00:22:43: Das ist ja nicht viel Fußball oder Tennis oder sonst was sondern da zahlst du für jede Stunde die du brauchst und man hat halt mal so einen Gruppentrenner, sondern du musst jede einzelne Stunde eine Piratunterricht bezahlen.

00:22:55: und also... Es ist höchst umfangreich gewesen.

00:22:57: Sponsorin ist nicht so gegeben?

00:22:59: Nee!

00:22:59: Und dann habe ich auch zehn Tänze gemacht, d.h.

00:23:01: man kann entweder einen fünf Lateintänze und die fünf Standard machen.

00:23:05: aber wir konnten uns einfach nicht entscheiden.

00:23:07: Wir waren im Beidem einfach erfolgreich, so wie gesagt okay wir machen alle zehn.

00:23:13: Aber halt doppelten Aufwand bedeutet hat ja.

00:23:16: Das war schon

00:23:17: krass!

00:23:17: Ja aber ich habe unendlich viel gelernt und das kannst du ja gar nicht.

00:23:21: Also das ist...

00:23:23: Du bist ja auch viel unterwegs gewesen, dann wird es total

00:23:25: überall stehen.

00:23:26: Genau ganz Europa-Welt in Amerika auch.

00:23:30: Tolle Zeit oder?

00:23:31: Wahnsinnige Zeit, krasse Zeit.

00:23:35: In irgendeinem Punkt nicht, dass das Tanzen deine berufliche Basis bildet.

00:23:40: Ja genau!

00:23:41: Also ich habe schon ziemlich früh war mir klar, dass ich die volle Leidenschaft dafür habe und ich hab es auch beim Wettkampftanz schon gemerkt Ich bin eigentlich die totale Trainings-Tänzerin.

00:23:51: also ich kann jeden Tag fünf Stunden trainieren in so Trainingsklamotten mit offenen Haaren und null auf Außenwirkung, sondern einfach nur auf mein inneres Gefühl.

00:24:01: Aber das war natürlich nicht so gedacht.

00:24:03: also weil wenn du trainierst dann trainiert sie ja um zu um irgendwas zu erreichen so Und das war für mich dann schnell klar.

00:24:10: Ich macht es nur weil man das ja irgendwie so muss Wenn man Leistungssport macht

00:24:14: Ja, da musst

00:24:14: Du ja Wettkampf machen aber ich hätte eigentlich auch nur trainieren können.

00:24:18: Es hat mir völlig gereicht.

00:24:19: Dann wollte er tanzen?

00:24:20: Ja genau dann habe ich irgendwann mal gecheckt dass ist mir Tanzen geht und nicht um das Resultat daraus, um irgendwelche Ergebnisse oder irgendwelchen Vergleichbarkeit und irgendwas.

00:24:30: Und dann mich fragt man, nee da es in dieser professionellen Tanzlandschaft nicht so gedacht ist, geht das für mich nicht?

00:24:38: Kann ich das nicht irgendwie mein ganzes Leben lang machen sondern ich möchte ja meine Leidenschaft dabei bewahren und ich möchte auch nicht meine Brötchen damit verdienen müssen sodass sich immer muss muss muss!

00:24:50: Und das war glaube ich so der größte Ausschlag Warum ich dann gesagt habe, okay, Tänzerin ist nicht mein Beruf.

00:24:59: Du hast aber an einem Punkt dann schon gemerkt, dass du das auch ganz gut weitergeben kannst und auch gerne weitergehen magst.

00:25:05: Und bist dann in die pädagogische Richtung gegangen?

00:25:07: Genau!

00:25:07: Ganz schnell schon.

00:25:08: Also ich habe das ziemlich früh nach der Schule direkt eine Tanz-Sport- und Gymnastik-Brufsakademie besucht und dort habe ich schon gemerkt, dass mir das total liegt, dass das was so aus Innen mit einem Selbstverständnis rauskommt, ich das auch total gut an andere Leute weitergeben kann.

00:25:24: Damals habe ich mir das gar nicht so zugetraut, aber ich hab es halt einfach gemacht dann.

00:25:29: Und dann wurde das geboren nachdem auch eine Bekannte von uns mich entdeckt hat ein bisschen... Und mich dann einfach gecatcht hat und gesagt, du machst das jetzt?

00:25:39: Genau.

00:25:40: Dann habe ich es so begonnen einfach.

00:25:42: Das hat sich dann entwickelt.

00:25:43: Du warst ganz lange Sportlehrerin.

00:25:45: Ja auch.

00:25:47: Ich hab dann Sport studiert, weil ich schon ein bisschen ein vielseitig interessierter Mensch bin.

00:25:52: Ich habe gemerkt, gerade zu Bewegungstechnisch liegt mir einfach ganz viel.

00:25:56: Als ich dann gemerkt habe, okay ist ja nicht nur Tanz sondern es gibt soviel was mir liegt musste ich irgendwie noch ausströmen.

00:26:03: Und dann habe ich eben Sport studieren auch um diese ganzen und das alles irgendwie mal zu

00:26:07: machen.

00:26:07: Und ja, so viele tolle Sportarten.

00:26:09: Total!

00:26:09: Genau, wie kann ich es weitergeben?

00:26:12: Wie kann ich dafür Leidenschaft entwickeln?

00:26:15: Dann bin ich als Sportlehrerin geworden, weil ist auch aber auch ein Zufall geschuldet.

00:26:18: Das habe ich dann achtzehn Jahre gemacht und hab das wirklich sehr geliebt also diese verschiedenen Bewegungsreparatur einfach zu vermitteln.

00:26:27: Vielleicht auch anders als in dieser normalen Sportstruktur.

00:26:32: Es war glaube ich immer schon mein Ding... dass der Mensch irgendwie im Vordergrund steht.

00:26:37: Das haben die Schüler und Schülerinnen bestimmt total geschäxt?

00:26:39: Ja, Gott sei Dank ja wirklich tatsächlich!

00:26:41: Schön, das ist toll.

00:26:43: Du hast da ja schon mal auf jeden Fall das Richtige für dich gefunden.

00:26:46: Hat sich dann etwas verändert als für dich eine Familie oder als deine Familie dazu gekommen ist?

00:26:54: Total.

00:26:54: also ich habe irgendwann für mich erkannt, also schon bevor meine Tochter auf die Welt kam, habe ich erkannt ,dass irgendwas nicht stimmt So richtig.

00:27:04: Also ich habe halt, ich konnte mit dieser Vermittlungsstruktur so wie Schüler behandelt werden sowie auch teilweise diese diese Art und Weise des Leistungsabfragens das Bewerten vor allem des Bewertes und das Bewerbens nicht nur der Leistungen sondern immer den Menschen.

00:27:21: So krass im Vordergrund stand dass sich immer schon gemerkt hat Passt irgendwie nicht.

00:27:27: Dann habe ich Renastron Pedagogik, Montessori Pedagogikausbildung gemacht und dann hab' ich mich in allen möglichen Bereichen schon im Coaching auch fortgebildet um sozusagen in meinem Unterricht das bestmögliche anders machen zu können.

00:27:40: aber irgendwann stößt du da halt an Grenzen einfach du stößtest an die strukturellen Grenzen.

00:27:44: und dann habe ich gemerkt okay Ich muss mich jetzt entscheiden und ich bin halt schon auch ein konsequenter Mensch.

00:27:49: ich muss mich entscheiden entweder bleibe ich dort und dann trage ich es mit Oder ich muss einfach konsequent auch gehen, weil... Ich bin ein Rat im System und das muss man dann irgendwann.

00:27:59: oder für mich war wichtig.

00:28:00: Oder klar!

00:28:01: Ich musste es mir ehrlich eingestehen.

00:28:03: also wenn ich meine volle Power immer da reingebe dann halte ich auch das System am Laufen, dass sich einfach auch nicht mehr mittragen kann.

00:28:10: Und da war es noch katholische Kirche, wo es für mich viel um diese Frauen und das war eine Mädchenschule auch.

00:28:16: Ich hatte halt ganz viele Mädchen und ich meine, es gibt wenig was frauenfeindlicher ist in unseren westlichen Breitengraden als die katholische Kirche.

00:28:24: Und dort einen Arbeitsvertrag zu haben nach dem Kirchenrecht zu unterrichten auch und dann noch des Schulsystems von der staatlichen Struktur aus.

00:28:35: Das konnte ich einfach nicht mehr... mit mir vereinbaren

00:28:37: wenn es nicht stimmig ist dann kann man ja irgendwann auch nicht mehr so gut sein in dem was man vermitteln möchte und was man geben möchte.

00:28:43: das muss man ja glaube ich schon auch fühlen.

00:28:45: Ja also ich glaub dass gut sein ist gar nicht.

00:28:47: ich glaube das ist eher innen drin, also es ist etwas was innen drinnen irgendwie... vergraben ist, sich verändert.

00:28:55: Aber auch was dann eher so etwas auslöst wie eben Burnout oder das sind ja nicht die Dinge es in der meist nicht die Lehrer die irgendwas nicht mehr so gut können sondern es sind eher die Lehrer diese sehr gut können die so gerne was transportieren wollen und treffen dort nicht auf auf die Möglichkeit des so zu transportieren und dann stimmt was im Inneren einfach nicht mehr.

00:29:13: also ich glaube dass es mehr bei mir auch vor allem im Inneren dann war.

00:29:17: Ich habe gemerkt, ich kann den Menschen... ich will es nicht!

00:29:19: Ich will nicht dass die Menschen, die die zukünftigen Welt geschickt gelenkten so begleitet werden.

00:29:23: Das kann einfach nicht beitragt sein.

00:29:25: Hat sich

00:29:25: für

00:29:26: dich nicht mehr

00:29:26: so richtig stimmig angefühlt?

00:29:27: Null.

00:29:28: Da hat's schon eine Veränderung gegeben.

00:29:30: du bist jetzt heute Coach für Persönlichkeitsentwicklung und Embodiment also hast Dich dort noch mal ganz stark weiter entwickelt.

00:29:38: Wo begleitest Du Menschen?

00:29:42: Was machst du

00:29:42: da?

00:29:42: Ja, ich begleite ganz viel Menschen.

00:29:46: vorwiegend Frauen, aber auch Männer.

00:29:47: Weil ich mit meinem Mann zusammen eine Firma und ein Unternehmen gemeinsam habe, wo unser Hauptthema die innere Kind-Thematik ist oder das innere kind zu heilen oder nachzunähern.

00:29:59: Und da kommen natürlich viele Themen auf den Tisch, die mit dem geworden sein, mit der Geschichte zu zunommen also sowohl mit vorgeburtlichen Prägungen, aber dann natürlich wenn du auf die Welt gekommen bist in welchem Elternhaus bist so groß geworden

00:30:11: usw.,

00:30:12: welche Muster, welche Ideen hast gemacht, obwohl sie gar nicht deine sind und das wieder freizulegen.

00:30:18: Also so diesen Kern des eigenen Ichs.

00:30:21: also wer bin ich?

00:30:22: Und was will ich?

00:30:24: Warum tue ich es nicht wenn ich's will und weiß ich überhaupt was ich will?

00:30:28: weil vielleicht habe ich mich das ja noch nie gefragt sondern ich funktioniere in irgendeinem System und weiß eigentlich gar nicht mehr ob ich das wirklich will.

00:30:35: und das ist so meine herangehensweise Menschen so viele wie möglich, dort zu begleiten sich selbst freizulegen und im Endeffekt dann auch mutig und kraftvoll mit diesem Körper weil vieles ist ja in unserem Körper gespeichert im Körper was zu verändern, dass ich dann auch kraftvoll den Weg der Neuen gehen kann.

00:30:56: Weil das ist ja mit Handlungen verbunden und das ist so meine Herangehensweise.

00:31:01: Es ist spannend weil da vereinen sich die Dinge wieder.

00:31:04: Die Arbeit in der Körperlichkeit aber auch wo kommen die Glaubenssätze her?

00:31:11: Da sind wir wieder bei Traditionen.

00:31:12: Was habe ich mitbekommen?

00:31:14: wie bin ich aufgewachsen?

00:31:15: Was wurde mir beigebracht?

00:31:17: Was wurden mir als Wert gelegt?

00:31:20: Und wenn man ganz viel Glück hat, sind das natürlich alles gute Werte.

00:31:24: Aber klar viele Menschen haben ja damit zu kämpfen dass nicht immer alles so ideal gelaufen ist und es ist nie zu spät damit nochmal anzufangen und noch mal draufzuschauen und zu sagen wie kann ich denn heute damit weiterarbeiten oder?

00:31:36: Total.

00:31:37: Und ich meine, die Werte sind total relativ.

00:31:39: Was ist ein guter Wert und was ist nicht guter wert?

00:31:41: Ich finde es eben so individuell, dass sich teilweise auch die gesellschaftlichen Werte gar nicht unbedingt als dieses Zündel an einer Wahl genehme würde sondern wirklich mal zu gucken okay... ...was ist in dir selbst dein eigener Wert?

00:31:54: Und deine Werte!

00:31:55: Und nach denen hat er auch genau... Ja,

00:31:56: was brauche ich?

00:31:57: Was

00:31:57: brauche i?

00:31:57: und danach auch zu

00:31:58: leben?!

00:31:59: Naja, weil das ich sagen wollte viele Menschen vergraben das ja so bisschen oder kann das manchmal gar nicht mehr so richtig einordnen, weil man ja Dinge auch dann gerade im Heranwachs sind für gegeben hinnimmt.

00:32:10: Bis einem jemand sagt, dass musst du gar nicht als gegeben hinnehmen und das kannst du auch ändern.

00:32:17: Genau!

00:32:18: Ja, weil wir da einfach so auch... Wir werden ja diesem.

00:32:22: Jemand sagt uns wie es geht und das glauben wir dann einfach.

00:32:26: Weil uns niemand sagt, dass wir es auch hinterfragen dürfen.

00:32:28: Also wann durfte man schon mal einen Lehrer hinterfagen?

00:32:31: Ja gar nie!

00:32:32: Da wäre das doch total sinnvoll.

00:32:34: Und Mama und Papa ja gleich dreimal.

00:32:36: Ja natürlich.

00:32:36: Mama und papa gleich dreimal.

00:32:37: Unterwegs,

00:32:38: was die sagen wahrscheinlich irgendwie stimmt und

00:32:41: gesetzt ist.

00:32:41: Das sind halt auch die Hauptthemen mit denen wir beschäftigt sind.

00:32:44: also es geht ja... Vor allem um die familiäre Struktur.

00:32:47: Und meistens ist die Schule dann das, was noch obendrauf gesetzt ist.

00:32:50: natürlich weil ja die erst nach sechs Jahren beginnt und da bist du ja sechs Jahre schon auf der Welt und hast schon alles Mögliche eingesammelt.

00:32:55: Das erste Weltbild steht schon mal.

00:32:57: Ja also das ist eine Säule von deiner Bürosztätigkeit.

00:33:02: wir zwei haben uns aber im letzten Jahr auf einer privaten Geburtstagsfeier kennengelernt wo du die Gäste schar ordentlich tänzerisch in Schwung gebracht hast.

00:33:11: Das machst Du aber auch.

00:33:13: Man kann dich Tänzerisch für Veranstaltungen.

00:33:16: Ja,

00:33:16: total!

00:33:17: Also es ist ja wirklich auch meine Expertise die ich niemals loslassen werde weil das einfach so viel Freude macht.

00:33:24: Da geht's darum um so kommunikatives Miteinander herzustellen.

00:33:28: also ich werde gerne für entweder auch größere Veranstaltung oder aber auch so kleinere Veranstalten gebucht wenn jemand möchte dass die Gäste jetzt nicht nur rum sitzen oder halt irgendeine Party-Mucke läuft und bewegen sich die anderen nicht, sondern wenn man irgendwie so ein Gemeinschaftserlebnis herstellen möchte und sich ein bisschen mit dieser bayerischen Kultur auch identifizieren kann.

00:33:49: Also wenn man das irgendwie nett findet, irgendwie schön, wenn man sagt okay wir kombinieren es mit einer bayerischem Brotzeit oder so also wenn man dass so ein bisschen... Und danach merkt man ja erst, dass gar nicht so viel mit diesen Bayerischen zu tun hat als viel mehr mit dieser Interaktion dieses gemeinsam in Kontakt kommen und so freudige Berührungspunkte zu schaffen.

00:34:08: Und wenn du noch so einem Event dann beschwingt nach Hause fährst, was ist denn in den Stunden zuvor passiert?

00:34:15: Ach, in den Stunden zuvor es passiert das, dass ich mich mit meinen Musikanten abgestimmt habe.

00:34:20: Weil eigentlich auch immer... Was heißt eigentlich auch?

00:34:23: Nee!

00:34:24: Ich arbeite mit Live-Musik, wann immer es irgendwie möglich ist.

00:34:27: also ich hab schon die Kommunikation Interaktion mit meinem Musikanten gestartet und ich hab vor Ort schon geguckt ein Mikrofon aufgebaut, mit den Leuten schon so ein bisschen... ich gehe meistens früher und gucke mir die Leute schon so etwas an.

00:34:41: Also Fühl halt so hin!

00:34:43: Ich habe die Leute zusammengebracht dass der ganze Tanzboden voll war mit tanzenden Menschen, die sich freuen, die sie gegenseitig kennengelernt haben Ja, noch

00:34:56: mehr?

00:34:57: Ich hätte tatsächlich eine Frage zu der Live-Musik gehabt.

00:35:01: Seid ihr so einer Community die sich über die Jahre einfach so kennengelernt hat und zusammengewachsen ist?

00:35:07: Also kennt ihr euch alle in der Branche.

00:35:10: also wenn jetzt ein Event ansteht wisstest du ich rufe jetzt mal die Leute an und frag ob sie mich begleiten möchten.

00:35:16: Genau!

00:35:16: Also die Tanzmusik ist eine komplexe Musik.

00:35:21: Man glaubt ja immer, die Tanz-Musik ist so die einfachere Musik.

00:35:24: Aber ja von der Struktur vielleicht schon aber von der Technik wie du als Musik-Tänzer begleitest.

00:35:30: Es braucht eine ganz besondere Kenntnis.

00:35:32: das heißt es gibt natürlich ganz viele tausend Musikanten auch im bayerischen Raum aber es gibt nicht sehr viele wirklich kompetente Tanz-Musikanten und dadurch ist es eine relativ kleine überschaubare Community die wirklich, die du wirklich fragen kannst und zur Tanzbegleitung gut einladen kannst.

00:35:55: Und da gibt es natürlich größere Gruppen, die dann größere Veranstaltungen begleiten wie jetzt einen Kochalbal oder Catrain-Tanz.

00:36:01: Und dann gibt's so einzelne Musikanten, die zum Beispiel zu einem kleineren Raum beschallen können.

00:36:06: aber dafür braucht man auch einen Bezirk

00:36:09: z.B.,

00:36:09: weil der muss ja dann drei oder vier stimmen spielen können, also ein Musikant.

00:36:14: Da kannst du halt dann nur jemanden brauchen und der zum Beispiel Akkordian oder Zirch spielt weil du sonst ja gleich wieder mehrere Instrumente, also mehrere Musikanten brauchst.

00:36:22: Und das hat natürlich immer sehr immer auch einen Kostenfaktor und immer so

00:36:25: alle Zeit.

00:36:25: Ja

00:36:26: genau!

00:36:27: Und vor allem ist es für die Menschen, die das veranstalten wenn du mal einfach mal drei vier Musikanten gleich bezahlen musst und dann noch mich als Tanzleitung, dann ist es einfach... Wenn ich dann einen Musikanten habe Der dann mit der Zürch ungefähr, meine ich, kann bis zu dreißigvierzig Menschen beschallen.

00:36:43: Was

00:36:44: ist die Zürche?

00:36:44: Es ist ein Erdizihamonika!

00:36:50: Die Abkürzung kann dich noch gar

00:36:51: nicht.

00:36:52: Das ist ein wunderbares Instrument, liebe ich.

00:36:54: Total.

00:36:54: So vielseitig.

00:36:56: Genau und weil du da eben Melodiestimme, Begleitung und Bass und du brauchst ja so einen komplexen Tonumfang auch also den komplexem Klangumfang Weil das macht ja auch was.

00:37:08: Ja, natürlich!

00:37:10: Und insofern ist Live-Musik für mich die absolute Bodenbelag also die absolute Basis und das ist auch das erste was ich abchecke weil wenn ich keinen Musikanten habe dann kann ich den Job auch nicht zusagen weil es geht überhaupt gar nicht mit Musik einschalten.

00:37:23: Dann gibt's sehr viele von diesen Musikstücken noch gar nicht digitalisiert.

00:37:27: Das heißt vieles können wirklich nur die Musiker live spielen.

00:37:34: Ja und wie du gesagt hast, der Musiker muss sich ja wirklich auch dann immer wieder neu auf diese Menge einstellen.

00:37:41: Wo die gerade steht, die bringst du ja noch ein Stück weit voran über so einen Auftritt, über so eine Abend.

00:37:46: Und ich bestelle mir das auch relativ schwierig vor sich.

00:37:48: Es ist live einfach schöner und nahbarer und näher und voll.

00:37:52: Und es ist einfach auch anspruchsvoll, weil natürlich ich sehr aus dem spontanen Schöpfeball das was die Menschen da von uns bekommen, dass immer auch etwas zu ihnen passt.

00:38:01: also wir haben jetzt nicht einfach ein Programm und das setze sich dann auf jede Gruppe drauf sondern ich habe halt einen Podbrief von vielen vielen Tänzen.

00:38:07: dadurch brauche ich natürlich auch Musikanten der ein Podbriefer mit vielen vielen Tempsten hat und am besten auswendig spielt und das ist natürlich schon ganz ganz hohe Meisterklasse.

00:38:18: Ja, auf

00:38:19: jeden Fall.

00:38:20: Aber dann entsteht auch eine richtig tolle Gaudi!

00:38:24: Katarina wir haben es vorhin schon ein bisschen angesprochen unsere Welt wird immer technischer und ein Stück weit auch unberechenbarer.

00:38:32: so fühlt sich das ja häufig an.

00:38:34: kann Traditionen dabei helfen dass Menschen sich wieder so ein stück erden können das menschen wieder sind stückweit so bei sich ankommen können?

00:38:43: Ja, also auf jeden Fall.

00:38:45: Es kommt für mein Gefühl so ein bisschen drauf an was es für eine Art von Volkskultur ist.

00:38:50: aber allein dieses das ist was ist wo du Menschen in echt begegnest.

00:38:54: Also begegnerst Menschen in Echt.

00:38:56: dazu wird echt gespielte von menschengespielte Musik gemacht die quasi direkt aus den Instrumenten als Unterlage gespielt wird.

00:39:05: Du hast einen Raum, meistens auch einfach einen öffentlichen Raum irgendwo.

00:39:09: Also das hat auch was mit dem Leben vor Ort zu tun.

00:39:14: Es ist einfach eingebettet in etwas, was Erdberührung hat und auch diese Tänze sind ja doch auf diesem Tanzboden.

00:39:21: Das ist was nach unten.

00:39:23: Was hat das irgendwo?

00:39:26: Da schwebt man jetzt nicht ins Pferd, wie beim Ballett zum Beispiel.

00:39:29: Wo du einfach eher abhebst und über den Boden schwebst.

00:39:34: Mit der traditionellen Tanzkunst hast du eigentlich so eine echte Bodenhaftung!

00:39:39: Und du kommst halt in wirklich körperliche Berührungen mit anderen Menschen.

00:39:43: Absolut, ja.

00:39:44: Genau, dass würde ich mal so beschreiben.

00:39:47: Ich könnte mir vorstellen, dass es für viele erst einmal eine ungewohnte Erfahrung ist... Aber Tanzen bewegt ja Menschen nicht nur im körperlichen Sinne, sondern das, wie du sagst ist ja was Gemeinsames ein Miteinander.

00:39:59: Was Authentisches!

00:40:00: Das hat ja eigentlich etwas Therapeutisches.

00:40:02: oder tanzen ist ja auch Therapie?

00:40:03: Ja total.

00:40:04: also natürlich gibt es die Tanztherapie.

00:40:08: damit arbeite ich auch in Teilen.

00:40:10: aber was therapeutische Wirkungen ist eigentlich dieses Unausgeregte.

00:40:14: Es ist wie so eine Nervensystems-Berüge, es ist auf eine Weise auch etwas enthousiastisches aber es hat doch die totale Nervenystemsberügung weil du kommst wie in einen Co-Regulation Space.

00:40:26: Du kommst mit einem Menschen und dem anderen zusammen, es geht erstmal nicht um komplexe Schritte, du musst nicht erst mal irgendwie zwanzig Schritte lernen was wieder Stress macht sondern mit ganz einfachen Bewegungsformen.

00:40:36: Kannst du dich in so einer Symbiose mit dem Partner in diese Melodie auch hineinfloten?

00:40:42: Und das hat wirklich sowas, wo das ganze Nervensystem reguliert und runterfährt und einfach so eine Art von Flow-Zustand erreicht wird!

00:40:51: Und natürlich hat dieses körperliche Thema auch immer wieder was mit nähe und mit respekt zu tun.

00:40:58: Und das ist auch ein thema, dass einfach sich da unterschwellig wirklich auch raum nimmt also dieses zu spüren okay wie viel nähe ist ok?

00:41:06: Was mag ich und was nicht?

00:41:07: Wie kommuniziere ich es auch?

00:41:09: Also allein diese kommunikative was der stattfindet und dem feinflügt zu begegnen ist natürlich eine große Aufgabe.

00:41:18: Also das ist auch was, was ich immer wieder kommuniziere.

00:41:20: also ich lasse es nicht einfach nur so stehen und sage Juhu jetzt haben alle Gaudi und jeder greift jeden irgendwo an sondern ich mache da auch immer ganz nette lustige aber ganz klare Ansagen auch ums Bewusstsein der Menschen zu aufzuwecken.

00:41:34: Und die Rolle von dem Mann.

00:41:36: und die Rolle der Frau hat ja auch immer eine ganz bestimmte.

00:41:39: Der Mann hat ja oft in diesen Tänzen auch eine führende Rolle und musste ja auch einnehmen und ausführen.

00:41:44: Richtig?

00:41:45: Ja, genau.

00:41:45: Oder andersherum?

00:41:48: Genau

00:41:49: und wir machen eher... Also das ist ja auch so.

00:41:51: diese Idee von Wir haben eine Rolle und die hat ein bestimmtes Geschlecht zum Beispiel.

00:42:00: Das wird bei mir total aufgerissen.

00:42:01: also ich sage es gibt eine Führungsrolle und es gibt einen Rollen des lauschenden Folgenden aber das muss nicht der Mann oder die Frau sein sondern derjenige der diese Führung roll übernimmt.

00:42:11: das kann sowohl man Also auch Frau sein, als auch Fraufrau oder Mann miteinander.

00:42:16: Der nimmt aber halt die Führungsrolle ein und ich meine wie geil ist das im Leben?

00:42:20: Wenn du es auch ins Leben transferst und sagst okay hey!

00:42:23: Ich bin in der Lage die Füllungsrolle einzunehmen und ich bin aber auch in derlage zu lauschen mich hinzugeben auf eine Weise auch Folge zu leisten im Dienst des Ganzen Aber eben auch andersrum.

00:42:37: Ich kann auch die Führung einnehmen und ich entscheide mich dazu, ich sage nicht okay nur weil du Mann bist, bist du automatisch der der führt?

00:42:43: Ja das ist ok und ich verstehe es auch dass das für viele Menschen halt der gewohnte bequeme Raum ist Und genau das ist auch was, was ich aufreisse.

00:42:51: Also liebevoll mit dem Reißverschluss.

00:42:53: Ja, das ist so da... Das Aufbrechen der Tradition.

00:42:56: Genau!

00:42:57: Und

00:42:57: man muss sich auch blitzschnell dann auf die neue Rolle einstellen können.

00:43:00: Genau und es wird gar nicht gefragt.

00:43:02: Geht das ja ruckzack?

00:43:03: Auf einmal ist man in der Rolle der Führenden.

00:43:08: Was dann so Spaß macht Wie sehen das denn deine Kinder?

00:43:13: Sind die Kinder dann auch so Tanzbegeistert?

00:43:16: oder gelingt es schon diese Begeisterung an die nächste Generation weiter zu?

00:43:21: Total.

00:43:21: Also ich würde sagen, meine Kinder... Wir sind eine Patchwork-Familie und die sind alle Musik und Tanzaffinen.

00:43:31: Die haben jetzt nicht so viel mit der Volkskultur zu tun, weil sie sind ja auch nicht in meiner Suppe aufgewachsen.

00:43:35: also die größeren zwei auf jeden Fall nicht.

00:43:37: aber dieses sich bewegen oder es wichtig zu nehmen das wird in unserer Familie auch wichtig genommen.

00:43:43: Also egal welche Tanzkurse oder irgendwer machen will das ist natürlich selbstverständlich dass das was total wichtiges ist und dass es gemacht wird und dass er unterstützt wird.

00:43:50: und meine Kleine also was heißt kleine?

00:43:52: diese jetzt auch schon dreizehn die in meiner suppe geschwommen und aufgewachsen Die kommt auch mit, also ich mache ja auch wie mein Vater zu Seminare wo Menschen eben Wochenendeweise hinkommen können oder fährt meine Tochter total gerne mit und erlebt dort die Volkskultur mit.

00:44:09: Obwohl sie jetzt mit dreizehn auch Hip-Hop-Tanz folgert.

00:44:12: Aber das ist für sich überhaupt kein... Es ist natürlich ein Unterschied.

00:44:18: Aber sie kann sich in das eine geben und das andere, es beißt sich nicht.

00:44:22: Das

00:44:22: ist eine Welt und sie hat einfach nur verschiedene Orte.

00:44:26: Man kann sich an jedem Ort dann mit der entsprechenden Musik auch zu Hause

00:44:29: finden.

00:44:29: Ganz genau!

00:44:30: Das ist schön.

00:44:33: Eine schöne Idee, dass das wieder weitergegeben wird von deinem Papa über dich jetzt an die nächste Generation.

00:44:38: Ja total.

00:44:40: Sehr schön.

00:44:40: Stimmt.

00:44:44: Wenn du einen Wunsch äußern dürftest, sagen wir mal an das Universum.

00:44:49: So!

00:44:49: Wenn du ein Wunsche äußeren dürftet wie sich jetzt dein Leben oder wie sich deine Buchstätigkeit weiterentwickelt was wäre es dann vor allem Wunsch?

00:44:59: Ja ich mag jetzt eigentlich gerade noch viel mehr.

00:45:02: also ich möchte mir Räume erschaffen in denen ich ihn allen... Tanzbereichen, also in denen ich so experimentelle Räume schaffen kann.

00:45:11: Das mache ich sowieso teilweise aber noch mehr wo wirklich der Körper eine große Rolle spielt, wo dieser Einfluss noch klarer wird den Körper auf Umsetzungskraft hat.

00:45:22: Den Musik auch auf geistige Freiheit hat!

00:45:27: Also ich möchte noch weniger im Rahmen passen.

00:45:30: Ich bin ja immer schon die, den traditionellen Rahmen auch immer wieder so ausbricht.

00:45:36: Und ich wünsche mir aber so sehr, dass die Menschen noch viel mehr ins Fühlen kommen in dieses Bewusstsein für Körperbewegung, aber auch für Menschen und für Werte- und Liebe, krass gesagt einfach!

00:45:55: Also für so ein wertfreies, wertschätzendes Miteinander

00:46:01: ist ja dieser Tage Wichtig und wird immer wichtiger.

00:46:05: Man geht ja auch, merken wir ein Stück weit gerade verloren und alles was das Interesse weckt, das wieder zurückzuholen oder weiterzuführen ist sicherlich etwas was der Welt hilft.

00:46:17: Ja total!

00:46:18: Was den Menschen hilft.

00:46:19: Jan

00:46:19: grad halt diese persönlichen Begegnungen weil klar ich mein KI ist alles wunderbar und gleichzeitig braucht es halt den Gegenpol, also es braucht auch das wo man wirklich sich bewusst darüber wird wie wertvoll menschliche Begegnung ist und wie ich das dann auch und dass ich mich erst mal, also sich auch lerne drüber wie zu kommunizieren mit mir selbst und dann mit anderen.

00:46:39: Und was das dann macht?

00:46:40: Wie es geht eigentlich!

00:46:42: Also wie das geht

00:46:43: ist ja sowieso eine sehr interessante Entwicklung, wie das Parallel jetzt gerade schon losläuft.

00:46:47: Auf der einen Seite dieses ganze Nicht-Menschliche, dieses Ganze Künstliche aber man sieht ja schon, da spürt ja schon diesen Bedarf den die Menschen haben nach Nähe, nach Persönlichem, Nach Echtheit, nach Authentizität.

00:47:01: Das läuft ja wie parallel die parallel

00:47:04: laufen.

00:47:05: Das ist sicherlich eine gute Richtung.

00:47:07: Ich sehe, Katerina, du hast noch viel vor!

00:47:10: Ja ich habe

00:47:13: noch viel

00:47:13: von dir hören.

00:47:14: Auf jeden Fall

00:47:17: Jetzt kommen wir mal ein kleines bisschen kurzfristiger.

00:47:20: Da kochalbal in diesem Jahr, im Jahr ist es im Jahr zwanzig findet am neunzehnten Juli statt habe ich schon rausgesucht und habe mich schon eingetragen.

00:47:27: Ich weiß da wird er wecker dann wieder um vier Uhr klingeln.

00:47:30: Ja ich stelle nur um drei Uhr auf

00:47:35: Wenn ich jetzt so vorbereitet kommen möchte zum Kochalberg, weil ich vielleicht schon ein bisschen was können möchte.

00:47:41: Was mache ich

00:47:41: dann?

00:47:42: Ach das ist super toll!

00:47:43: Weil seit eben wir seit zwanzig Jahren schon bieten wir vom Kulturreferat aus kochalbal begleitende Tanzkurse an.

00:47:51: also es heißt drei Donnerstagabendel treffen wir uns im Hofbräuhaus und dort wird bayerisch getanzt, mit Livemusik komplett kostenlos.

00:48:04: Das heißt man kann da einfach hinkommen am Abend.

00:48:07: Es wird wahrscheinlich zwei Kursteile geben weil es so viele Menschen sind dass das sich dann auf zwei Kurse aufteilt.

00:48:14: in beiden Kursen wird aber genau das gleiche gemacht und beginnt glaube ich um neunzehn uhr dreißig der erste und der nächste dann eineinhalb Stunden.

00:48:21: später Üben wir alles ganz entspannt ein und mit viel Freude.

00:48:28: Und auch eben schon mit Live-Musik, drei Donnerstage.

00:48:32: Und man kann nur zu einem kommen oder allen drei.

00:48:34: Das ist nicht fortlaufend!

00:48:36: Man kann jedes Mal neu dazustoßen... ...und dann ist man aber auf jeden Fall voll eingetuned.

00:48:49: Du, da freue ich mich jetzt schon so richtig drauf.

00:48:51: Ich seh es schon mal vorbeischauen in den Trainingsstunden.

00:48:53: Ja

00:48:54: gut!

00:48:54: Sehr gut gemacht!

00:48:56: Das nehmt

00:48:57: mir jetzt mal vor und das ist ein ganz großartiges Gespräch lieber Katharina.

00:49:02: Ich danke dir sehr für den Einblick in dein Leben, für deine Zeit.

00:49:06: Und du hast eine unglaublich spannende Lebensgeschichte und ich finde, du hast ein so wunderbares Thema was dich ausmacht das du mitbringst, was du mit auf die Tanzfläche bringst.

00:49:17: Ich wünsche dir dass der Enthusiasmus um diese Freude und das Positive, dass sich das noch ganz lange trägt und dass das ganz toll deine Zukunft gestaltet für alles, was du dir vorgenommen hast.

00:49:30: Also ich danke dir sehr, dass du heute mein Gast bist!

00:49:33: Ja, sehr gerne!

00:49:34: Vielen Dank dir für diese wunderbaren Fragen!

00:49:38: Danke!

00:49:42: Wenn dir diese Folge gefallen hat abonniere den Podcast einfach auf dem Podcast-Kanal deines Vertrauens.

00:49:48: Wenn du noch mehr wissen möchtest, folge den Work-Life Stories gerne auf Instagram.

00:49:55: Ich freue mich wenn du bei der nächsten Folge wieder einschaltest!

00:49:58: Bis dahin, bleibe gesund und optimistisch Deine Mona Rüßmann.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.