23. "Was braucht es für einen echten Mutausbruch im Leben, NANÉE Emmerich?"

Shownotes

In dieser Folge der Work.Life.Stories spreche ich mit Nanée Emmerich – Sängerin, Songwriterin, Keynote-Speakerin, Trainerin und absolute Mutmacherin. Nanée steht für Empowerment, Sichtbarkeit und die Kraft, das eigene Anderssein nicht nur zu akzeptieren, sondern als Stärke zu leben. Geboren mit einer seltenen Pigmentierung mit der Bezeichnung CMN, über 60 Operationen, viele Jahre des Versteckens – und schließlich der Weg auf die Bühne. Nanée erzählt offen und berührend von ihrem persönlichen Weg.

Wir sprechen darüber, warum Mut ein Muskel ist, den man trainieren kann, wie Musik helfen kann, sich selbst zu verstehen und anzunehmen, wie man mit Blicken, Vorurteilen und Selbstzweifeln umgeht, …und warum genau das, was „anders“ ist, unsere größte Superkraft sein kann.

Diese Episode ist eine Einladung an Dich:

  • Dich selbst freundlicher zu sehen,
  • Deine Einzigartigkeit nicht länger zu verstecken,
  • und den Mut zu finden, Deinen eigenen Weg zu gehen.

Ein Gespräch, das inspiriert, berührt und lange nachklingt.

Wenn Dir die Folge gefällt, freue ich mich, wenn Du mir ein paar Sterne als Bewertung schenkst und den Podcast teilst. Vielen Dank! Du möchtest mich persönlich kontaktieren? Ich freue mich auf Deine Nachricht unter worklifestories@t-online.de

Work.Life.Stories. auf YouTube: https://youtu.be/2_UAMRfSF9Y

Mehr über Nanée findest du hier: https://nanee-emmerich.de

Insta: nanee.emmerich

Podcast: "HAUT Couture - ICH BIN ICH und das ist gut so"

Transkript anzeigen

00:00:07: Hallo und herzlich willkommen bei Work Life

00:00:10: Stories.

00:00:11: Ich bin Mona Rüßmann, in diesem Podcast geht es um die Faszination des Neustarts

00:00:16: – beruflich,

00:00:18: privat oder gleich beides zusammen!

00:00:21: Spannende Menschen erzählen hier von ungewöhnlichen Lebenswegen und mutigen Entscheidungen.

00:00:27: Lasst dich inspirieren!

00:00:28: Ich wünsche dir viel Freude beim Anhören dieser Episode.

00:00:33: Los geht's.

00:00:36: Mein heutiger Gast in den Work-Life Stories ist Nani Emmerich.

00:00:41: Nani ist Sängerin, Songwriterin, Keynotespeakerin und Trainerin – ein Mensch mit einer unglaublichen Präsenz, einer Energie und einer Botschaft die buchstäblich unter die Haut geht!

00:00:55: Ich weiß dass das nicht immer so war, insbesondere weil sich die Natur etwas ganz Besonderes für dich ausgedacht hat….

00:01:03: Wir haben gerade die ersten Sekunden von deinem Song Mutausbruch gehört.

00:01:08: Ein ganz, ganz starker Song wie ich finde und ein muthausbruch ist etwas was uns allen glaube ich gut steht, was wir alle gut gebrauchen können und darum soll es heute auch gehen.

00:01:19: Gesprechen über dich, über deinen Weg hin zu der Person, die du geworden bist, was es braucht sich selbst anzunehmen wie man ist und, wie du anderen Menschen hilfst aus ihrem Schatten herauszutreten.

00:01:34: Ihnen Mut machst!

00:01:36: Ich glaube, man kann sagen from hiding to shining.

00:01:40: Herzlich willkommen und moin moin nach Hamburg.

00:01:43: Na nee, Emmerich.

00:01:45: Vielen lieben Dank, liebe Mona für die Einladung.

00:01:48: Ich freue mich sehr dabei zu sein.

00:01:49: Ja ich freu mich auch total.

00:01:52: Weihnachten steht ja schon fast vor der Tür.

00:01:54: wenn die Folge rauskommt dann haben wir wahrscheinlich schon Weihnachten gefeiert.

00:01:58: Ich sitze hier bei Kerzenschein und Kinderpunch.

00:02:03: Seht man das?

00:02:04: Meine Weihnachtszeit,

00:02:05: mein Tee.

00:02:06: Ja, ciao!

00:02:08: Du bist virtuell mit bei mir in meinem Podcaststudio.

00:02:12: Wie geht's dir in der Vorweihnachtszeit?

00:02:15: Ist es noch bei dir eher die volle To-do Liste oder hast du schon ein bisschen Jingle Bells Feeling einziehen lassen?

00:02:22: Ich hab überhaupt kein Jingle Bells-Feeling.

00:02:23: Es ist so ein bisschen als würden jetzt die Kunden sich alle noch mal denken, ah, warte mal lasst nochmal ganz schnell vor Weihnachten einen Anwünschstrich in den Sack zu machen und schonmal die weichen Stellen für nächstes Jahr für den letzten zwei Wochen so viele Kundengespräche gehabt wie seitlich ja nicht.

00:02:43: Das klingt also spannend, spannende Zeit!

00:02:48: Das ist total lustig, dass du das sagst.

00:02:49: Es geht mir auch so!

00:02:50: Also ich bin schon so damit beschäftigt es ja, ... ... in sämtlicher Dokumentation zu schreiben und dass ich manchmal mich schon konzentrieren muss... ... weil ich gedanklich auch schon voll im nächsten Jahr bin.

00:03:04: Aber ich glaube, das ist ein ganz gutes Omen oder?

00:03:07: Auf jeden Fall.

00:03:08: Also auf jeden Fall freut es mich, dass dann sozusagen die Weichen schon gestellt sind und ein paar sehr schöne Aufträge für nächstes Jahr schon quasi auf mich warten.

00:03:19: Ja

00:03:20: ja auf jeden fall!

00:03:21: Du bist beruflich unglaublich vielseitig unterwegs.

00:03:24: du singst, du schreibst Songs, als Trainerin unterwegs du hilfst Unternehmen beziehungsweise Teams in der Entwicklung.

00:03:34: Fangen wir mal mit den Workshops und den Trainings an.

00:03:38: Du führst mit Methodik, Musik und Mut!

00:03:42: Was macht deine Workshop-Ausnahme?

00:03:45: Ich bin ja, hast du ja so schön gesagt, singer Songwriterin und Trainerin und Spiegelerin.

00:03:51: Und das spannende ist... wenn es gewünscht ist, das darf der Kunde natürlich immer selbst entscheiden.

00:03:59: Wenn es gewinnt ist habe ich da auch immer Musikelemente drinne weil ganz häufig hat man dass, dass Workshops sehr theoretisch sind und gerade wenn man aber Musikelemente drinnen hat öffnet das noch mehr die Herzen.

00:04:17: Das heißt ganzen Themen, die wir ansprechen, sie sicken noch eine Ebene tiefer und das ist einmal die Möglichkeit wirklich nochmal so noch mehr wirklich dauerhaften Veränderungen zu führen.

00:04:33: Und manchmal singst du auch.

00:04:35: während deiner Vorträge habe ich gesehen was löst das in den Menschen?

00:04:39: Was löst es in den Teilnehmenden aus?

00:04:41: Mein Musik hat ja immer ne Wirkung auf Menschen.

00:04:43: wie reagieren die darauf?

00:04:44: Das ist glaube ich nicht so ganz gewöhnlich.

00:04:47: Nein, Musik ist wirklich magisch.

00:04:51: Also ich kann sagen dass ich sowohl mit Worten als auch mit meiner Musik Menschen dröhren kann wobei ja die Musik war zuerst und das Speaking die Vorträge kam dann erst danach quasi während Corona als man Berufsverbot hatte.

00:05:10: Das heißt ich durfte gar nicht mal als Musikerin arbeiten.

00:05:13: und was ich dann festgestellt habe Das was ich, wo ich die Menschen emotional berühren kann mit meinen Worten.

00:05:21: Wenn ich dann... Ich mach ja deutschen Empowerment-Pop.

00:05:24: und wenn ich dann einen meiner Songs dazu singe wie zum Beispiel Mutausbruch Die Menschen fühlen sich gesehen Und die können das, was sie vorher vielleicht angepiesst haben.

00:05:33: Das

00:05:34: fühlen Sie wirklich richtig tief und kommen dann auf einmal in Regionen an wo sie vielleicht alte Glaubenssätze haben, die sie vorher gar nicht spüren konnten oder an diese vorher nicht angekommen sind.

00:05:46: Ich erlebte es immer wieder dass hinterher Menschen zu mir kommen, die gesagt haben du hast mich genau an der Stelle berührt ich... Jeder hat eine eigene Geschichte und die Musik hilft einem, dass du wirklich genau an den Sweet Spot kommst.

00:06:02: Wobei dir die größte Veränderungsmöglichkeit das größte Potenzial drin ist wo du auf einmal erkennst Du hast so viel mehr.

00:06:11: ich kann das.

00:06:13: Ja spannend diese Kombination aus dem gesprochenen Wort Und dann der Musik und den Tönen wenn das so zusammen klingt.

00:06:24: Dein Musikstil ist Deutscher Empowerment Pop.

00:06:27: Ich glaube, das ist ein Genre was du ins Leben gerufen hast.

00:06:31: Das habe ich noch nie gehört?

00:06:33: Ja

00:06:34: finde ich gut!

00:06:35: Ich hab reingehört gefällt mir total gut und es zieht sich ja durch das Thema Mut machen.

00:06:41: Und das Thema mutmachen is ein roter Faden von dir.

00:06:45: Das liegt sicherlich auch an meiner Geschichte.

00:06:50: Da wirst du sicherlich noch dazu kommen, deswegen will ich gar nicht so viel schon vorwegnähen.

00:06:54: Aber ich habe halt auf meinem Weg ... soviel gelernt, dass ich das dann in Songs gepackt hab.

00:07:02: letztendlich und letztendling sind meine Songs auch autobiografisch und ... Song wie geh dein Weg?

00:07:11: Lass dich nicht von anderen davon abhalten!

00:07:14: Du selbst zu sein.

00:07:16: Das ist mir wahnsinnig wichtig, weil ich halt ganz viele Jahre genau das halt gemacht habe.

00:07:21: Ich habe mich von dem was andere über mich oder zu mir gesagt haben definieren lassen und dadurch mein strahlendes Licht einfach zum Erlöschen.

00:07:32: oder das Glimpte dann nur noch so vor sich hin?

00:07:37: Ja!

00:07:38: Das kann nicht verstehen.

00:07:39: Schreibst du deine Texte und eine Musik komplett selbst?

00:07:43: Ich schreibe selber, ja.

00:07:46: Oder ich komponiere selber.

00:07:48: Ich schreibe auch sehr gerne mit Co-Writeren.

00:07:52: auf meiner aktuellen CD sind halt auch mit tollen Co-Riderinnen zusammen entstanden.

00:07:58: und das Argement also an welcher Stelle kommt n'chell oder zu wie?

00:08:03: Ja noch was.

00:08:04: Daher habe ich einen Produzenten.

00:08:05: Und man ruhe ich Grüße gehen raus.

00:08:09: Was inspiriert dich für deine Musik Nané?

00:08:13: das tägliche Leben.

00:08:14: Also Geschichten und wenn es eine Geschichte gibt, die etwas in mir hervorgerufen hat oder die mir Gänsehauten macht oder mich zu nachdenken bringt oder wo ich denke ah das ist so toll.

00:08:28: ja dann bin ich davon überzeugt dass es nicht nur mehr so geht sondern wir soll halt auch bei anderen andockt

00:08:35: dass das auch an in anderen etwas auslöst.

00:08:40: Der rote Faden ist noch ein weiteres gutes Stichwort, was wir gerade gesagt haben.

00:08:44: Der rute Faden, der durch deine Musik geht.

00:08:46: auf der Bühne trägst du häufig rot und heute auch.

00:08:52: Warum

00:08:52: diese Farbe?

00:08:53: Warum Rot?

00:08:54: Rot ist für mich einfach Powerenergie-Lebensfreude.

00:09:01: Einfach so, als ich sozusagen meinen mentalen Schalter umgelegt habe.

00:09:05: Da hab' ich so eine Energie, da ist so einer Energie entstanden, dass ich letztendlich gar nix anderes machen konnte und es musste irgendwie rot sein.

00:09:14: also ich kombiniere Rot-Schwarz auch mal Weiß dazwischen.

00:09:17: das geht schon mittlerweile aber auf der Bühne.

00:09:20: das ist einfach für mich und auch Liebe!

00:09:22: Rot ist für mich... Jaa!

00:09:24: Es ist einfach und Liebe meine ich für andere, aber vor allen Dingen auch für dich selbst Weil nur, wenn du dich selbst so annimmst wie du bist kannst du natürlich auch auf die Menschen um dich rum.

00:09:36: So annehmen?

00:09:37: Ja

00:09:37: rot ist ein Statement und es passt perfekt zu dir!

00:09:40: Oh, da!

00:09:41: Wenn ich das sagen darf...

00:09:44: Jetzt kommen wir mal zu deiner persönlichen Geschichte.

00:09:47: Ich habe ja eingangs gesagt dass sich die Natur etwas ganz Besonderes für Dich überlegt hat.

00:09:53: Du wurdest geboren mit einer relativ seltenen Pigmentstörung namens CNN.

00:09:59: Das steht für Komgenital Melanocytic Navy.

00:10:04: Ich hoffe, ich hab das jetzt halbwegs richtig ausgesprochen und habe es gut

00:10:07: paar Mal

00:10:07: angehört damit ich es irgendwie über die Lippen bekomme.

00:10:09: Es ist nämlich wie ich finde ein ausgesprochen sperriger Begriff.

00:10:13: passt vielleicht gut zu dem was es ist?

00:10:16: In Vorbereitung auf diesem Podcast habe ich mir natürlich ganz viel über dich angesehen, ganz viel angehört und ganz viel vorbereitet.

00:10:23: Und ganz ehrlich war dieses Thema Nanee und CMN oft ganz weit vorne dabei!

00:10:29: Dann hab' ich mir gedacht ne das wollte jetzt ganz bewusst mal nicht.

00:10:32: wir sind hier ein Podcast und ich möchte ganz bewusst erst an dieser Stelle mit der CMN einsteigen.

00:10:39: Ich wollte erstmal die Nanee vorstellen, die heute vor mir sitzt Als Person, als das was dich ausmacht.

00:10:47: Als das was Dich antreibt.

00:10:48: Als dass was Deine Leidenschaft ist und nicht die Nanne mit der optischen Besonderheit Obwohl Du ja sagst Und das finde ich total schön!

00:10:58: Du sagst Ich bin mein eigenes Kunstwerk.

00:11:02: Das gefällt mir ganz besonders gut.

00:11:04: Jetzt erklär doch bitte mal Was CMN isst und was es für Dich persönlich bedeutet.

00:11:11: CMN ist eine Pigmentierung, wie du schon gesagt hast.

00:11:15: Mittlerweile sage ich auch gar nicht mal Pigmentstörung was heißt so ein Störung oder Markel?

00:11:20: Oder wie auch immer.

00:11:21: Genau!

00:11:22: Das heißt bei CMN sieht man dadurch dass man einen großen Leberfleck hat.

00:11:29: also meistens haben Menschen mit CMN einen großen leberflecken und er kann überall sein auf dem Körper.

00:11:34: Ich bei mir ist er halt am Oberkörper das heißt er geht quasi an Dekolleté los und geht bis über den gesamten Rücken.

00:11:41: Es gibt Menschen, die haben Badehosen.

00:11:43: Nebus heißt nichts anderes als Muttermal-Leberfleck oder die haben es im Gesicht den großen... Also wirklich ganz unterschiedlich und der große Nebus kann bis zu achtzig Prozent der Körperoberfläche ausmachen.

00:11:58: Und dann hat man noch ganz viele sogenannte Satelliten.

00:12:01: Das heißt ich habe jetzt noch hunderte Leberflecken in allen Größen vor mir den Sonnenkörper verteilt.

00:12:10: Der Grund dafür ist eine Genmutation der Tick-Ment bildenden Zellen.

00:12:16: Also die Zellen, das sind die Melanozyten, die bei uns für die Haarfarbe und für die Hautfarbe sorgen.

00:12:23: Und sie sind bei uns halt nicht gleichmäßig über den Körper verteilt sondern die sind halt stellenweise... Sie treten die halt vermehrt auf und ziehen sich durch alle Hautschichten durch.

00:12:35: Das heißt, sie gehen wirklich bis auf den Musken runter und nicht nur die oberste Hautschicht so.

00:12:40: So

00:12:41: tiefgehend?

00:12:42: Ja

00:12:42: genau!

00:12:46: Früher gab es dann Behandlungsmöglichkeiten wo dann irgendwie die obersen Hautschichte abgeschliffen wurden.

00:12:50: das war also ganz fürchterlich...

00:12:54: Da kommen wir gleich noch dazu.

00:12:57: Wir gehen noch mal zu deinem Start.

00:12:58: Deine Eltern haben damals in den Siebzigerjahren gleich zu Beginn eine relativ heftige Prognose mitbekommen, als du in die Welt gekommen bist.

00:13:08: oder maximal erzählen?

00:13:10: Als ich auf die Welt kamen bin Ende der Siebzeiger kannte man das noch gar nicht.

00:13:17: und dazu muss man auch noch sagen CMM gehört zu den seltenen Erkrankungen weil nur eins von zwanzigtausend Babys wird mit CMM geboren.

00:13:26: Und so groß wie ich das zum Beispiel habe, da sind nur eins von hunderttausend Benis.

00:13:31: Das heißt es gibt auch heute immer noch Geburtskliniken die noch niemals zuvor irgendwie einen Menschen mit CMN gesehen haben.

00:13:39: und da kann ich nachher auch eine sehr berührende Story erzählen was das halt mit Menschen macht wenn man dann jemand anderes kennenlernt.

00:13:48: als ich dann halt geboren wurde sagten denn die Erzitzmann Eltern, gewöhne sie sich nicht an ihre Tochter.

00:13:56: Sie wird nicht älter als

00:13:57: zwei.".

00:13:59: Das finde ich so heftig!

00:14:00: Es war nicht so heftig.

00:14:01: wenn man sowas mitbekommt wie fängt man dann an mit einem Baby zu leben?

00:14:05: Wenn man die Aussicht hat dass man das nicht aufwachsen sehen darf?

00:14:09: also es muss ja unglaublich hart gewesen sein für deine Eltern.

00:14:12: Aber auf jeden Fall, das was sie auch noch gesagt bekommen haben ist pflegen Sie sie gut.

00:14:19: Das ist alles was sie tun können.

00:14:20: so und das haben sie halt gemacht.

00:14:21: Sie haben versucht mich

00:14:25: zu schützen

00:14:27: vor der Sonne weil der Grund warum die Ärzte das gesagt haben ist dass man damals noch davon ausgegangen ist, dass Menschen mit CMN eine dreißigfach höhere Wahrscheinlichkeit haben, an Hautkrebs zu sterben.

00:14:41: Und das muss ich gleich sagen, dass ist absolut der Quatsch!

00:14:45: Weil heute weiß man warum man dazu gekommen ist, weil es gab nämlich damals eine einzige Klinik wo Menschen mit CMN hingekommen sind die dann halt auch noch Krebs hatten... Jaaa, okay Alle Menschen mit Krebs und Cnn sind zu dieser Klinik gekommen.

00:15:02: Und die haben den Studien gemacht, und haben gesagt so alle Menschen mit Cnn krebs und sterben

00:15:07: also von werden nicht

00:15:09: alt.

00:15:09: Von daher genau für keine Studie, die du nicht selber gefälscht hast.

00:15:13: So hört es sich an!

00:15:14: Genau Das heißt, dein Aufwachsen war erst mal geprägt von Rollkragenpullovern und von blickdichtend Schrumpfhosen um dich vor der Sonne zu schützen aber auch vor den neugierigen Blicken der anderen.

00:15:27: Da kommt man nachher auch noch einmal dazu.

00:15:30: Jetzt ist das ja in den siebziger Jahren nicht anders als heute.

00:15:33: Kinder können ja relativ gemein sein.

00:15:36: Wie war die Schulzeit für Dich?

00:15:38: An was erinnerst Du Dich da?

00:15:41: Ja, die Schulzeit... Also ich ändere mich nicht mehr an so wahnsinnig viel.

00:15:46: Ich weiß nie ob das zur Selbstschutz ist.

00:15:47: Das kann natürlich auch sein aber ich weiß dass es als Teenager wurde es schlimm also.

00:15:53: Als ich hatte eine sehr sehr glückliche Kindheit soweit man das sagen kann ich meine über sechzigmal operiertes war Es letztendlich.

00:16:01: heute weiß ich dass das durchaus auch zu dem Trauma beigetragen hat Deswegen ich mich nicht so annehmen konnte wie ich bin Ähm, aber dass ich mich nicht wohlgeführt habe in meiner Haut.

00:16:14: Das kam wirklich erst als Teenager.

00:16:17: Heute weiß ich auch warum das so ist weil ... Als Teenager versucht man äh ... zu Blend-in also dazuzugehören und nicht heraus.

00:16:26: Nicht besonders zu sein?

00:16:28: Nee genau!

00:16:28: Weil es ist auch noch ein Urinstinkt wenn du besonders bist bist du alleine draußen stehst alleine daraus im Wald bist du tot.

00:16:35: Und das ist halt immer noch unser Retilengehirn Was er übernimmt.

00:16:42: Genau, da gab es dann halt Mobbing vom Feinsten.

00:16:45: Nein, das kann ich mir vorstellen.

00:16:48: War denn damals die Musik für dich schon so eine Art Zuflucht oder der Wunsch mithilfe von Texten und Noten verstanden zu werden?

00:16:57: Hat das damals schon eine Rolle gespielt bei dir?

00:16:59: Also ich habe ... Bereits von der ersten Klasse an war ich im Chor und hab ganz viel Musik gemacht, aber noch nicht geschrieben.

00:17:07: Das kam wirklich erst als Erwachsene.

00:17:11: Hat das gesagt?

00:17:12: Ja

00:17:12: ein Wunsch mich künstlerisch auszudrücken.

00:17:14: also es gab auch Leinspiel-Literricht und so und Gedichtsetbewerbe und sowas immer mit Rollkragen und relativ ängstlich...

00:17:25: Und

00:17:26: ich weiß noch irgendwie als ich mal allererstes Solo hatte.

00:17:30: Ähm, das war irgendwie quasi... ...zweitausendacht oder sowas ist echt.

00:17:36: Da stand ich mit, hab' ich quasi dieses Mikrofon umklammert und meine Knöchel trahten weiß hervor weil ich einfach so stoff steif war.

00:17:48: Bis dahin wars aber noch ein bisschen Weg, ne?

00:17:50: Du hast gesagt du wurdest sechzigmal operiert.

00:17:53: Das ist ja wirklich eine unglaubliche Zahl!

00:17:56: Und in einem der Vorbereitungen, ich glaube es war eine Talkshow Da wurdest du auch nach deiner Operation gefragt und da hast du berichtet, dass jemand am Strand der dich gesehen hat, oder die dich gesehen hatten.

00:18:11: Hat gesagt Du würdest ja aussehen als wärst du in einen Hexler gefallen!

00:18:16: Ich fand das war so eine unglaublich heftige Aussage oder eine Frage an jemanden zu richten obwohl sie wahrscheinlich sogar mitführend oder irgendwie freundlich und nett gemeint war.

00:18:28: aber Was macht das mit einem,

00:18:32: wenn man so

00:18:32: angesprochen wird?

00:18:35: Mittlerweile kann ich da halt sehr gut mit umgehen.

00:18:41: Das ist das was.

00:18:41: also ich engagiere mich auch ehrenamtlich und dass es das was wo die Eltern von Kindern mit Cmn hadern weil du wirst mit Cmn geboren.

00:18:51: Du kannst es aber vorher nicht sehen!

00:18:52: Also das ist das Kongenital bedeutet Ungeburt an.

00:18:57: Also du bist damit geboren, das entsteht im Mutterleib.

00:19:06: Ganz häufig sind diese Schutzmechanismen ... Die Eltern wollen dich gerne schützen und möchten, dass es dir gut geht.

00:19:14: Und ganz häufig sind zum Beispiel solche Operationen.

00:19:18: Da denken die Eltern, sie tun ihrem Kind was Gutes, weil sozusagen das CMN weg ist.

00:19:24: Mach mein Kind bitte wieder normal, mach mein Kind heil!

00:19:28: Ja?

00:19:28: Und bei meinen Eltern war das damals noch ein bisschen was anderes.

00:19:32: Damals sind die Ärzte davon ausgegangen, dass es halt Krebs werden würde und deswegen haben sie alles rausgeschnitten, was nicht lieb und nagenfest war so.

00:19:40: Und dann ja auch wie ich gerade gelernt habe relativ tief geschnitten?

00:19:44: Ja du weißt... keine Ahnung.

00:19:47: Ich möchte daran erinnern.

00:19:48: Hat der Weh getan immer!

00:19:51: Die mag ich keine Spritzen mehr!

00:19:52: Verstehe ich.

00:19:54: Aber das, was ich dann halt immer meinen ... Also diesen Eltern auch sage bei uns im Verein ist dass die größte Hilfe, die sie ihren Kindern geben können Ist nicht das den Nebus zu verkleinern oder wegzumachen Kind so wie es ist anzunehmen mit dem Nebus und ihm einen positiven Umgang Mit seinem Besonderheit beizubringen nur durchs Vorleben.

00:20:23: Und wenn sie selber, also die Eltern selbst sich und ihr Kind so annehmen können vom tiefsten Herzen wirklich von aller Bestelherzen wie es ist.

00:20:34: Das ist dir jetzt schon glaube ich über die Zeit gut gelungen.

00:20:39: In deiner Geschichte gab es dann aber viele Jahre, in denen du wie gesagt das Gefühl hattest.

00:20:42: Du musst dich jetzt besser verstecken und kannst dich nicht so zeigen wie du bist und machst dich eher klein was bei einer Frau von einer Größe von über eins achtzig glaube ich gar nicht so einfach ist.

00:20:56: Und irgendwann kam dann die Erkenntnis, dass das alles gar nicht sein muss mit dem Kleinmachen und Verstecken.

00:21:02: Dafür musstest du aber bis ins kalifornische San Francisco reisen.

00:21:06: Erzähl doch mal wie die Reise dich verändert hat?

00:21:09: Ja ich habe damals Marketing studiert und hab mein Hauptpraktikum in San Francisco gemacht und hab da total tolle Leute kennengelernt.

00:21:18: Damals bin auch noch Motorrad gefahren, das mache ich heute nur noch im Kopf quasi.

00:21:24: Keine Zeit und überhaupt.

00:21:28: Und da gab es dann damals eine Gartenparty, zu der ich mit eingeladen war und alle waren ganz ausgelassen.

00:21:34: Ich bin dann angekommen und habe die ersten schon im Whirlpool gesehen und mit einem Cocktail in der Hand oder einen Rieken zu mir, na ne komm mal mal rein!

00:21:43: Und...ich weiß noch wie ich quasi innerlich komplett erstarrt bin weil damals bin ich noch mit Reukragen rum gelaufen.

00:21:51: Es waren achtundzwanzig Grad und ich war halt oben bis oben zu.

00:21:56: Ich hatte immer ein Einstellkrollkragen oder irgendwie noch einen Extra drüber, oder Drunddarm.

00:22:01: Das heißt die haben mich noch nie gesehen mit ... Also die haben mein Nebus noch nie gesenkt.

00:22:05: und dann hab ich gedacht ey, ich bin einmal in meinem Leben in San Francisco.

00:22:11: Will ich wirklich irgendwann sagen ach hätte ich mal?

00:22:15: Was wäre gewesen wenn?

00:22:16: Ja!

00:22:19: In dem Moment hatte ich meinen Das war sozusagen der Muteausbruch, quasi dann Badanz auch anzuziehen und mit in den Worldport zu steigen.

00:22:28: Und das was dann quasi der absolute Gamechanger für mich war, war die Reaktion da nennen.

00:22:34: Weil ich wusste wirklich dass sie gucken werden, die starren mich an wahrscheinlich wird es ganz still und alle Gespräche ersterben...

00:22:44: Ganz großes Kopfkino hat sich angeschaltet!

00:22:47: Genau und das passierte dann auch?

00:22:50: Aber nicht so, wie ich dachte.

00:22:52: Weil sie haben mich nicht gefragt, was hast du denn da?

00:22:55: Sondern sie haben sich gefragt, warum trägst du ein Rollkragen im Workpool?

00:23:01: Weil auch mein Badanzug hat einen Rollkran!

00:23:03: Ja, Wahnsinn oder?

00:23:05: Du musstest dich ja vor der Sonne schützen, haben wir ja schon gelernt.

00:23:08: Vor den Blicken der anderen.

00:23:09: Natürlich genau.

00:23:10: Und das war der Moment wo ich dann das allererst einmal begriffen habe dass diese ganzen Gedanken und Ängsten schamlich in Kopf hatte halt wirklich... antrainiert, angelernt und halt im Kopf waren.

00:23:23: Aber eigentlich nichts mit der Realität zu tun haben!

00:23:27: Ja wie schön dass der California in a way of life vielleicht ist es ja ein Stück weit sowas so etwas auslösen konnte bei dir.

00:23:35: Dass du gesagt hast das ist doch alles gar nicht nötig und das machen wir jetzt mal anders.

00:23:42: Und es gab dann in Kalifornien nicht nur die Erkenntnis dass du dich so annehmen darfst wie du bist sondern auch in Richtung der Musik ist etwas passiert oder?

00:23:51: In San... Achso, ja.

00:23:53: San Francisco Gleitschurch-Quire.

00:23:54: Den meinst du?

00:23:55: Ja!

00:23:58: Das stimmt weil ein Freund von der Motorrad Club hatte mich da mitgenommen hat gesagt ihr die musst du unbedingt sehen.

00:24:05: Da sind wir quasi zur San Francisco-Gleitscherche gegangen und da gab es einen Gospelcore Die Leute so mitgerissen, die hatte so eine Power, so eine Energie.

00:24:18: Dass innerhalb von zehn Minuten keiner mehr auf seinen Stühlen saß und innerhalb von fünfzehn Minuten hast du wildfremde Menschen am Abend?

00:24:26: Das war so energetisch!

00:24:30: Und völlig egal, was für ein sozialer Status das war.

00:24:33: Man war eins und das hat mich so nachhaltig beeindruckt dass ich dann als ich wieder zurück war in Hamburg da habe ich mal als allererstes einen zohlen gospel core gesucht und letztendlich war das dann der nächste Schritt quasi auf dem Weg von einer letzten Reihe im Core weil ich hab mich schön versteckt in der allerletzten Reihe Kann ich

00:24:58: mir vorstellen, dich immer weiter vorzuarbeiten in die erste Reihe bis zum Solo.

00:25:05: Bis zum Solo?

00:25:05: Ja

00:25:06: genau!

00:25:07: Also Kalifornien hat sich absolut gelohnt für dich war ein absoluter Gamechanger und hat den Mutausbruch auf den Weg gebracht.

00:25:15: Ich habe jetzt auch gelernt bei dir dass das Anstarren von Menschen Eine historische Bedeutung hat, das wusste ich vorher tatsächlich auch nicht.

00:25:25: Das fand ich auch total interessant nämlich dass wir einordnen müssen was uns visuell praktisch auffällt und was vielleicht nicht der Norm, nicht der Schublade entspricht die wir kennen.

00:25:39: Das ist zurückzuführen auf unsere Vorfahren in der wir noch als Jäger- und Sammler unterwegs waren.

00:25:46: Wir starren um Unbekanntes einzuordnen.

00:25:49: Erklär doch mal was passiert da

00:25:51: Genau.

00:25:52: Was da passiert ist, das ist quasi ein unterbewusster Reflex.

00:25:58: Wir checken innerhalb von zwei bis vier Sekunden über Vierhundert Merkmale ab und dazu gehört auch Ist es deswegen über Gefährlich?

00:26:09: Mir gefährlich?

00:26:10: also bin ich in Lebensgefahr.

00:26:12: Also sozusagen wenn ich jetzt doch mal einen Urwald denke wo ich dann damit der Keule durch den Wald gelaufen bin mit meinen Kollegen und Mammuts gejagt habe.

00:26:19: Ist das da was im Gebüsch, raschelt jetzt ein Sebelzahn-Jäger?

00:26:22: Oder ist es mein Mitjäger quasi der da gerade ist.

00:26:26: Und das mussten wir einordnen und dann... Wir sind ja die Nachfahren von denen, die da richtig gut drinne waren, davor erkennen weil die anderen wurden ja gefressen.

00:26:37: Die konnten sich ja nicht fortpflanzen.

00:26:39: Guter Punkt!

00:26:39: Da sie hier sind die nachfahren zu denjenigen, die richtig gut darin waren sofort zu erkennende Gefahr drohte.

00:26:46: Und wie ich vorhin schon gesagt habe, CMN ist halt sehr selten.

00:26:51: Du guckst halt hin wenn du etwas nicht verstehst.

00:26:56: und was ich allerdings nicht... Das hätte ich gerne gewusst als ich noch ein Teenager war weil als Teenager kannst du das nicht... Als Teenager nimmst du alle Blicke und alles persönlich Weil du halt Teil von etwas sein musst.

00:27:15: Das wird auch dein Überlebensinstinkt.

00:27:17: Und das heißt, so wie andere Menschen auf dich reagieren, definierst du deinen Wert und erst dann im Erwachsenenalter... Also je älter man ich wurde oder je ältiger wir werden umso mehr können wir das voneinander trennen?

00:27:32: Und das ist denn der Punkt gewesen wo ich dann irgendwann sagen konnte ey es ist völlig egal was die anderen sagen über mich Das sagt ja nichts über meinen Wert aus,

00:27:42: weil

00:27:43: es heißt ja selbst Wert und nicht die anderen Wert.

00:27:49: So das heißt ich gebe mir meinen Wert Ich definiere meinen eigenen Wert Und wir werden natürlich ganz viel beeinflusst von unseren Bezugspersonen unsere Sozialisierung unserer Eltern Die sicherlich nach besten Wissen und Gewissen handeln.

00:28:08: Ja, also wenn ich jetzt z.B.

00:28:10: meine Eltern als Beispiel nehme die natürlich versucht haben mich für der Sonne zu schützen Miroi Kran angezogen haben sicherlich auch sie haben versucht mich vor den Blickende anderen zu schützen.

00:28:21: damit haben Sie mir aber unbewusst unterbewusst signalisiert Die Leberflecke sind nicht okay, die müssen versteckt werden.

00:28:31: Und wie gesagt du kannst es nicht differenzieren.

00:28:35: Du denkst die Leber-Ferke müssen verstecken werden.

00:28:38: Mhm.

00:28:39: Die liebe Flecke sind nicht okay, ich bin nicht ok!

00:28:42: Und das was das gegenüber aber sieht hat erstmal ja gar nichts mit dir als Person zu tun.

00:28:49: die haben ja gar nicht im Kopf du bist nicht OK sondern bei denen dem Kopf läuft der ganz andere Film ab nämlich Ich muss einordnen weil ich etwas sehe was ich überhaupt nicht kenne.

00:29:01: Das finde ist eine super spannende Erklärung und du hast dann dir auch etwas überlegt, Menschen zu begegnen die dich anstarren.

00:29:09: Nämlich du lächelst sie einfach an.

00:29:16: Stimmt!

00:29:17: Weil das gehört im Prinzip zu unserem Überlebensinstinkt oder diesen Vierhundert Eigenschaften, die wir abchecken.

00:29:25: Einst davon... Beispiele davon sind Körperhaltung.

00:29:30: Kann ich dir in die Augen gucken?

00:29:31: Weil all das suggeriert, wenn ich dir z.B.

00:29:34: nicht in die Auge gucken kann, suggerirt das den gegenüber mit der Stimmtwas nicht und ich bin halt... Körperhaltungen ist auch so ein Punkt!

00:29:42: Ich bin damals als ich noch mit Rollkrank durch die Gegend gelaufen bin und versucht habe mich kleinzumachen wie du schon gesagt hast Ein Meter vor mann Achtzig ist schon mal schwierig.

00:29:50: Mit gebeugten Schultern gelaufen, das heißt ich habe wirklich so in mich zusammengesunken hab den Leuten am besten nicht in die Augen geguckt.

00:29:57: Das heißt du suggerierst durch deine Körperhaltung alleine schon mit der Stümpfersicht Und wenn Du das selber fühlst dann strahlst Du das auch aus.

00:30:09: Dann kommt ein ganz blödes Ping-Pong rein weil Ich strahle es aus weil ich selber in mir drin fühle.

00:30:17: Der andere sieht mich und denkt, mit der Stimmfast nicht.

00:30:22: Er zieht vielleicht das Gesicht oder macht irgendwie ... Also dann kommen die Sprüche?

00:30:29: Und schon hast du diesen Toffelskreis!

00:30:32: Wenn man aber lächelt ist das Signal, es ist alles in Ordnung.

00:30:37: Es ist alles

00:30:38: ordentlich.

00:30:40: Auch die Körperhaltung, genau auch die Körperhaltung.

00:30:42: heute kommt wirklich kein Mensch auf die Idee mir irgendwie einen blöden Spruch zu drücken.

00:30:48: Du hast es so am Anfang so schön gesagt, dass ich so eine Energie hab.

00:30:53: Hatte ich früher nicht?

00:30:53: Früher war ich zusammengesunken und habe halt suggeriert mit der Stimme was nicht.

00:30:58: heute weiß ich Ich bin genauso richtig wie ich bin.

00:31:01: So strahle ich das auch nach außen Und das ist so... Das ist das was ich halt auch versuche dann den anderen mitzugeben

00:31:09: Ja,

00:31:09: sage selbst Versuch Deine Körperhaltung gerade zu machen und dann wirst du mähten, wie sich deine Umgebung einfach auch ändert.

00:31:17: Und wie die Menschen auf dich reagieren.

00:31:18: Das ändert sich einfach!

00:31:20: Ich will da nochmal ein bisschen nachhaken... Wenn wir in den Spiegel schauen ins ganz insbesondere Wir-Frauen ob jetzt eine Besonderheit das oder nicht?

00:31:28: Wir sind ja häufig sehr streng mit uns und sehen eher die Dinge, die uns nicht so gut gefallen.

00:31:33: Kann man den etwas freundlicheren oder liebevolleren Blick in den spiegel lernen oder trainieren?

00:31:40: Auf jeden Fall So wie du über dich denkst und was du zu dir sagst, so wirst du auch dich im Spiegel sehen.

00:31:55: Und es gehört vielleicht ein bisschen in diese Richtung.

00:32:00: Faket until you make it!

00:32:02: Wenn du für mich jetzt immer wichtig sind, wofür kann ich dankbar sein?

00:32:08: Und wenn du deinem Körper und dir selbst Dankbarkeit ... entgegenbringen kannst.

00:32:14: Kannst du keine... das geht nicht gleichzeitig mit Ablehnung, ich kann nicht gleichzeitig sagen was bin ich denn für eine hässliche... und gleichzeitig dankbar dafür sein dass ich gerade irgendwie keine Ahnung zehn Kilo Kartoffelsack geschleppt habe, keine Ahnung!

00:32:33: Und das kannst du trainieren.

00:32:35: Also man kann so etwas lernen, den etwas freundlicheren Blick.

00:32:38: Und das Spiegelbild in der Früh ist ja ... also was das Spiegelbild sieht sehen dann die anderen praktisch auch.

00:32:44: Ja.

00:32:44: Das sagt man ja oft.

00:32:46: Man soll sich ein Lächeln schenken morgens und es hört sich wirklich so nach Esoterik nicht aber so ein bisschen nach Küchenspruch.

00:32:54: Aber ich glaube da sollte man tun um sich positiv auf den Tag vorzubereiten.

00:33:00: Ich versuche mich immer zu merken

00:33:02: Weil das Ding ist einfach auch, und da muss ich jetzt mal ganz kurz in buddhistischen Münch zitieren.

00:33:10: Tick Natan hat eine Geschichte erzählt von wegen du stehst morgens auf und die Sonne scheint... Und du kannst aufstehen und sagen oh verdammt Eges wird heute wieder so ein heißer Tag und diese blöde Sonne.

00:33:26: oder du stehst auf Und sagst du wow, vierundzwanzig brandneue Stunden.

00:33:32: Das war ein herrlicher Tag und wie schön die Sonne scheint!

00:33:35: Es ist der gleiche Tag, es ist die gleiche Sonne.

00:33:38: Im Außen hat sich nichts geändert?

00:33:40: Im

00:33:40: Auzen hat sich nicht geändert.

00:33:41: aber so wie Du damit umgehst und damit bin ich wieder beim Mindset was Du in Deinem Kopf denkst.

00:33:47: Ja

00:33:47: eine ganz ganz lege Freundin von mir sagt auch die mittlerweile schon Viermal Krebs überlebt hat Die sagte auch mal Wir denken, sechzig bis siebzig tausend Gedanken am Tag.

00:34:01: Was wäre wenn wir Sechzig- bis Siebzigtausendmal denken würden?

00:34:05: Ich bin genauso richtig wie ich bin.

00:34:07: Ich bin gesund und mir geht es gut!

00:34:10: Ich bin reich, ich bin wertvoll... was macht das mit

00:34:13: uns?!

00:34:13: Ich bin beschenkt, ja.

00:34:17: Ja, absolut.

00:34:19: Das ist ein schönes Bild.

00:34:21: Ich will jetzt noch mal so bisschen nachhaken auf deinem Weg.

00:34:24: Du hast vorhin schon erwähnt, wie viele Menschen mit CMN geboren werden.

00:34:29: Du hast aber ganz lange gedacht es gibt nur oder dir wurde gesagt Es gibt nur sieben Menschen auf der Welt die das haben und das hat irgendwie achtunddreißig Jahre gedauert Mit dieser Idee unterwegs gewesen dass du praktisch die einzige bist weil sieben andere auf der welt da trifft man ja sich nun nicht unbedingt.

00:34:48: Und irgendwann hast du herausgefunden, dass es doch wie du vorhin gesagt hast ein Kind von zwanzigtausend wenn ich das richtig im Kopf habe.

00:34:56: Wie war dieser Moment für dich herauszufinden?

00:34:59: Hey wir sind eigentlich ziemlich viele!

00:35:01: Das war... wirklich lebensverändernd, muss man sagen.

00:35:08: Ich habe die letzten zehn Sekunden eines Beitrages gesehen, eines Fernsehbeitrags und da hatte die junge Frau genauso viele Leberfläche wie ich an den Beinen.

00:35:18: Und ich habe so ...

00:35:19: Hä?

00:35:20: Die sieht ja aus wie ich!

00:35:21: Ja.

00:35:25: Um die Ecke.

00:35:25: Wie groß ist denn die Wahrscheinlichkeit wenn es nur sieben Menschen auf der Welt gibt dass dann die andere hundert Kilometer entfernt wohnt.

00:35:34: Und das war erst der Moment, an dem ich angefangen habe zu recherchieren und zu Google.

00:35:40: Das finde ich total krass!

00:35:42: Weil nur noch mal so, wie sehr glauben und vertrauen wir der Meinung der Ärzte?

00:35:49: Wir hinterfragen es nie.

00:35:50: Ich habe nicht hinterfragt zum Verästers richtig.

00:35:53: Warum denn auch

00:35:54: klar?!

00:35:56: Und erst in dem Moment habe ich das recherchiert und bin dann lustige Weise noch nicht mal auf unseren deutschen Vereinen gekommen, sondern auf einen englischen Verein.

00:36:06: Karen Mettersnow.

00:36:07: Wie

00:36:08: erzählt

00:36:08: er?

00:36:08: Karen Metter Snow.

00:36:10: Ja

00:36:11: genau!

00:36:11: Es ist sehr gut gemerkt,

00:36:12: sehr gut.

00:36:14: Und die hatten gerade zu dem Zeitpunkt des März und die hatten eine große Fotoausstellung, wo sie Menschen mit CMN fotografiert hatten.

00:36:24: Und da hab ich das allererste Mal eine andere Frau gesehen, eine andere junge Frau die genauso ein Leberfleck am Oberkörper hatte wie ich und das war für mich so

00:36:33: was ist hier

00:36:34: los?

00:36:35: Und die ich halt somit fest, somit reffte.

00:36:38: und da bin ich dann das Jahr hingefahren und ich kann dir sagen... Ich saß die erste Stunde mit offenem Mund und hat einfach nur beobachtet weil es waren

00:36:47: auf einmal

00:36:49: Fünfzig andere Menschen mit CMN.

00:36:51: Und wenn du dein Leben ... Das

00:36:52: hat immer weiter ganz viele, ja!

00:36:56: Was war eine schöne Erkenntnis und eine schöne Erfahrung dann in dem Moment oder?

00:37:00: Voll und vor allen Dingen auch zu sehen... Ich mein den Rollkragen weggelassen hatte ich zu dem Zeitpunkt schon aber dann zu sehen das ist dann halt.

00:37:08: da war eine vierzehnjährige Jessman die einfach im Tanktop rumlieft und die hatte auch so ein Leberfleck am Oberkörper.

00:37:17: Die macht sicher gar keinen Kopf Und ich habe zu dem Zeit immer noch nicht mich getraut, quasi ärmelos durch die Gegend zu laufen.

00:37:24: Also das ist wirklich alles ein Prozess.

00:37:27: Es ist ein Weg, ne?

00:37:29: Ja!

00:37:29: Ein Stück für Stück ziehst du dann die alten Glaubenssätze... Ich vergleiche das mit Decken, die wir über unser strahlendes Licht packen.

00:37:38: Stückchenweise ziehst Du halt eine Decke nach der anderen ab so dass dein strahlenes Licht immer mehr zum Vorschein kommt.

00:37:46: Du bist auch auf dem Fahrt dann gebliebener.

00:37:48: Nee, du bist heute Vorstandsmitglied im Newuss-Netzwerk Deutschlands und setzt dich vor einen positiven Umgang mit CMN ein.

00:37:57: Du hast da viele Eltern mit Kindern.

00:38:01: können Eltern heute in dem Vergleich den Du ziehst besser umgehen mit der Besonderheit im Vergleich zu deinen Eltern in den siebziger Jahren wo heute ja noch dieser ganze Social Media Druck mit dabei ist und mit dazu kommt?

00:38:16: Social Media ist Fluch und Segen zugleich.

00:38:22: Und für mich ist er eigentlich momentan eher Segen, weil es uns eine wunderbare Möglichkeit gibt dass Menschen uns finden und dann halt nicht denken mehr.

00:38:31: sie sind alleine also werde regelmäßig angestrieben von Menschen die mich über social media gefunden haben und dann auf einmal wissen sie sind halt nicht mehr alleine.

00:38:42: Du fragtest nach den Eltern.

00:38:44: Was ich ganz spannend finde, ist dass diese ... die alten Glaubenssätze so von wegen wie mein Kind hat da was, das nicht normal ist.

00:38:56: Schon ganz häufig trotzdem noch.

00:38:59: und die erste... Es gibt Gott sei Dank immer mehr Eltern, die sagen so für hey wir machen das nicht weg!

00:39:07: Mein Kind ist genauso richtig wie es ist.

00:39:10: Und das steht und fällt mit dem Wissensstand der Ärzte, muss ich dazu sagen.

00:39:16: Okay!

00:39:17: Weil wenn du die Ärzten und Hebammer des medizinischen Fachpersonal direkt nach der Geburt, wo du ja... Wenn ich schuldige, wenn ich das so sage, direkt nach einer Geburt bist du eigentlich kein Mensch?

00:39:27: Da bist du nur ein Wandel der Hormon-Cocktails.

00:39:30: Das muss dann mit einer Situation klarkommen was gerade total awkward ist.

00:39:37: Irgendwas ist nicht so wie du es dir vorgestellt hast.

00:39:40: Und das ist ja erst mal ein Trauma.

00:39:41: Und wenn dann medizinisches Fachpersonal irgendwie um die Ecke kommt und vielleicht sogar noch ... dir zusätzlich Angst macht.

00:39:50: Und dass man gar nicht weiß, wie es damit umzugehen hat.

00:39:52: Weil's

00:39:52: das Wissen nicht hat?

00:39:53: Ja.

00:39:54: Macht das natürlich ja zuhause sich Angst.

00:39:57: Aber das Schöne ist heutzutage ... finden uns immer mehr Menschen.

00:40:04: Das ist auch Gott sei Dank durch ... Social Media.

00:40:09: Ja, so wie du es erzählst hätt ich's auch eher auf die Segensseite gepackt.

00:40:14: Also wirklich tatsächlich eher auf der Segensseite auch vielleicht für die Kinder zu gucken, jedes dieser Teen-Elter macht sich ja dann den Social Media Kanal wenn sie denn irgendwann mal in diesem schwierigen Teen Elche Alter sind und jeder muss da ja seinen Weg dann mitfinden, wie man damit umgeht.

00:40:30: Vielleicht ist das tatsächlich auch hoffe ich mal für mehrere mehr so auf der positiven Seite zu sehen.

00:40:36: Du hattest vorhin mal erwähnt, dass du ein besonders emotionales Beispiel teilen wolltest aus deinem Netz.

00:40:44: Ja also das emotionalen Beispiel wie sehr wichtig es ist, dass man weiß, dass er nicht alleine ist.

00:40:55: der Falko Tarko ist mittlerweile elf Jahre, den habe ich vor fünf Jahren ungefähr kennengelernt und da hat seine Mutter mich nämlich angeschrieben über Instagram.

00:41:04: Wir sehen so ein Verjahr und ich bin in Hamburg und ob es nicht mehr möglich wäre zu telefonieren weil ihr Sohn auch einen Newos über dem Gesicht also der hat das unten am Kinn und er wurde ganz stark gemobbt.

00:41:23: Dann hab ich gesagt, natürlich können wir telefonieren.

00:41:25: Aber in vier Wochen haben auch unsere Jahrestagung wo sie andere Menschen treffen kann mit CMN.

00:41:31: Es war jetzt zu kurzfristig dass Sie das ganze Wochenende dazukommen konnte.

00:41:34: Deswegen ist sie halt damit er mich sehen kann viel Stunden Auto befahren um nicht etwa zwanzig Minuten zu sehen.

00:41:42: Ich habe dann ähm mit ihm also mit ihm geredet und äh ihm mit ihm gesungen mein Song Mut Ausbruch Und hab gesagt genau so richtig ist, wie er ist.

00:41:54: Und ich erinnere mich als wäre es heute dran... Wir haben ein Foto gemacht und er stand neben mir und er hat die Augen ganz doll von mir weggeguckt!

00:42:06: Ich stand links von ihm und habe ganz doll nach rechts geguckt weil er einfach die pure Unsicherheit war.

00:42:11: Und das Jahr darauf, haben wir eine... Es gibt immer einmal im Jahr den Rare Disease Day.

00:42:18: Der ist am letzten Tag in Februar und am neunundzwanzigsten Februar ist der seltenste Tag des Jahres.

00:42:26: Ist es der Tag der selbenen Erkrankungen?

00:42:28: Da haben wir einen Verein vom Newos Netzwerk Deutschland eine Social Media Kampagne gemacht.

00:42:33: Das heißt ich habe Poster vorbereitet und unsere Mitglieder animiert sich damit zu fotografieren.

00:42:40: Ein Poster hieß, wir sind selten.

00:42:43: Wir sind stark!

00:42:44: Wir sind viele.

00:42:46: und der Junge, der noch ein Jahr vorher mich überhaupt nicht angucken konnte, da seine Mutter mir eine Foto geschickt wie er in die Kamera geguckt hat und dieses Bild, dieses Poster machte.

00:43:00: Und du merkst es greift mich schon wieder aus.

00:43:02: Ja!

00:43:04: Und dieser junge Falco ist jetzt Kapitän seiner Fußballmannschaft.

00:43:09: Schau... Das hat was geöffnet in ihm.

00:43:14: Ja, das hat seinen Mutausbruch auf den Weg gebracht.

00:43:17: Das ist total schön!

00:43:18: Davon zährt man doch.

00:43:19: oder von solchen Erlebnissen?

00:43:21: Von so einem Einfluss, den man da nehmen kann... Das ist eine sehr schöne Geschichte, es ist toll!

00:43:28: Nani du hast auch einen eigenen Podcast mit dem schönen Namen Hautkultür.

00:43:33: Ich bin ich und das is gutso.

00:43:37: Du sprichst mit vielen Menschen die streng genommen Handicaps haben.

00:43:41: Aber in deinem Podcast geht es ganz, ganz viel um Stärke und Selbstbewusstsein, um Selbstvertrauen und um ganz viel.

00:43:49: ich mache es trotzdem oder ich mache gerade jetzt!

00:43:53: Ich werde ein Podcast auf jeden Fall hier in den Show Notes mal verlinken.

00:43:57: Kannst du sagen welches in diesem Jahr der beeindruckendste Podcast Moment

00:44:03: war?

00:44:04: Kannst Du so etwas sagen?

00:44:09: Ich hatte Anfang des Jahres gundafrei.

00:44:15: Zu Besuch, die sozusagen selber kein Handy gehabt hat.

00:44:17: Sie ist Psychologin und Traumaspezialistin Und da haben wir über Traumata geredet und wie Trauma entsteht.

00:44:27: und das was ich vorhin gesagt habe dass ich selber schon wusste was die anderen über mich sagen ohne dass Ich überhaupt schon gehört hab was sie sagen.

00:44:35: Das ist unser Thema internationalisiertes Trauma und Was ich so krass fand es Das hat mich wirklich maßgeblich begonnen.

00:44:43: Eindruckt ist dieses ganze Thema Antizipiertes Trauma.

00:44:46: Das ist das, wenn die Eltern annehmen, dass du gemobbt wirst und versuchen dich zu schützen.

00:44:53: Dass sie damit dann dazu beitragen, dass Du quasi das Trauma schon internalisierst.

00:44:59: Ohne!

00:44:59: Das ist überhaupt aufgedreht, ne?

00:45:02: Ja... Und das hat mich wirklich mit am stärksten beeindruckt weil es einfach die Hebel zeigt Wie wir durch positives Vorbild wirklich Kindern von klein auf an die weichen Richtung einen positiven Umgang mit ihrer Zusammenarbeit stellen, egal was du hast.

00:45:29: Völlig egal!

00:45:31: Ja, noch nicht mal mit ... Also das geht auch ohne Besonderheit.

00:45:35: Wie wichtig und wie laufend diese Rolle ist?

00:45:39: Die man als Eltern hat oder diese Vorbild- oder Vorlebensfunktionen als Eltern mit ja immer oder ganz oft so wie du es beschreibst der positiven Intention.

00:45:49: ich muss irgendetwas vordenken damit mein Kind dort nicht in dieser Falle läuft oder damit's meinem Kind in der Unter Situation nicht schlechtgeht was vielleicht gar nicht passiert wäre.

00:45:58: aber das Kind hat abgespeichert okay Da muss ich aufpassen, das scheint okay zu sein.

00:46:03: Also da kann man unwissentlich ganz viel beeinflussen oder auch wahrscheinlich ganz viel falsch machen.

00:46:09: Darum ist diese Aufklärung und das Wissen wahrscheinlich ganz, ganz essentiell genau.

00:46:15: Jetzt eine Beobachtung aus der aktuellen Zeit.

00:46:18: Das Thema Diversität und Inklusion war ja einige Jahre super präsent und auch auf einem ganz, Aktuell finde ich hat man so ein bisschen das Gefühl, dass sich der Blick darauf verändert hat.

00:46:31: Wie erlebst du diesen gesellschaftlichen Blick auf das Thema aktuell?

00:46:37: Ich glaube ganz viel ist losgetreten worden durch die... Verbote, die der aktuelle amerikanische Präsident ausgesprochen hat.

00:46:48: Dass Firmen, die Gleichheit, Diversität, LGBTQ und so weiter sofort in ihren Statuten oder in ihrer Mission oder in ihren Werten drinstehen haben, dass sie kein Geschäft mehr machen dürfen in Amerika.

00:47:03: Und ich erlebe das auch, ich arbeite regelmäßig zusammen mit Pharmafirmen zum Beispiel und die haben natürlich auch eine große Niederlassung in den USA.

00:47:13: Die haben das alles runtergenommen von ihren Webseiten und aus ihren Statuten.

00:47:21: Das finde ich wahnsinnig... Ja, das erschüttert mich, muss ich sagen.

00:47:26: Ich finde den Weg... Ach, ich kann es gar nicht beschreiben!

00:47:34: Also das erschüttert mich.

00:47:35: Und ich stehe dafür dass wir alle genauso richtig sind wie wir sind und wenn es halt die Großen nicht mehr sich trauen zu sagen bloß wegen einer Person dann müssen wir Einzelmenschen im kleinen Halslauter werden.

00:47:51: Das ist meine

00:47:52: Meinung.

00:47:52: Die eigene Superkraft nutzen, das ist total lustig!

00:47:55: Du stehst dafür... das habe ich mir tatsächlich hier so als Überleitung notiert, du stehst dazu Menschen dazu zu motivieren Das zu umarmen, was sie besonders macht und als ihre Superkraft anzusehen oder in ihrer Superkraft umzuwandeln.

00:48:09: Und das finde ich total großartig!

00:48:10: Ich hoffe auch, dass dir das noch ganz lange gelingen wird und dass du damit ganz lange voranschreiten wirst und die nächsten Schritte machen wirst.

00:48:21: Worauf freust du dich denn jetzt am allermeisten bei der anstehenden Weihnachtszeit?

00:48:27: Wenn es dann mal ruhiger wird.

00:48:30: Ich freue mich auf jeden Fall auf meine Familie wieder, ich bin Weihnachten immer bei meinen Eltern und einfach Zeit miteinander zu verbringen.

00:48:40: Meine Eltern pflegen auch immer noch das mit dem Weihnachtsbaum und schmücken den Weihnachtsbaum.

00:48:45: und dann liebst du heilig Abend in einer Wienerwürstchen- und Kartoffelsolat.

00:48:49: und am nächsten Tag Ende Darauf freue ich mich einfach auf wirklich besinnliche Zeiten.

00:48:58: Oh, ich hab noch diese Tudus, sondern einfach sein dürfen!

00:49:01: So das Besinnliche oder?

00:49:03: Ja und die Tradition... Ich bin ja auch Norddeutsch.

00:49:08: Ich vermisse aus dem Norden die Mutzen.

00:49:11: Kennst du Mutzen dann nicht?

00:49:13: Das ist Schmalzgebäck.

00:49:14: Ja, Schmalzkabäck, das

00:49:15: gibt's in Bayern nicht.

00:49:16: Ah, man glaubt's nicht.

00:49:17: Das gibt es in Bayern nicht!

00:49:19: Es gibt ja hier auf jeden Weihnachtsmarkt...

00:49:21: Ja aber bei uns hier in Bayern gibts das nicht und das vermisse ich sehr.

00:49:24: Also schon alleine dafür würde ich irgendwie auch von zu mal in die Norden kommen zur Weihnachtsteit.

00:49:29: Aber die Zeit zwischen Weihnachten und dem sechsten Jahr nach, die nennen wir Die Stadezeit.

00:49:35: So die Zeit des Rückzugs der Gemütlichkeit, die Stade-Zeit wo halt nicht so viel geht Und es ruhiger wird und da freue ich mich total drauf.

00:49:44: Auch und also da bin ich jetzt auch froh mich auf diese Zeit freuen zu können.

00:49:49: Genau!

00:49:51: Was ist denn das Schrägste oder das Lustigste, was dir an der Weihnachtszeit mal passiert ist?

00:49:55: In der Weihnachts-Zeit?

00:49:58: Gibt es da etwas?

00:50:01: Vielleicht

00:50:01: ist ja auch nichts passiert.

00:50:04: Nee

00:50:04: also nicht... Was du dazu ordnen kannst?

00:50:07: Nicht dass ich was zuordnen könnte jetzt.

00:50:10: Nicht den Koffer mit den Weihnachtsgeschenken irgendwo

00:50:13: vertauscht

00:50:14: oder...?

00:50:16: Da ist noch Luft, da gibt es noch Luft für weitere Geschichten.

00:50:21: Das Einzige, was man vielleicht sagen könnte ... Ich hab ja selber keinen Weihnachtsschmuck, weil ich Weihnachten immer zu meinen Eltern fahre und ich habe nie in meinem Leben einen Weihnachtsbaum geschmückt.

00:50:31: Das ist vielleicht auch eine Geschichte, die man vielleicht ... Eigentlich kann nicht das gar nicht!

00:50:37: Nicht Präzion bei uns.

00:50:39: als sozusagen hat mein Vater ... Die Wohnzimmertür verhangen und da durfte keiner mal rein.

00:50:47: Und dann wurde quasi hinter verschlossener Tür der Weihnachtsbaum geschmückt durch meinen Vater, wir wurden dann alle fertig gemacht und dann mussten wir noch eine Runde um Block gehen und keine Ahnung was ihn kaum kamen wir wieder zurück hat mein Papa in einem Tanzwerk angezündet so dass es denn so ganz weihnachtlich roch

00:51:03: ist so schön geduftet hat

00:51:07: Und dann gab es die Glocke und dann wurde die Tür aufgemacht.

00:51:11: Dann war der Weihnachtsmann da, weil dann hat man auch gleich zu dich den Baum gesehen.

00:51:15: Der Weihnachtsmann war irgendwie immer schon wieder weg oder?

00:51:17: Ja!

00:51:19: Falschigstück.

00:51:21: Das war bei uns auch so, oder?

00:51:23: Also in Bayern kommt ja das Christkind aber da ist das ganz genauso.

00:51:26: Das funktioniert nie, dass man das mal trifft.

00:51:31: Schön, dass die Sachen überall gleich sind.

00:51:33: genau also wir werden die Weihnachtszeit auf jeden Fall genießen Und dann blicken wir ja schon in das Jahr.

00:51:40: Hast du denn einen Plan oder eine Idee, die im nächsten Jahr einen Mutausbruch benötigt bei dir?

00:51:48: Ja!

00:51:49: Ich habe mich beworben für einen Kinofortrag in Amerika Und zwar bei Nevos Outreach.

00:51:59: Nevos-Outreach ist im Prinzip die amerikanische Dachorganisation der Patientenorganisation, die sich für Menschen mit CMN einsetzen und die haben da ihr großes Jahrestreffen... Da kommen ich weiß nicht über sechshundert, achthundert Leute hin.

00:52:15: Und da habe ich mich für eine Keynote beworben und das ist so ne große, auf jeden Fall einer der größeren Sachen dann für mich lesen ist.

00:52:27: Ja, weil es auch wieder auf Englisch ist.

00:52:29: Normalerweise kein Problem aber...

00:52:32: Ein englische Keynote?

00:52:33: Also glaube ich das schon etwas,

00:52:35: wo man

00:52:36: mal ein paar Mal drüber nachdenkt bevor man loslegt oder?

00:52:39: Das ist ja dann etwas wo man die Daumen halten kann für dich.

00:52:42: Lieber Nani dass das funktioniert und das würdest du sicherlich super rocken!

00:52:50: Sehr schön.

00:52:50: Und jetzt blicken wir noch ein bisschen weiter in die Zukunft, lieber Nané!

00:52:54: Du bekommst eine E-Mail aus der Zukunft.

00:52:57: Okay?

00:52:57: Sagen wir mal zum Jahresstart erster Januar zwei tausendsechsunddreißig.

00:53:03: Wow!

00:53:04: Keine Ahnung ob man da noch E-mails schreibt, wir gehen einfach davon aus... Absender ist Nané Emmerich.

00:53:10: Was steht in der Betreffzeile?

00:53:13: Oh wow Da steht In der Betrefzeile So was wie wow, du hast es gerockt.

00:53:27: Schön!

00:53:29: Alles, was du dir jemals erträumt hast und vorgenommen hast, hast du erreicht?

00:53:34: Sehr schön, in zehn Jahren schon.

00:53:37: Ja... Ist jetzt nicht so dass ich ja gerade ist seit gestern anfange also ich bin ja auch schon seit zehn Jahren quasi auf dem Weg unterwegs.

00:53:46: In zehn Jahren darf noch ein bisschen was darf das Haus oder das Fundament noch ein bisschen gewachsen sein und stabil stehen, oder?

00:53:54: Ja genau.

00:53:55: Das ist schön so in die Zukunft zu blicken.

00:53:58: Genau!

00:53:59: Das ist eine schöne Betreffzeile.

00:54:01: Nene ich danke dir, es ist ein ganz inspirierendes Gespräch.

00:54:06: du hast glaube ich gezeigt wie man sich selbst finden kann wie Mut entsteht Mut sich verbreiten kann und wie andere daran wachsen können.

00:54:15: Das finde ich unheimlich schön!

00:54:17: Ich hoffe, dass du auch weiterhin viele Menschen mitnehmen kannst auf diesen Weg und dass du weiterhin Menschen inspirierst sowohl beruflich als auch persönlich und auch musikalisch.

00:54:31: Ich würde mich wahnsinnig freuen wenn wir uns im nächsten Jahr wiedersehen.

00:54:35: Ganz, ganz arg für die Zeit und ja für die Bereitschaft deine Geschichte zu teilen.

00:54:40: Und ich wünsche dir alles Liebe und Gute, liebe Nani.

00:54:43: Schöne Weihnachten!

00:54:45: Schönen Weihnachten wünsche ich dir und euch auch.

00:54:47: Wie begrüße...

00:54:48: Danke dir!

00:54:54: Wenn dir diese Folge gefallen hat abonniere den Podcast einfach auf dem Podcast Kanal deines Vertrauens.

00:55:00: Wenn du noch mehr wissen

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00:55:06: Ich freue mich wenn du bei der nächsten Folge wieder einschaltest.

00:55:09: Bis dahin, bleibe gesund und optimistisch.

00:55:13: Deine Monarismen!

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